Themenbereich: Stillen allgemein

"feste Zeiten beim Stillen?"

Anonym

Frage vom 13.02.2004

Liebe Barbara, Beate, Iris, Monika und Sabine!
Habe in Euren Rubriken alles mögliche durchgeguckt, muß nun doch mal schreiben. Also, meine Tochter ist jetzt 14 Wochen und 2 Tage alt. Ich habe seit dem 9.1.04 mal ein Schlafprotokoll geführt. Ich stille sie voll und zwar streng ad libitum. Es stellte sich heraus, daß sie wie ich finde recht gut einen Tag- Nacht-Rhythmus entwickelt hat; nämlich von ca. 21-22h bis ca. 9h. Tagsüber schläft sie relativ wenig, mal halbstundenweise etwas zwischen den Mahlzeiten. Sie schläft aber z.B. nach ca. 4h nach der letzten Stillmahlzeit ein,um dann (z.B. nach "Streß" wie Besuch bei Oma)durchaus auch für länger durchzuaschlafen. Das führt oft dazu, daß tagsüber nur 3-4 Mahlzeiten zustande kommen. Nachts hat sie sich auf eine "Meldung" um ca. 3-4h "eingeschossen". Nun meine Fragen: Soll ich sie auf regelmäßige Stillzeiten, z.B. 6, 10, 14, 18, 22h trimmen, auch wenn sie mir nicht eindeutig Hunger signalisiert. Mir macht die Nachtmahlzeit allerdings nicht so viel aus. Wissen möchte ich auch noch, ob ich sie als allergeigefährdetes Kind länger als 6 Mon. voll also ohne Beikost stillen soll, wie ich mal gelesen habe. Vielen Dank für Eure Mühe - Anja

Anonym

Antwort vom 13.02.2004

Es ist völlig richtig, dass Sie Ihre Tochter entsprechend ihrem Bedarf stillen. Sie müssen sie keinesfalls auf einen festgelegten Rhythmus trimmen, der ihr sicherlich gar nicht gefallen und bekommen wird. Wenn Ihre Tochter gut gedeiht, brauchen Sie gar nichts zu ändern. Ihr gesundes Gedeihen erkennen Sie an folgenden Merkmalen: Sie hat vier bis sechs nasse Windeln am Tag, und der Urin ist hell und geruchlos. Die Stühle stinken nicht (Stillkinder müssen nicht täglich Stuhlgang haben. Der Stuhlgang kann auch mal einige Tage auf sich warten lassen). Ihr Kind saugt effektiv an der Brust und schluckt hörbar. Ihre Brust ist nach dem Stillen etwas weicher als vorher. Die große Fontanelle ist nicht eingesunken. Ihr Baby ist rosig und sein Körper warm. Neben unterschiedlich langen Schlafphasen ist es wach und reaktionsfreudig, macht insgesamt einen zufriedenen Eindruck und lässt sich durch verschiedene Maßnahmen beruhigen. Es ist ausreichend, wenn Ihr Kind etwa 90 -150 Gramm in der Woche zunimmt. Allergiegefährdete Kinder sollten bis zum Ende des sechsten Lebensmonats ausschließlich gestillt werden. Sie können mit der Einführung der Beikost im siebten Lebensmonat beginnen und weiterstillen. Die Beikosteineinführung markiert noch lange nicht das Ende der Stillzeit. Führen Sie die feste Nahrung langsam, schrittweise und schonend ein, sodass Sie beobachten können, wie Ihre Tochter auf die verschiedenen Lebensmittel reagiert. In der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an “ (Verbraucherzentrale Hamburg, Tel. 040/24832-20, E-Mail: info@vzhh.de ) finden Sie wertvolle Informationen und Hintergründe zur schonenden Einführung der Beikost. Sie können sich für spezielle Infos an die „Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V.“ wenden: www.aak.de . Alles Gute für die weitere Stillzeit!-

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