Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

Ausschabung wegen fehlendem Herzschlag?

Anonym

Frage vom 29.03.2005

Ich hoffe, hier Antworten auf all meine quälenden Fragen zu finden.

Ich habe meinen Eisprung laut Temperaturkurve ausgerechnet (ziemlich genau 17.02.2005). Ich müsste jetzt also 7+5 sein. Bei 4+4 habe ich meinen ersten positiven SS-Test gemacht. Bei 5+3 hatte ich einen Tag lang Schmierblutungen und war deswegen beim Arzt. Der hat einen Ultraschall gemacht und gesagt, dass alles ok ist, keine Blutungen mehr und im Ultraschall hat man die Fruchthöhle gesehen mit einem Pünkten drinnen (hat aber nicht pulsiert). Der Arzt hat auch gesagt, dass der Herzschlag noch nicht sichtbar sein kann, aber dass er in 2 Wochen da sein sollte.

Ich bin also gestern bei 7+4 (lt. meiner Berechnung) nochmals zum Arzt (diesmal aber ein anderer). Der hat den Ultraschall gemacht und gesagt, dass unser Baby seit max. 48 Stunden tot sei. Er hat mehrmals mit einem sehr modernen Gerät nach den Herztönen gesucht und es war einfach nichts hörbar und auch nichts sichtbar. Totale Stille. Dann hat er gesagt, dass unser Kind seit kurzer Zeit nicht mehr lebt und hat mir eine Überweisung zur Ausschabung geschrieben. Eine Blutkontrolle zwecks HCG Bestimmung hat er nicht gemacht. Er sagte aber auch, dass unser Baby zu klein wäre, bei dieser Grösse aber IMMER ein Herzschlag da sein muss. Das sind die Abmessungen:

Fruchtsack: 25mm
Embryo: 8.1mm
Dottersack: nur 3mm

Spricht das wirklich für eine Fehlgeburt? Mir kommt der Dottersack zu klein vor, der Rest aber eher normal. Könnte das eine Gelbkörperschwäche sein? Ich nehme seit gestern Utrogest 2 Kapseln vaginal und Magnesium Brause. Selbstmedikation von meiner Schwester, weil der Arzt mir kein Utrogest verschrieben hat. Ich hoffe, dass so noch was zu retten ist.

Ich will einfach nicht zur Ausschabung! Wehre mich innerlich sehr dagegen, denn ich habe riesige Zweifel daran, dass unser Kind nicht mehr lebt. Wenn vorher Herztöne dagewesen wären und jetzt plötzlich nicht mehr - ok, ich würde es begreifen. Aber so - der Arzt hat mich gestern zum 1. Mal untersucht. Ich habe vor zwei Wochen auch noch keine Herztöne gehabt. Wenn ich in mich hineinhöre, dann piepst da eine Stimme, die sagt: Ich lebe noch!!!

Nie im Leben würde ich es mir verzeihen, wenn ich eine Ausschabung an meinem lebendigen Wunschkind machen lassen würde.

Ich habe all das dem Arzt gestern gesagt und er hat gemeint, ich könne schon wenige Tage warten, allerdings nicht zu lange, da ein Infektionsrisiko für mich besteht. Stimmt das? Wie lange kann ich maximal warten, bis es "gefährlich" für mich selbst werden könnte? Oder ist das alles Unsinn?

Ich brauche einfach Zeit, um mir 1000%ig sicher zu sein, dass unser Kind nicht mehr lebt, bevor ich wirklich eine Ausschabung machen lassen kann. Bin am Boden zerstört, und doch schlummert in mir die Hoffnung, dass der Herzschlag doch noch kommt.

Ich habe keine Schmerzen und keine Blutungen. Gar nichts. Eine Ausschabung jetzt zu machen wäre für mich wie eine Abtreibung. Ich habe keine starken SS-Anzeichen, nur hin und wieder leichtes Spannen in den Brüsten, oft Hunger, aber dann keinen Appetit mehr auf bestimmte Speisen.

Ich bin heute zum Labor gefahren und hab gesagt, ich will meinen HCG Wert messen lassen. In 3 Tagen hab ich das Ergebnis. Wie hoch sollte der Wert bei 7+5 sein? Der Arzt gestern sagte, unser Baby habe die Größe für 6+3. Ich dachte mir, sollte ich zb. 2 Tage den ES später gehabt haben und die Einnistung im Allgemeinen, aus welchem Grund auch immer 3-5 Tage länger gedauert hat, dann hätte ich mich um 1 Woche verrechnet und die Größe würde passen (bis auf den Dottersack).

Ach, ich bin einfach so durcheinander. Bitte bitte, helft mir mit all diesen Fragen. Ich weiss, es KÖNNTE sein, dass unser Baby nicht mehr lebt, aber es KÖNNTE doch auch sein, dass es sehr wohl lebt und ich lebensmüde wäre, eine Ausschabung zu machen.

Danke für eure Hilfe.
Eure verzweifelte Anna-Laura
Hebammenantwort noch nicht online

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Feenzauber-79
Gelegenheitsclubber (0 Posts)
Kommentar vom 29.09.2012 11:42
Nachfrage
Liebe Monika,

ich bin genau in der gleichen Situation momentan. Ich sehe, Ihr Beitag ist mittlerweile einige Jahre alt, ich hoffe, Sie lesen diese Zeilen noch. Ich wollte nämlich fragen, wie es weiter ging? Lebt das Baby?
Hoffnungsvolle Grüße
Daniela

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