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Themenbereich: Allergien vorbeugen

Kuhmilchallergierisiko

Anonym

Frage vom 26.07.2001

Habe meiner 5 Monate alten Tochter an 2 Abenden ( höchstens insges. 5 TL )Milchbrei-mit Kuhmilch u. Wasser gegeben. Eine Ernährungberaterin sagte dazu, dies sei ein grosser Fehler, da ich dadurch eine Allergie ausgelöst haben kann. Sie sagte, schon der Erstkontakt könnte ausreichen. Mein Kind zeigte keine allerg. Reaktion, ich stellte lediglich eine leicht schuppige Kopfhaut fest ( Milchschorf?). Es besteht eigentlich kein Allergierisiko, trotzdem bin ich sehr beunruhigt jetzt.Mittlerweile mache ich den Abendbrei mit einer H.A. - Milch. Können Sie mich aufklären?
Hebamme

Antwort vom 30.07.2001

-Es wird empfohlen alle Kinder, die erhöht gefährdet sind an Allergien zu erkranken, im ersten Lebensjahr (u.a.) Kuhmilchfrei zu ernähren. Eine erhöhte Allergiegefährdung besteht, wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind an einer oder mehreren Allergien erkrankt ist. Manche Ernährungsberater empfehlen dies allerdings bei allen Kinder, da es in der heutigen Zeit sehr viel mehr Allergien gibt, als noch vor einigen Jahren. Bei sensiblen Kindern kann in der Tat ein einmaliger Kontakt mit dem Kuhmilcheiweiß - z.B. in einem Getreide-Milch-Brei ausreichen um hier eine Kuhmilchallergie hervorzurufen. Wenn Sie den Milchschorf unmittelbar mit der Gabe von Kuhmilch in Verbindung bringen können, d.h. dass die schuppige Haut erst nach dem Kontakt mit der Kuhmilch hervorgerufen wurde, sollten Sie die Kuhmilch in jedem Fall im ersten Lebensjahr meiden. Nach dem ersten Lebensjahr können Sie dann behutsam mit Sauermilchprodukten beginnen. (Fragen Sie dann aber auch nochmals bei uns nach den neuesten Forschungsergebnissen nach.)
Vielleicht interessiert Sie hierzu aber auch die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de): "Ernährung von Säuglingen", "Ernährung von Kleinkindern" und "Ernährung von Kindern aus Allergikerfamilien".

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