Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"27.SSW - Zeckenbiss - wie groß das Borreliose Risiko ?"

Anonym

Frage vom 08.07.2002

Ich bin in der 27SSW und hab vor einer Woche bei einem Besuch meiner Eltern/Schwiegereltern in Norddeutschland einen Zeckenbiß bekommen. Leider hab ich die Zecke erst beim einölen entdeckt. Sie war klein und sah schon tot aus. Meine Hausärztin konnte mir bis auf die üblichen Ratschläge (Rötung) nicht weiter helfen. Leider ist meine Frauenärztin im Urlaub und andere Leute konnten mir auch nicht weiter helfen. Wie groß ist nun das Risiko Borreliose zu bekommen für mich und das Kind und was sollte man sonst noch als Vorsoge veranlassen?

Anonym

Antwort vom 09.07.2002

Die Infektionsgefahr hängt auch von der Länge des Saugaktes ab. Wenn die Zecke also weniger als 24h gesaugt hat, ist meines Wissens nach die Infektionsgefahr sehr gering. Wenn sich an der Bißstelle keine Rötung zeigt, ist akut keine Behandlung nötig. Nur im Falle einer Rötung müssten Sie ein Antibiotikum einnehmen.Trotzdem sollten Sie in der nächsten Zeit auf sich achten. Das heisst, im Falle einer späteren Rötung an dieser Stelle sofort einen Arzt aufsuchen. Leider sind die Folgen einer tatsächlichen Borreliose-Erkrankung in der SS noch nicht richtig geklärt, weil es dafür bis heute zu wenig Fälle gab. Aber bisher konnte anscheinend noch kein sicherer Zusammenhang zwischen mütterlicher Borreliose-Erkrankung und fetaler Fehlentwicklung genannt werden, auch nicht bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).Als Vorsorge würde ich an Ihrer Stelle täglich die betroffene Stelle bei Tageslicht anschauen und auch noch einen Besuch bei der Urlaubsvertretung Ihres Frauenarztes machen. Von ihm sollten Sie eine weitere Beratung einholen, da er sicher Erfahrung mit solchen Fällen hat.
Alles Gute!

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