Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Verunsichernde Werte im Ultraschall und Schwangerschaftshormon"

Anonym

Frage vom 19.10.2009

Liebes Hebammen-Team,

meine Frau und ich suchen nach 2,5 Wochen auf und ab Ihren Rat:

Ein am 20.9 daheim durchgeführter Schwangerschaftstest ist negativ ausgefallen, am 25.9. hat "unsere" FÄ einen positiven Test durchgeführt, auf dem US war jedoch noch nichts zu sehen. Zyklusdauer mehr oder weniger regelmäßig zwischen 23 und 25 Tagen, zuletzt 26 Tage, Anfang der letzten Regel 23.8.2009.

An den Tagen nach der positiven und mit riesen Freude aufgenommenen Überrasschung hatte meine Frau regelmäßige Kontraktionen, z.T. mit sehr kurzem Abstand, so dass sie am 28.9. nochmals die FÄ konsultiert hat. Genaueres könne man aufgrund des frühen Stadiums noch nicht sehen, aufgrund der Kontraktionen hat meine Frau Magnesium verschrieben und Ruhe/Beine Hochlegen verordnet bekommen. Die Kontraktionen wurden weniger und schwächer, zur Sicherheit wurde am 30.9. nochmals ein US und ein ßHCG-Test durchgeführt, im US war ein kleiner Schatten/Fleck in der Gebärmutter zu sehen, vermutlich das sich einnistende Ei, daher Ausschluß einer Eileiterschwangerschaft. Riesige Erleichterung bei uns.

Am 7.9. dann der Schock, der ßHCG-Wert sei zwar gesteigen, aber zu gering, die Fruchthöhle leer. Diagnose der FA: wir sollten uns ggf. auf eine Abblutung oder Ausschabung gefasst machen, da äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, dass es noch klappt. Am 12.9. erneut US und ßHCG-Test, letzter stieg wieder erwarten der FÄ und ihres Praxis-Kollegen weiter an (glaube auf 1.300/1.500), die Fruchthöhle wies eine Größe von rd. 7,5 bis 8 mm auf. Am 16.9. wurde erneut keine Veränderung am US beobachtet, der ßHCG-Wert ist erneut angestigen, liegt jetzt bei über 4.000.

Gibt es aus Ihrer Sicht noch Chancen, dass es mit einer 'normalen' Schwangerschaft klappen kann?
Ist es möglich, dass durch eine mögliche spätere Befruchtung zu hohe Erwartungen an die optische Entwicklung lt. US-Bild gestellt werden?
Auch wenn wir leider nicht die genauen Werte vorliegen haben, erscheint der ßHCG-Wert angemessen oder zu niedrig für den skizzierten Verlauf?
Wie lange sollten wir noch warten? Die Unsicherheit setzt uns sehr stark zu.

Ganz herzlichen Dank für die super Unterstützung für alle, die bei Ihnen Rat suchen - toll, dass es Sie und diese Einrichtung hier gibt!

Antwort vom 20.10.2009

Hallo,

insgesamt ist zu sagen, dass die Kontrollen sehr früh angefangen haben, zu einem Zeitpunkt, an dem sich noch gar nichts definitives sehen oder sagen lässt. Auch die weiteren Kontrollen mit nur wenigen Tagen Abstand, sind nicht gerade förderlich für eindeutige Ergebnisse. s ist immer möglich, dass die Befruchtung erst später stattfindet und dementsprechend auch die "Entwicklung zurückbleibt". Da eine Eileiterschwangerschaft schon ausgeschlossen wurde, besteht keine Veranlassung nun weiterhin engmaschig zu kontrollieren. Solange keine Blutung auftritt, würde ich Ihnen empfehlen von einer intakten Schwangerschaft auszugehen und mit der nächsten Untersuchung erst mal abzuwarten. "Sicherheit" können Ihnen auch die häufigen Kontrollen nicht geben. Wenn sich eine Schwangerschaft nicht normal entwickelt, dann geht sie in den allermeisten Fällen von alleine ab. Bei sinkendem HCG-Wert ist die Schwangerschaft sicher nicht intakt. Das ist bei Ihnen nicht der Fall, es besteht jedoch auch kein Grund sie derzeit so häufig zu kontrollieren. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika

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