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Mit 6M schon in der Trotzphase?

Anonym

Frage vom 17.11.2001

Kann es sein, dass meine 6 Monate alte Tochter schon eine Trotzphase hat?! Sie quengelt und brüllt von früh bis spät und mag nicht mal 10 Minuten alleine spielen. Liegt es eventuell am Zahnen (noch kein Zahn zu sehen) oder daran, dass sie gerade versucht, den Schritt zum Krabbeln zu bewältigen. Sie hat in letzter Zeit tagsüber einen sehr starken Ermüdungseffekt und will nach 1 1/2 Stunden wachsein immer schon wieder schlafen, ist das o.k.? Müssen Babys bei trockener Heizungsluft eigentlich nachts Tee trinken oder was kann man sonst tun? Danke für die Mühe.
Hebamme

Antwort vom 19.11.2001

Ich fange mal von hinten an- der tägliche Flüssigkeitsbedarf kann jeweils situationsbedingt variieren, z.B. bei großer Hitze, Flüssigkeitsverlust und eben auch bei sehr trockener Luft ist der Bedarf an Flüssigkeit größer-jedoch ist der Flüssigkeitsbedarf auch individuell von Kind zu Kind verschieden. Bei voll gestillten Kindern reicht die Muttermilch aus bis zu dem Zeitpunkt des Zufütterns bzw. dem vollständigen Ersetzen einer Milchmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit oder eben bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Muttermilch ausreichend vorhanden ist. Bei Flüssigkeit handelt es sich um zuckerfreien, ungesüßten Tee, meist Fenchel-Kümmel oder auch mit Anis bzw. reinem Wasser ohne Kohlensäure. Auch Obstsäfte verdünnt und wieder ungesüßt können gegeben werden. Bei einem Durstbedürfnis des Kindes außerhalb der regelmäßigen Mahlzeiten sollte dem Kind Flüssigkeit angeboten werden und zwar in der Menge, nach der es verlangt. Bei sehr trockener Heizungsluft ist zusätzlich eine Luftbefeuchtung zu empfehlen. Zum Gemütszustand Ihrer Tochter sollten Sie zuerst abklären, inwieweit hier eine organische Ursache vorliegt- es kann durchaus sein, da sich das Zahnen auch lange bevor die eigentlichen Zähne sichtbar werden ankündigt, daß ihr dies eben Schmerzen und Unwohlsein macht, auch in Frage kommen natürlich Verdauungsprobleme oder auch z.B. können diese Unruhe Anzeichen einer bevorstehenden Erkrankung z.B. einer Erkältung sein. Kinder haben Wachtstums-als auch Entwicklungsschübe, wobei sie meistens kurz davor oder auch danach ein verändertes Verhalten zeigen können in Form von auffallender Müdigkeit, Unausgeglichenheit und dergleichen. Dem Schlafbedürfnis des Kindes gilt es gerecht zu werden in Form von regelmäßigen Tagesschläfchen oder einem Mittagsschlaf. Ausgeschlossen werden sollten auf alle Fälle andere Krankheiten und bei Unsicherheit wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt. Im allgemeinen handelt es sich bei diesen Verhaltensmuster um vorübergehende Phasen, so daß Sie diese eben so gut wie möglich mit Ihrem Baby zusammen unterstützend durchlaufen müssen.
Mit freundlichen Grüßen

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