Themenbereich: Entwicklung und Erziehung

"Probleme im Kindergarten"

Anonym

Frage vom 23.06.2004

Hallo liebes Team,
ich bin eine sehr verzweifelte Mutter von zwei Söhnen, fast 2 und 4,5 Jahren.
Der Große geht seit 1,5 Jahren im Kiga, wo wir von Anfang an große Probleme hatten. Am 1. Kigatag hatte er eine völlig fremde Person vor sich, die wir aber beim "Ansehtag" nie gesehen hatten. Er war zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz trocken, die Windel war nur seine Sicherheit.Es hieß erst kein Problem, am 3. Tag war es ein großes Problem.
Die Windel wurde ihm mit Gewalt entfernt und er sollte zur Trockenheit erzogen werden. Darauf hin war jeden Morgen nur Gebrüll und ich als Mutter wurde des Hauses verwiesen.
Mit der Windel konnte ich mich aber durchsetzen und er wurde ein halbes Jahr später komplett trocken. Dann war es eine Zeit gut.
Anfang dieses Jahres hatte ich Verhaltensschwirigkeiten bei ihm bemerkt. Als er anfing einzunässen, um morgens nicht in den Kiga zu müssen, haeb ich um ein Gespräch gebeten.Es hieß: Achja, wir haben uns schon über Hendrik gewundert, er ist sehr agressiv geworden. Stellte sich raus: er wurde von einem anderen Kind immer verprügelt.Die großen Kinder hetzen die Kleinen auf,andere Kinder zu schlagen.Er hatte Ausschlag und wollte trotz Wärme einen langen Pullover anziehen.Er hatte Angst, ausgelacht zu werden.Die Erzieherinnen verneinten, sowas gibt es in ihrer Gruppe nicht, seitdem bekomme ich nur unhöfliche Gesten und Antworten.Er erzählt ihnen auch nix,steht mit dem Gesicht zur Wand und weint.Ich frage einmal, er erzählt alles.Gegen seinen Bruder kann er sich auch durchsetzen.Alleine traut er sich nicht zu ihnen, ich muß mit.Was soll ich tun?
Ich möchte den Kiga gerne wechseln, da mein anderer Sohn dort auch keinen Platz bekommt, obwohl noch welche frei sind. Es heißt nur,ja, mal sehen.
Schadet es dem Großen, wenn er ein Jahr zuhause bleibt und dann in einen anderen Kiga geht?
Ich weiß nicht weiter.

Antwort vom 24.06.2004

Wäre es mein Kind, würde ich es auf alle Fälle aus diesem Kindergarten nehmen, besser noch heute als morgen. Ihre Beobachtungen und Erlebnisse mit Ihrem Kind in dieser Einrichtung würde ich auch schriftlich an den Träger des Kindergartens weitergeben; Sie sind evtl nicht die einzigen betroffenen Eltern/ Kinder. Lassen Sie Ihren Hendrik erst mal zu Hause, wenn es organisatorisch geht, suchen Sie auch mit ihm eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe auf (Adressen über Jugendamt/ Mütterberatung), um Traumatisierungen zu verhindern bzw aufzuarbeiten. Ihr Sohn braucht Ihre liebevolle Unterstützung und Sie brauchen professionelle Begleitung, damit Sie mit dieser Sache positiv weiter kommen.

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