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Themenbereich: Medikamente in der Schwangerschaft

Vagi-Hex in der Frühschwangerschaft

Anonym

Frage vom 16.07.2018

Liebes Team,
Bisher war ich stiller mitleser und bin gerade total verunsichert. Ich bin heute 11+2 und habe immer mit leichtem scheiden Juckreiz zu kämpfen - aber alles auszuhalten. Ich hatte eine Pilzinfektion, do behandelt wurde. Letzte Woche ab 10+1 sollte ich dann vorsorglich VAGI Hex nehmen. Das hab ich fünf Tage gemacht und eben erfahren, dass man es in der frühschwangerschaft nicht nehmen darf. Die zweitmeinung eines Arztes sagte das auch aus. Nun bin ich verunsichert, was kann passiert sein mit meinem Baby?
Bin total verzweifelt

Antwort vom 17.07.2018

Hallo,
Vagi-Hex ist ein Desinfektionsmittel für die Scheide, das später in der Schwangerschaft auch bei vorzeitigem Blasensprung eingesetzt wird. Sehr viele Hersteller von Medikamenten raten von der Einnahme ihrer Medikamente in der Schwangerschaft, insbesondere in der Frühschwangerschaft ab. Der Grund ist nicht, dass die Schädlichkeit nachgewiesen wurde, sondern dass Arzneimittelstudien mit Schwangeren Frauen nur sehr selten durchgeführt werden und dass die Mittel daher nicht ausdrücklich für diese Zeit zugelassen sind. Es liegen also zu wenig Erfahrungen vor, um überhaupt eine Aussage treffen zu können oder "der Markt" der Schwangeren und Kinder wird bewusst nicht bedient, weil es sich finanziell nicht lohnt dafür eine Zulassung zu erwerben. In der Folge bleibt oft gar kein zugelassenes Medikament als Alternative und Mittel werden verordnet, die laut Herstellerangaben nicht dafür empfohlen sind.
Nun ist die Scheidendesinfektion als prophylaktische Maßnahme nicht alternativlos. Möglich wäre auch die Scheidenflora mit Milchsäurebakterien zu verbessern, damit die Anfälligkeit für Pilzinfektionen sinkt. Sinnvoll ist auch der Verzicht auf Zucker in der Ernährung, auch sparsamer Umgang mit Obst und Obstsäften.
Das bedeutet, dass die Behandlung mit Vagi-Hex nach derzeitig üblicher Vorgehensweise abweicht von dem was andere Machen oder empfehlen. Es bedeutet aber nicht, dass nun Schäden zu erwarten sind, weil es nicht genügend Erfahrungen damit gibt.
Sie können sich unter folgendem Link an Embryotox wenden:
https://www.embryotox.de/einfuehrung.html
Das Mittel ist online zwar nicht gelistet, aber es ist in Deutschland die Organisation, die über die fundiertesten Informationen zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit verfügt.
Solange nichts gegenteiliges feststeht, würde ich Ihnen empfehlen davon auszugehen, dass mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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