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"Kind spielt schlecht alleine in Gegenwart der Eltern - wie fördern?"

Anonym

Frage vom 07.06.2002

Liebe Hebammensprechstunde,
meins Sohn ist fast 18 Monate alt. Er ist normal entwickelt würde ich mal sagen und spricht schon sehr viel für sein Alter. Er geht zweimal in der Woche zur Tagesmutter, welche selbst einen Sohn hat, ( Zwei Jahre alt).
Wenn Jonas von Leuten umgeben ist, egal ob mit Kindern oder nihct, spielt er eigentlich ganz gut alleine, auch bei der Tagesmutter.- Wenn wir jedoch zu hause sind hängt er mir regelrecht am Bein und mit seinen Sachen mag er nicht spielen. Ich gehe oft mit und fange an und zeige ihm was man für tolle Sachen machen kann oder spiele mit seinen Autos und er fängt dann auch an, gehe ich aber weg, läßt er alles liegen und rennt mir nach und macht oft irgendwelchen quatsch, den er nicht darf, wurde ihm schon x- mal gesagt oder er will einfach nur hochgenommen werden. Wir beschäftigen uns viel mit ihm er geht auch gerne raus und fährt bobbycar oder ähnliches, aber ich glaube wir haben ihn nie "bespielt". Haben wir ihn irgendwie falsch behandelt oder ist das nur eine Phase oder erwarte ich zuviel?

Anonym

Antwort vom 10.06.2002

Zuallererst möchte ich sagen, daß wenn Sie wirklich meinen, hier ein ernstes Problem zu haben und sich absolut nicht sicher sind, wie Sie damit umgehen sollen, daß Sie sich dann doch bitte an einen qualifizierten Therapeuten z.B. einem Kinderpsychologen wenden, der Ihnen hier ganz gezielt auch Hilfestellung geben kann. Meiner Meinung nach und auch nach meiner eigenen Erfahrung, haben die Eltern keine Haupt- Funktion darin, das Kind zu <bespielen>, wie Sie es nennen, immer für Beschäftigung zu sorgen oder sich immer nur um die Belange des Kindes zu kümmern. Das Kind kann durchaus lernen, daß es sich selber beschäftigen kann und nun kommt es eben sehr auf das Kind selber darauf an- es gibt Kinder, die das von früh an alleine und gerne tun, und es gibt eben Kinder, die das erst lernen müssen, indem Sie als Eltern ihnen diese Möglichkeit geben in altersentsprechendem Umfang sie eine Zeitlang mit sich selbst beschäftigen zu lassen und eben konsequent dann erst das, was auch immer Sie selber machen, zu Ende führen, bevor Sie sich wieder um das Kind kümmern. Beziehen Sie Ihren Sohn ruhig durchaus auch mit ein und lassen Sie ihn an Ihren Tätigkeiten teilhaben, indem Sie ihn zuschauen lassen, mit dorthin nehmen, wenn es ihm Spaß macht. Das <sich alleine zu beschäftigen> wird mit der Zeit kommen und hat erstmal auch noch Zeit. In einem Alter ab zwei Jahren wird es sich einstellen.
Mit freundlichen Grüßen

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