Themenbereich: Gesundheit

"vaginale Keime gefährlich?"

Anonym

Frage vom 19.11.2004

liebes hebammenteam,

habe gleich zwei fragen, die einer beantwortung bedürften... a) bin in der 18.ssw und, war anfang der woche beim fa, der einen abstrich machte und einen ph-wert von 5,0 feststellte. heute nun bekam ich einen laborbefund (mässig gardnerella vaginalis) sowie ein rezept für vagiflor zugeschickt. muss ich mir sorgen machen, andere recherche im internet ergab, dass es wohl eine frühgeburt auslösen könnte und mit antibiotika behandelt werden muss. erst einmal nur vagiflor zu benutzen ist mir natürlich lieb, da es unbedenklich ist, aber ich wüsste trotzdem gerne, wie verbreitet und gefährlich gardnerella wirklich ist. wird es auch durch gv übertragen? ich hatte recht starken ausfluss (auch dunkelgelben), als lt. abstrich alles ok war. seit ca. 2 wochen ist der nun verschwunden.man muss dazu sagen, dass ich im moment noch unter hygienisch sehr bedenklichen bedingungen leben muss (schimmelpilze, stock im bad, stinkender kühlschrank, schreckliche toilette), da ich im studentenwohnheim lebe. kann ich es mir hier geholt haben? nächste woche ist nun (gott sei dank)der umzug. b) und meine zweite frage wäre: seit einigen wochen habe ich beim nächtlichen toilettengang druck und schmerzen, allerdings nur während der letzten sekunden und kurz danach. sobald ich wieder im bett liege, verschwindet es wieder.
ich hoffe, die fragen waren nicht zu speziell und können auch anderen helfen, vielen dank schon einmal!

Anonym

Antwort vom 20.11.2004

Hallo, erst mal sollten Sie sich keine Sorgen machen. Nicht der Keim macht das Problem, sondern die MENGE der Keime. Bei einer "mäßigen" Besiedlung besteht erst mal keine Indikation für eine Antibiotikatherapie. Ca. 40% der Frauen haben eine gardnerella vaginalis Belastung ohne Symptome. Da nun der ph leicht verschoben, und eine veränderter Ausfluß (Fluor)war, ist die Therapie mit "Vagiflor" nach meiner Information genau das Richtige. Bitten Sie Ihre Ärztin nach Ende Vagiflortherapie noch mal einen Abstrich zu machen, um zu kontrollieren, ob die Therapie ausgereicht hat und der ph wieder im Gleichgewicht ist. Gardnerella vaginalis wird über sexuelle Kontakte übertragen, ihre momentanen Lebensumstände sind nicht dafür verantwortlich. Sollte doch eine Antibiotikatherapie nötig werden, besprechen Sie mit der Ärztin, ob Ihr Partner mitbehandelt werden muß.
Ihre nächtlichen Beschwerden beim Wasser lassen, kann ich mir nur mit der Größe und Lage der Gebärmutter erklären. Manchmal hat man das Gefühl, beim Leeren der Blase "scheuert" Sie an der Gebärmutter lang, was ein Gefühl ähnlich der Blasenentzündung macht. Sollte es eine echte Problematik sein, hätten Sie das Gefühl auch am Tag. Die Gardnerellaerreger können auch in der Harnröhre "sitzen". Das würde aber dann auch ständige Beschwerden machen. Trinken Sie genug? Manchmal kommen solche Beschwerden einfach davon, das man vor dem Schlafen zu wenig getrunken hat. Alles Gute, Ina

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