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Themenbereich: Fehlgeburt

Schlimme Erfahrung bei Fehlgeburt

Anonym

Frage vom 01.03.2017

Ich habe vor 3 Tagen mein Baby verloren in der 14 ssw. Vor 4 tagen bin ich mit Schmerzen in die Klinik und da wurde festgestellt dass mein Baby sich wohl seit der 9 ssw nicht weiter entwickelt hat.
Seit Feststellung dass mein Baby tot ist drängte man mich umgehen zu einer Abrasio. Diese lehnte ich ab , zum einen weil ich diese schlimme Nachricht erstmal verarbeiten musste zum anderen, weil ich versuchen wollte ob das alles auf natürlichem wege geht.
Dann erlebte ich den der klinik den schlimmsten Horror meines Lebens.

Ich hatte starke Schmerzen und bekam am Aufnahme Tag auch Medikamente . Am Folge Tag verweigerte man mir die Schnerztherapie weil ich weiterhin eine Abrasio ablenhte. Der Arzt teilte mir mir dass wenn ich mich nicht operieren lasse ich auch keine Schmerzmittel erhalte. Daraufhin habe ich die Klinik verlassen weil ich zum einen die Schmerzen nicht mehr aushalten konnte zum anderen weil dieses Verhalten für mich nicht akzeptabel war. Ich muss dazu erwähnen dass ich selber Intensivkrankenschwester und notfallsanitäterin bin.

Nach dem ich sie klinik verlassen habe, erfuhr ich von einer Freundin dass die Polizei mich suche. Der Gynäkologe der mir die Schnerztherapie verweigert hatte, hatte nun ein psych kg in die Wege geleitet da er der Meinung war dass eine Ablehnung der op selbstgefährdend sei und ich suizidgefährdet wäre.

Das war alles ein unglaubliches Martyrium und unglaublich abartig.

Unter massiven schmerzen musste ich mich einer Psychiaterin stellen. Diese war jedoch sehr nett. ErkanntE schnell dass diese Maßnahme haltlos ist und entließ mich nachhause.

Immer noch mit starken Schmerzen kollabierte ich vor der klinik und verlor mein Kind. Ich konnte unter all dem Blut die fruchthöhle und den Embryo deutlich erkennen. Das war der nächste horrer.
Ich wurde dann notafallmässig in der Gynäkologie aufgenommen . Man drängte in der neuen klinik erneut zu einer Abrasio , akzeptierte aber das ich diese ablehnte , überwachte mich stattdessen und verabreichte mir Schmerzmittel.
Am folge tag, also Gesten kollabierte ich in der klinik während des duschen erneut weil meine plazenta (2 Fäuste groß ) mit viel Blut und Gewebe abging . Mein hb ist in den 2 tagen von 15 auf 9.5 gefallen. Erneut riet man mir zu einer Abrasio. Ich lehnte wieder ab. Blutung und schmerzen sind seither rückläufig. Der hab hällt sich bei 9 , ich habe kein Fieber. Laut Ultraschall ist noch etwas Gewebe von der grösse ca 2x4cm in meinem uterus. Die Ärzte raten weiter zu einer Abrasio mit der begründung dass dieses Gewebe keines fals von alleine abgehen wird. Die Ärzte sid überzeugt dass ich septisch werden werde .

Dies sagten mir die Ärzte in der ersten klinik aber ach schon dass sowohl Fötus als auch Plazenta garantiert niemals von alleine abgehen werden da die schwangerschaft zu vorgeschritten sei. Und entgegen dieser Meinung ist das ja nun doch auf natürlichem wege abgegangen.

Ich möchte mach wie vor keinen operativen eingrif da ich entgegen der ärztlIchen Meinung den grossteils ja schon auf natürlichem wege geschafft habe , und so lange ich kein fieber kriege und der hb stabil bleibt sehe ich keinen grud operativ einzugreifen. Zumal so ein Eingriff ja auch riesige birgt.


Mein Kind zu verlieren ist für mich unglaublich schlimm da man mir seit 10 Jahren sagt ich kann keine Kinder kriegen . Diese schwangerschaft war ein kleines Wunder für mich, zumal ich mich mit dem nicht schwanger werden können abgefunden habe. Um so schlimmer ist es dass meine kleines Wunder nun gegangen ist. Dazu kommt dies abartig unmenschliche Behandlung der ersten klinke.


Meine Frage ist jetzt primär .wie kann ich meinen Körper unterstützen dass ich den Rest auch noch auf natürlichem Wege schaffe um eine Abrasio zu vermeiden .
Ich brauch den natürlichen weg einfach für meine Psyche um das alles besser verarbeiten zu können

Antwort vom 03.03.2017

Oje, es tut mir wirklich sehr leid, dass Sie zusätzlich zu diesem Schicksalsschlag auch noch eine so schlimme Erfahrung mit der Betreuung machen mussten. Und jetzt ist noch nicht mal das körperliche abgeschlossen. Es ist echt eine Schande, dass Sie sich in so einer Situation nur mit dem Internet zu helfen wissen.
Das Beste wäre, wenn Sie vor Ort eine Hebamme finden könnten, die Sie jetzt individuell unter Berücksichtung Ihrer Bedürfnisse und Sie ernst nehmend unterstüzt. Adressen finden Sie über die Hebammensuchmaschine bei Babyclub unter:
https://www.babyclub.de/hebamme/
Leider betreuen nicht alle Hebammen Fehlgeburten und regional ist es teilweise unmöglich wegen des Hebammenmangels kurzfristig eine Hebamme zu bekommen.Bitten Sie doch eine Freundin oder Ihren Partner nach einer zu suchen. Sollten Sie in einem Mangelgebiet leben, so ist die Suche für Sie alleine im Moment zu frustran.
Wenn Sie keine Hebamme finden oder wollen, dann gibt es auf jeden Fall flächendeckend Schwangerenbartungsstellen mit gut geschulten Mitarbeiterinnen, die mit emotional schwierigen Situationen umgehen können und Ihnen sicher gute, individuelle Hinweise geben können.
In Ihrer Schilderung sind einige Auffäligkeiten, die ich per Internet nicht beurteilen kann. So ist die Angabe, dass die Plazenta 2 Fäuste groß war unpassend zur 8. Schwangerschaftswoche und wenn Kind und Plazenta gleichzeitig kamen, ist es auch seltener, dass noch ein Rest in der Gebärmutter bleibt. Eventuell (das kann ich wirklich nur spekulieren) wurde etwas für Plazenta gehalten, was altes Blut war, das sich schon bindegewebig umgebaut hat. Das gilt sowohl für den bereits abgegangenen Teil auch auch für das was noch im Ultraschall zu sehen ist. Sollte die Klinik die Plazenta in die Histologie gegeben haben (was gut wäre) so können die Ergebnisse darüber Aufschluss geben. Die andere, wirklich sehr seltene und unwahrscheinliche Möglichkeit wäre, dass es sich um eine Partialmole gehandelt hat. Im ersten Fall würde sich ein alter Koagel langsam auflösen und Sie können beispielsweise Hirtentäscheltinktur oder Tabletten zur Unterstützung der Blutstillung nehmen, sowas wie Kräuterblutsaft, um die Eisenbildung zu unterstützen, Hühnersuppe essen (ganzes Huhn mit Knochen auskochen) und die Kontraktion der Gebärmutter unterstützen (Wehentee, Massagen, thermische Anwendundungen und oder schulmedizische Wehenmittel, wobei eher kontraktionsfördernde in Betracht zu ziehen sind, als "weichmachende" wegen der Blutungsgefahr). An Schmerzmitteln keines falls sowas wie Aspirin nehmen, weil das ebenfalls die Blutungsgefahr erhöht.
Wenn möglich, wäre es ideal, wenn Sie das mit einem Arzt oder einer Hebamme besprechen könnten. Beim Auftreten von Fieber oder starken Blutungen, kann ich Ihnen leider nichts anderes empfehlen als eine Klinik aufzusuchen. Was ich Ihnen noch dringend ans Herz lege ist, dass Sie kurzfristig eine psychotherapeutische Krisenintervention in Anspruch nehmen. Zum einen brauchen Sie einen Weg, um später mit dem Verlust umgehen zu können. Da merken Sie aber selbst ob und wann das an der Zeit ist. Das zweite ist diese Horrorerfahrung im Umgang mit Ihnen. Da gilt es einen Weg zu finden, der Sie nicht einfach hilflos darin zurück lässt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie da vorgehen können. Das hat aber alles Zeit. Jetzt vorrangig ist, dass Sie vor dem Hintergrund des Erlebten einen kurzfristigen Weg finden, wie Sie auf sich konzentriert, das unmittelbar anstehende abschließen können. Und dafür kann es hilfreich sein sich Unterstützung für die Psyche zu holen.Jemanden der/die die verschiedenen Ebenen mit Ihnen auseinander"klamüsert", damit Sie loslassen können und falls es nötig wird auch die Klinik in Anspruch nehmen können. Ein Schritt nach dem anderen. Die ersten haben Sie schon sehr gut bewältigt.
Ich schreib das jetzt wirklich ungern, aber falls die "zwei-Fäuste-groß" alles Plazenta waren und davon jetzt noch etwas drin ist, haben die Ärzte der zweiten Klinik recht und eine Cürretage wäre zu empfehlen. Wie lange Sie damit warten können, kann ich Ihnen nicht sagen. Auch dafür wäre der histologische Befund hilfreich. Vielleicht kann jemand für Sie in der Klinik nachfragen?
Ich drücke Ihnen die Daumen, dass der "körperliche Rest" jetzt gut und schnell von statten geht und Sie die Unterstützung finden, die Sie brauchen.
Es wäre für andere Frauen, die in ähnlichen Situationen sind, hilfreich, wenn Sie später mal über den weiteren Fortgang berichten würden. Sollten Sie Nachfragen zu einzelnen Punkten meiner Antwort haben, können Sie die Kommentarfunktion nutzen.
Herzliche Grüße, Monika Selow

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