Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Unklare Ergebnisse- nicht intakte Schwangerschaft?"

Refinnej
Gelegenheitsclubber (0 Posts)

Frage vom 13.09.2017

Hallo,

Ich bin 28 Jahre alt und habe Endometriose.
Ich bin ziemlich schnel,l nach 3 Monaten schwanger geworden.
Meine letzte Periode war von 7-12.8 Und ich habe keinen regelmäßigen Zyklus, erster Zyklus waren 22 Tage, zweiter Zyklus waren 2, weiter weiß ich nicht, da ich schwanger wurde:)
Am 4.9 habe ich positiv getestet. Am 6.9 hatte ich gleich einen Termin beim Frauenarzt, der dies bestätigt hat mir SSW 4+2. Auf Ultraschall kleine fruchthöhle von ca 0,4 cm gefunden.
Am 8.9 habe ich einseitiges stechen/ ziehen linke Seite bekommen, angerufen ich soll kommen.
Blut abgenommen, hcg Wert 958.48. Gelbkörperzyste linker eierstock gefunden, sonst alles i.o.
Mein Frauenarzt sagte er kann eine eileiterschwangerschaft nicht ausschließen und er möchte mich Montag wieder sehen.
Montag SSW 5+0 Blut abgenommen hcg Wert über 3400. Ultraschall fruchthöhle ca 0,5mm ... die fruchthöhle wurde zweimal von verschiedenen Ärzten gemäßen und ich war bei den 3 Termin bei 3 verschiedenen Ärzten.
nun seine Aussage:
Bis Freitag SSW 5+4 muss etwas zu sehen sein also dottersack oder die fruchthöhle gewachsen sein, sonst ist es eine nicht intakte Schwangerschaft...
Darauf bin ich ehrlich gesagt sooo verunsichert und weiß nicht was ich tun soll... soll ich eine zweitmeinung einholen? Ich bin so ratlos, es ist meine erste Schwangerschaft.

Ich hoffe sie können mir helfen.
Mit ganz lieben Grüßen

Antwort vom 13.09.2017

Hallo,
also: wenn eine Fruchtblase in der Gebärmutter sichtbar ist, dann handelt es sich nicht um eine Eileiterschwangerschaft.
Es bringt überhaupt nichts, wenn verschiedene Ärzte sehr früh und oft untersuchen. Das führt regelhaft nur zu unterschiedlichen Aussagen und Verunsicherung. Es besteht überhaupt kein Grund zur Eile und das Beste was Sie jetzt tun können, ist eine Pause mit Untersuchungen einlegen und dem Kind mal eine Chance für Wachstum geben. Zwischen zwei Untersuchungen und zur sicheren Diagnose einer "nicht intakten Schwangerschaft" sollten zwei Wochen zwischen den Untersuchungen liegen, mindestens eine.
Der erste US nach Mutterschaftsrichtlinien ist erst für die 9.- bis 10. Woche vorgesehen, weil dann alles groß genug ist, um es vermessen und sicher beurteilen zu können. Bis jetzt ist festgestellt worden, dass die Schwangerschaft in der Gebärmutter sitzt, dass ein Wachstum da ist und dass der HCG-Wert steigt. Das reicht für die Schwangerschaftswoche, um von einer intakten Schwangerschaft auszugehen und einfach "guter Hoffnung" zu sein.
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Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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Hilfe aus der Community zu "Unklare Ergebnisse- nicht intakte Schwangerschaft?"
Refinnej
Gelegenheitsclubber (0 Posts)
Kommentar vom 14.09.2017 14:39
Nicht intakte Schwangerschaft?
Okay, ich verstehe das, dann würden sie Diesen Freitag nicht mehr zur Kontrolle gehen?
Wenn Ja, wann würden sie wieder gehen?
Ab wann sollte man ca den dottersack sehen und ab wann ca den Embryo?
Ich verstehe auch nicht wieso ich so früh einen teemin bekommen habe....
Mein Problem ist einfach, das ich einer Arbeit nach gehe wo ich mit stark infizierten Personen zu tun haben könnte und ich bei Schwangerschaft nicht mehr arbeiten darf.

Mit lieben Grüßen
Kommentar vom 15.09.2017 03:48
Arbeit mit infektiösen Personen
Hallo,
sobald Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass Sie schwanger sind, muss er dafür sorgen, dass Sie keinen vermeidbaren Gefahren durch Ihre Arbeit ausgesetzt sind. Es ist also Sache des Arbeitgebers Sie entweder frei zu stellen von der Arbeit oder Ihnen einen ungefährlichen Arbeitsplatz zu geben.
Das Vorliegen einer Schwangerschaft reicht dafür aus. Zusätzlicher Bestätigungen durch Sichtbarkeit von Herztönen o.ä. bedarf es nicht. Es kann aber sein, dass Ihr Arbeitgeber eine Bescheinigung haben will. Diese kann Ihnen ein Arzt oder eine Hebamme ausstellen.Da die ersten Wochen eine sensible Zeit sind, muss nicht erst ein bestimmtes Schwangerschaftsalter erreicht sein, wo die Möglichkeit einer Fehlgeburt geringer ist.
Die Entwicklung des Embryos sollte sichtbar sein, wenn die Fruchtblase 25 mm groß ist, nicht zu einer bestimmten Zeit. Ein Herzschlag müsste sichtbar sein, wenn der Embryo ungefähr einen Zentimeter lang ist. In Deutschland gibt es keine Leitlinien, die auf wissenschaftlicher Grundlage basieren und für die Frühschwangerschaft einheitliche Empfehlungen geben. So sagt jeder was anderes und hat ein anderes Vorgehen. Die deutschen Mutterschaftsrichtlinien greifen erst ab ca. 9. SSW..
International gibt es jedoch Leitlinien, meist in Englisch, die aber immer eine Weile brauchen, bis sie hier bei allen ankommen.
Die obigen Angaben finden Sie unter folgendem Link:
https://www.nice.org.uk/guidance/CG154/chapter/1-Recommendations#diagnosis-of-viable-intrauterine-pregnancy-and-of-ectopic-pregnancy

Viele Ärzte geben erst frühestens zwei Wochen nach Ausbleiben der Menstruation und positivem Test den ersten Termin und dann routinemäßig erst wieder in vier Wochen oder wenn etwas besonderes vorliegt. Die einzige Folge von kurzfristigen Terminen ist eine "Kontrolle" und dann findet sich regelmäßig erst "aufgebaute Schleimhaut, aber keine deutliche Fruchtblase", dann "eine Fruchtbalse aber kein Embryo" und dann ein Embryo aber kein Herzschlag". Außerdem gibt es noch Tabellen mit Mittelwerten, die angeblich taggenau angewendet werden können. Tatsächlich gibt es in der Entwicklung aber eine beträchtliche Bandbreite, zusätzlich kommen unterschiedliche Untersucher mit unterschiedlichen Geräten zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Bis auf die Bestätigung des Sitzes in der Gebärmutter, bringen diese frühen Ergebnisse einfach nichts, weil sich Fehlgeburten nicht vorhersagen lassen und sie sind auch nicht zu verhindern.
Es gibt aber auch keinen Grund solange von einer möglichen Fehlgeburt auszugehen, bis das Gegenteil bewiesen ist, da die allermeisten Schwangerschaften weiterbestehen und weil dies zu einer unnötigen Belastung der Frau führt.
Ich persönlich würde deshalb auf die kurzfristigen Kontrollen verzichten. Letztendlich muss aber jede Frau selbst entscheiden, mit welcher Art von Betreuung sie sich gut betreut fühlt und welche der angebotenen Untersuchungen sie wahrnehmen möchte. Wenn einmal Zweifel gesäht sind, ist die Ungewissheit manchmal auch schwer auszuhalten.
Ein entspannterer Start in die Schwangerschaft ist es, wenn der erste Termin in der rechnerisch 6. SSWoder später stattfindet, höchstens einmal der Sitz in der Gebärmutter bestätigt wird und danach erst dann wieder geschaut wird, wenn es nach den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen ist. In der Zwischenzeit kann die Frau solange von einer intakten Schwangerschaft ausgehen, wie Sie selbst keine Anzeichen einer Fehlgeburt feststellt (Blutungen, Schmerzen). Die Ergebnisse sind bei den unterschiedlichen Vorgehensweisen gleich.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für den weiteren Verlauf, Monika Selow

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