• "das Leben nach einer Fehlgeburt"

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Wie geht es Euch?

Hallo alle zusammen.
Ich wollte mal fragen wie Euch so geht.
Und vielleicht mal den Anfang machen.
Ich habe am 18.09.2010 mein Baby verloren. Ich war in der 6. Schwangerschaftswoche und überglücklich.
Bis ich plötzlich starke Unterleibschmerzen und Blutungen bekam. Ich bin sofort zu meiner Frauenärztin gefahren, aber sie konnte nichts mehr entdecken. Es war nichts mehr zu sehen....
Ich habe immer noch nicht aufgehört mir selbst die Schuld zu geben.
Wie geht Ihr damit um?
Bis dann.
Viele liebe Grüße
Nadine

von Nadine08 / 17.11.2010 11:26

Antwort


Hallo,

bei mir war es in der 9. Woche (Ende September 2010). Ich hatte keinerlei Beschwerden oder Schmerzen, nur ploetzlich eine leichte Schmierblutung. Im KH wurde dann US gemacht und festgestellt, dass die Fruchthoehle gerissen und leer war. Das war ein solcher Schock den US zu sehen und da war nur diese schwarze leere Hoehle! Zwei Tage spaeter hatten wir eigentlich einen Termin zum US und hatten uns schon drauf gefreut endlich unser Kleines zu sehen. Bei der ersten Untersuchung war es dafuer naemlich noch zu frueh. Und dann das!
Diese ganze Situation inkl. der Ausschabung, den Schmerzen, der Trauer und den Kommunikationsproblemen mit Aerzten und Schwestern in einem duerftig ausgestatteten KH in Korea war traumatisch fuer mich.
Jetzt geht es mir schon wieder besser, aber es kommt immer noch staendig hoch und ich bin nicht so sicher, wie ich damit umgehen soll. Schliesslich will ich nicht, dass diese Erfahrung und die damit verbundene Angst meine naechste SS negativ beeinflussen.
Schuld geb ich mir eigentlich keine, ich klage mehr das Schicksal fuer diese unfaire Behandlung an. Ich hab so sehr versucht, alles richtig zu machen, aber Mutter Natur wollte es anders und ich versteh einfach nicht warum.

Mich wuerde ausserdem mal interessieren, wie eure Maenner damit umgegangen sind...

LG Sonja

von lionalil / 18.11.2010 05:55

Antwort


Hallo ihr Lieben,
bei mir war es in der 9. Schwangerschaftswoche dass ich aufgrund eines Ziehens zur Vertretungsärztin meines Gynäkologen ging. Sie konnte keinen Herzschlag mehr feststellen. Da das Baby weiter gewachsen ist, wurde ich nicht ausgeschabt. Die HCG Werte waren prima bei über 35500. Trotzdem sank es irgendwann und sie gaben der SS keine Chance mehr. In der 12. SSW dann Anfang Oktober diesen Jahres die Ausscharbung.
Bitte geb dir nicht die Schuld an der Fehlgeburt. Das Kind kann so ziemlich alles überleben, wenn es richtig eingenistet ist. Ich habe inzwischen gelernt damit zu leben, offen darüber zu reden und nach Vorne zu sehen. Das Baby konnte nicht leben - dieser Gedanke ist ein guter Trost. Die Menschen um einen herum vergessen das Erlebte schnell. Und da ich wieder im Alltag "funktioniere" muss ich sagen, dass es für die Umwelt wohl so aussehen muss. Trotzdem ist es noch lang nicht vergessen - keinen Tag an dem man nicht daran ´denkt oder in irgendwelchen Foren nach liest. Mein Mann (wir haben einen Wochenendehe) war sehr traurig - konnte anfangs mit weinen - er hatte es sich auch sehr gewünscht. Verarbeitet haben wir es getrennt (4 Stunden voneinander entfernt). Das war sehr schwer für mich aber er redet inzwischen auch nicht mehr davon ist optimistisch auf eine weitere Schwangerschaft. Gemeinsame Abschiedsrituale hatten wir aber trotzdem.
Wie war das bei euren Männern?
Habt ihr schon Kinder?
Da ich noch keine Kinder habe, hoffe ich, dass ich irgendwann ein gesundes Kind in den Armen halten kann. Und diese Hoffnung macht mich stark für jeden neuen Tag.
Ein Leben ohne Kinder - unvorstellbar für mich.
Auch ich habe Angst, dass eine weitere SS vom Erlebten negativ beeinflusst wird...
Mädels, wir müssen positiv denken und vielleicht treffen wir uns bald in einem anderen Forum?
Ich wünsche es Euch von Herzen... spätestens im neuen Jahr klappts!
PS: ein positives Beispiel: eine Kollegin von mir hatte auch Anfang Oktober eine Fehlgeburt in der 6. SSW. Jetzt ist sie schon wieder schwanger! Es hat direkt danach geklappt! (allerdings ohne Ausscharbung)
Ganz liebe Grüße

von Nucki2010 / 18.11.2010 18:04

Antwort


Hallo.

Also mir geht es nicht so gut.
Ich babe am 26. November mein Baby verloren.
Ich hatte die ganze Zeit, während der Schwangerschaft starke Schmerzen.
Bis ich auch plötzlich starke Blutungen bekam.
Meine Frauenärztin konnte nichts mehr für mich tun...
Ich bin am Boden zerstört...
Und wenn das nicht genug wäre, habe ich jetzt auch noch bei einem Gewinnspiel gewonnen.
Einen Schwangeschaftskalender........ :(

von AnjaliPriya1379 / 05.12.2010 23:03

Antwort


Kopf hoch AnjaliPriya! Den Kalender ganz du doch einfach wegpacken oder verschenken, dann erinnert er dich nicht dauernd daran.
Ich hab im September auch erst mal alles weggepackt: positive SS-Tests, eine Babydecke, alle Infos die ich mir ausgedruckt hatte...

Darf ich fragen, wie weit du warst?
Ist ja noch alles so frisch bei dir, du musst dir ein bisschen Zeit geben, dann wird das auch wieder besser. Aber traurig sein darfst du auch! Verdrängen ist nicht gut, das hab ich an einer Freundin gesehen.

Mir gehts heute auch nicht so gut. Meine FG ist zwar "schon" über 2 Monate her, aber heute bin ich niedergeschlagen, weil ich gestern plötzlich dachte, ich wär wieder schwanger, aber dann heute morgen der SST negativ war. Naja, zu früh gefreut.
Das Problem ist nur, dass ich meine Tage nicht krieg und damit auch keine neue Chance zum weiterüben... :( Bin jetzt bei ZT 34 und hab keinerlei Anzeichen für meine Periode. Bin jetzt ziemlich unschlüssig was ich machen soll. Einfach abwarten? Oder zum Arzt?
Ich bin so ungeduldig!

Gleich nach der FG wollte ich gar nicht drüber nachdenken wieder ss zu werden, der Gedanke allein hat mir schon Angst gemacht. Aber im November ist der Knoten plötzlich geplatzt und ich dachte, jetzt bin ich wieder soweit. Klar, bin ich immer noch traurig über den Verlust, aber gleichzeitig auch wieder zuversichtlich, dass es beim nächsten Mal klappen wird. Nur, dass ich wie gesagt gar nicht die Chance auf ein nächstes Mal kriege, solange meine Tage nicht kommen wollen....

von lionalil / 06.12.2010 06:18

Antwort


Hallo in Eure Runde ;-)

mir gheht es ähnlich wie Euch - hatte vorgestern eine Ausschabung in der 9. Woche, nachdem die FA beim der Routineuntersuchung keine Herztöne mehr gesehen hat.

Zwei Wochen vorher war noch alles okay; Herztöne, Wachstum, richtig eingenistet etc.

Ich hatte weder Schmerzen, noch Blutungen oder Sonstiges. Im Gegenteil, die Schwangerschaftsübelkeit hielt noch lange an, obwohl der Embryo schon tagelang tot war.

Vier Monate vorher, im Juli, hatte ich auch bereits eine FG, allerdings eine natürliche Abblutung in der 6. Woche ohne Ausschabung.

Diesmal ist es unendlich schlimmer für mich. Zwei FGs in einem Jahr - ich weiß nicht, ob ich das Schicksal nochmal herausfordern möchte...

Weil ich schon ein gesundes Kind von dreieinhalb habe, möchte mich auch niemand weiter untersuchen - dazu müsste ich das Ganze erst noch ein drittes Mal erleben... Und das finde ich wirklich zynisch...

Liebe Grüße und Euch viel Kraft!

von scandinavia / 08.12.2010 09:55

Antwort


mir geht es noch nicht wieder so gut. ich habe amfang januar meinen krümel verloren, in der 5ssw. es war eine natürliche ausblutung, so ist mir zum glück eine ausscharbung erspart geblieben. es war für mich ein risen schock als ich es auf einmal im klo liegen sah. mein gyn hat es mir dann bestätigt das das unser krümel ist. es war kein geplantes kind aber ich bin trotzdem sehr traurig darüber. ich habe schon 2 süße mäuse, amelie ist 2 jahre und 4 monate alt und hannah ist 7 monate alt. die beiden geben mir sehr viel kraft damit um zu gehen.

von Kruemel85 / 07.02.2011 19:14

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