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Themenbereich: Schlafen

Schwierigkeiten beim abendlichen Einschlafen

Anonym

Frage vom 12.09.2018

Hallo liebe Hebammen,

ich habe mit meinem nun 15 Wochen alten Sohn seit ein Paar Tagen das Problem, dass er sich Abends vor dem schlafen immer in Rage schreit. Er schläft bei uns im Familienbett und wir haben auch schon seit einigen Wochen ein Schlafritual.
Nun ist es aber so, dass er abends beim Einschlafstillen zunächst relativ schnell einschläft ohne viel zu trinken. Dann schläft er aber nur für etwa 15 Minuten und wacht im anschluss nochmal auf. Dann lässt er sich nicht mehr in den Schlaf stillen, sondern schreit sich in Rage. Dies kann bis zu 1,5 Stunden dauern. Dann ist meist dauerbrüllen angesagt, bis er sich ganz erschöpft doch noch anlegen lässt und an der Brust einschläft.
Bis jetzt kann er nur an der Brust einschlafen, anders klappt es auch tagsüber nicht. Den Schnuller nimmt er nicht. Auch musste ich bis jetzt abends wenn er eingeschlafen ist auch neben ihm liegen bleiben, sonst ist er immer wieder aufgewacht. Das habe ich bis jetzt so gut akzeptieren können, aber das nächtliche Geschrei zerrt an meinen nerven. Es tut mir so weh ihn so unglücklich zu sehen, und nicht zu wissen was er hat und wie ich ihm helfen kann in den schlaf zu finden.

Kann es sein, dass ich zu wenig Milch habe und er hungrig ist und deshalb so weint? Ich habe nämlich das Gefühl meine Brüste sind Abends schon leer und er bekommt dann nicht mehr die Menge raus um satt zu werden.

Ich hoffe auf Hilfe. Vielen Dank für Ihre Zeit und die großartige Arbeit die Sie hier leisten!

Antwort vom 14.09.2018

Hallo! Ich höre aus Ihren Worten große Verzweifelung und Ratlosigkeit. Gerade abends , wo bei einem selber das Aku leer ist, empfindet man das Weinen als großen Streß.
Wenn Ihr Sohn bis jetzt gut gediehen ist und zugenommen hat, gibt es keinen Anlass dafür, daß nicht genügend Milch da ist. Das Verhalten Ihres Babys ist bei den meistens Kindern in diesem Alter zu beobachten.
Zu diesem Zeitpunkt machen die Kinder einen großen Wachstumsschub. Sie werden mobiler, richten Ihre Aufmerksamkeit immer mehr nach außen und sind dann manchmal auch reizüberflutet, je nach Möglichkeit der Regulation. Am Abend oder nachts suchen sie dann wieder die Rückzugsmöglichkeit und brauchen Sicherheit und viel Nähe, um das Erlebte verarbeiten zu können.
Eine Möglichkeit der Reizreduzierung wäre es vielleicht, die Tage ruhiger zu gestalten. Vielleicht können Sie das bis jetzt erfolgreiche Abendritual ein wenig abwandeln, denn Kinder sind immer in Entwicklung und das bedeutet Veränderung. Stillstand wäre ungesund.
Sie könnten ihn abends massieren oder nach dem Stillen in der Trage halten bzw. herumtragen.
Wir gehen sehr schnell von unseren Schlafmustern aus, aber Ihr Baby fängt gerade erst, an einen Tag/Nachtrhythmus zu entwickeln.
Versuchen Sie sich innerlich zu beruhigen, teilen Sie das zu Bett bringen mit Ihrem Mann. Warum ihn nicht mal noch eine Runde um den Block zu Fuß drehen lassen!?
Zuletzt noch ein Buchtipp:" Schlaf gut Baby". Dort können Sie viel über den Babyschlaf erfahren und sich Anregungen holen, wie man mit Krisen besser umzugehen lernen kann. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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