Themenbereich: Stillen allgemein

Zufüttern in den ersten Lebenstagen

Anonym

Frage vom 10.05.2004

Sehr geehrte Hebamme,

im Juli erwarte ich mein erstes Kind.In einem Buch habe ich gelesen, das bei Erstgebärenden nach der Geburt die Muttermilch erst nach ca 3 Tagen läuft. In dem Krankenhaus, wo ich entbinden möchte, wird dem Säugling Lactose-Milch gegeben. Nun habe ich gelesen, dass das nicht empfohlen wird. Könnte ich dann auf Pre-Nahrung zurückgreifen im Krankenhaus??
Vielen Dank
S.Lohe
Hebamme

Antwort vom 11.05.2004

Hallo, wenn unsere NG mehr als das Kolostrum bräuchten, dann wären wir entweder schon lange ausgestorben, weil vor vielen Jahren außer Kolostrum nichts zur Verfügung stand oder die Natur hätte uns mit vollen Brüsten gebären lassen. Da weder das eine noch das andere der Fall ist, gehe ich davon aus, dass dahinter ein tieferer Sinn steckt. Nämlich, dass ein NG NICHT MEHR ALS KOLOSTRUM BRAUCHT!
Ich weiß, dass viele KH mit dem Zufüttern schnell dabei sind, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was es für gesundheitliche Folgen für das Kind hat z.B. Ersatzmilchkontakt (egal welche) in den ersten 4-6 LW erhöht das Risiko des Kindes an Diabetes zu erkranken um das 4 fache.
Durch die Flaschengabe kann es bei 4% aller Kinder zu einer Saugverwirrung kommen, so dass die Kinder hinterher nicht mehr an der Brust trinken....und vieles mehr.
Ein gesundes NG, dass von Anfang an OHNE zeitlichr Begrenzung (so oft UND so lang es möchte) an der Brust trinken darf, braucht keine Glukose, keine Pre.-Milch oder sonstiges. Es braucht nur den UNEINGESCHRÄNKTEN Zugang zur Mutterbrust.

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