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Themenbereich: Flaschennahrung

Isst mein Kind zuviel?

Anonym

Frage vom 18.06.2017

Hallo

Ich habe große,...äußerst große Bedenken! Vor zwei Tagen trank unser 14 Wochen alte Sohn äußerst wenig und fing auch während des trinkens auf einmal cholerisch an, zu schreien, er war da auch nur sehr schwer zu beruhigen! Das bereitete mir so derart große Sorgen, aber vor allem bereitete mir das wenige Trinken vorgestern so derart Angst, da es auch ziemlich heiß war und ich befürchtete, dass dies gesundheitliche Probleme mit sich bringt, darum fuhr ich mit ihm zum Kinderarzt!

Dort wog man meinen Sohn und die Kinderkrankenschwester war schockiert, dass er seit der letzten Untersuchung (bei Geburt am 15.03.17- 3310g; am 04.04. -3830g; am 24.04.17 - 4872g; und jetzt wiegt er 6120 g) Die Kinderkrankenschwester war schockiert und fragte, was und wieviel ich ihm
füttere. Da ich nicht stillen kann, bekommt er BEBA PRE HA und davon trinkt er mir 180 ml pro Fläschchen, trinkt aber nicht immer alles sofort aus und daher kann es auch durchaus vorkommen, dass ich dies auf zweimal gebe, aber nur, wenn es nicht älter als 1 Std ist! Im Durchschnitt trinkt er pro Tag rund 4, max. 5 Fläschchen!

Mir macht dies alles sehr große Sorgen, ich will ihn nicht bewusst mästen, aber auch nicht hungern lassen! Jetzt versuchte ich ihm zwischenzeitlich Tee (Fenchel ungesüßt) zu verabreichen, auch wegen seiner Blähungen! Den verweigert er mir aber komplett, daher steigt meine Angst umso mehr, dass ich ihn bereits zum "viel essen" bewegt habe! Was ich aber nicht verstehe, denn bei der aller ersten Untersuchung fragte ich noch, wieviel mein Sohn davon trinken darf und da hieß es, soviel er möchte, denn mit der PRE Nahrung kann ich ihn nicht überfüttern! Ja was NUN? Soetwas macht mich sehr wütend, denn einmal heißt es das und dann wieder DAS, woher soll eine frisch gebackene Mama dann wissen, was sie falsch oder richtig macht! Momentan denke ich, ALLES FALSCH GEMACHT ZU HABEN!

Jetzt hätten wir uns einen tollen 3 - 4 Std. Rythmus erarbeitet und dann war im Endeffekt doch ALLES FALSCH!?! Ich bin leicht am Verzweifeln und weiß nicht, wen ich fragen kann!

Wenn er sein Pensum erreicht hat, darf ich ihm nichts mehr geben? Ist doch eine sartistische Art und Weise!?!

BITTE UM HILFE
Bitte an wanner.romana@gmail.com senden!
Ich brauche dringend einen Tipp von jemanden, der richtig Ahnung hat!

Antwort vom 19.06.2017

Hallo, zunächst einmal: Sie haben gar nichts "falsch" gemacht, sondern Ihr Baby so ernährt wie es sich für Sie richtig angefühlt hat, wie Ihr Kind es vorgegeben hat und wie es allgemein empfohlen wird. Pre-Milch kann nach Bedarf gegeben werden und ein vorgegebener Rythmus muss auch nicht eingehalten werden.
Warum die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes für die Sprechstundenhilfe "schockierend" ist, kann ich nicht nachvollziehen. Noch weniger, wieso Ihr Kinderarzt Sie dazu nicht beraten hat, wenn die Gewichtskontrolle angeblich ein auffälliges Ergebnis hatte.
Eigentlich liegt das Gewicht Ihres Kindes im Normbereich.
Eine Gewichtskurve mit den Durchschnittswerten für Jungen finden Sie unter folgendem Link:
http://www.who.int/childgrowth/standards/cht_wfa_boys_p_0_6.pdf?ua=1
Dort können Sie probehalber die gemessenen Gewichte eintragen entsprechend der Lebenswochen.

Es existieren eine ganze Reihe solcher Kurven, die sich leicht unterscheiden. Diese hier ist von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, und damit weithin anerkannt.
Die grüne Kurve stellt den Durchschnitt aller Kinder dar. Zwischen der grünen und den orangen Kurven befinden sich 70% aller Jungen und auch Ihr Kind. Damit ist alles in Ordnung und es besteht keine Notwendigkeit für Maßnahmen, wie Einschränkung der Nahrungszufuhr. Diese sollte sowieso nur dann erfolgen, wenn weitere Faktoren betrachtet werden und die Gesamtentwicklung sowie der Gesundheitszustand und das was innerhalb der Familie "normal" ist.
Wäre Ihr Kind auffällig, hätte der Arzt dies mit Ihnen besprechen müssen. Das wäre frühestens der Fall, wenn das Gewicht Ihres Kindes zwischen der orangen und der roten Linie läge. In diesem Bereich sind 12% der Kinder, die leichter sind und 12% der Kinder, die schwerer sind als alle anderen. Oberhalb dieses Gewichtes sind dann nur noch 3% aller Kinder. Auch dann kann noch alles normal sein, aber es sollte abgeklärt werden und besprochen ob weitere Untersuchungen erforderlich sind oder Maßnahmen, wie eine Nahrungsumstellung. Das wäre der Fall gewesen, wenn Ihr Kind mit 14 Wochen über 8 Kilo gewogen hätte.
Als Fazit kann ich Ihnen nur raten die Maßnahmen wieder einzustellen, die Sie zur Reduzierung der Trinkmenge angefangen haben.
Wenn Ihr Kind Fencheltee nicht mag, können Sie ihm abgekochtes Wasser anbieten, wenn Sie, jetzt wo es so heiß ist, das Gefühl haben, dass er zusätzliche Flüssigkeit benötigt. Ob Ihr Kind eventuell zuwenig Flüssigkeit hat, erkennen Sie daran, wenn die Windeln trocken bleiben. Wenn genügend Flüssigkeit ausgeschieden wird, hat er auch genug bekommen. Wenig und konzentrierter (dunklerer) Urin bedeutet zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf.
Sollten Ihr Kinderarzt oder seine Angestellten irgendetwas auffällig, bedenklich oder "schockierend" finden, dann bitten Sie um eine genaue Erläuterung dessen was ist und welche Maßnahmen sie für erforderlich halten. Wenn Sie das nicht bekommen, können Sie über einen Wechsel nachdenken. Das Internet ist kein optimaler Ersatz für die Beurteilung und Beratung durch erfahrene Kinderärzte, weil die Möglichkeit des Nachfragens und Anschauens nicht gegeben ist. Antworten können daher immer nur allgemeiner Natur sein und damit auch "falsch" für den Einzelfall.
Ganz allgemein: Die Expertin für IHREN Sohn sind SIE. Nur Sie sehen Ihr Kind so viel und beobachten so genau. Wenn Ihnen etwas ganz gegen das eigene Gefühl geht, dann liegen Sie wahrscheinlich richtig. Wenn Sie sich Sorgen machen, benötigen Sie Rat/Unterstützung von jemandem bei der/dem Sie sich ernst genommen und verstanden fühlen. Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie in Ihrer Region noch mal schauen, ob sich eine gute andere Unterstützung anbietet.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute mit Ihrem Kind, Monika Selow

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