Themenbereich: Baby-Alltag

seit 14 Tagen nächtliche Wachphasen

Anonym

Frage vom 07.01.2019

Liebe Hebammen,

zuerst möchte ich euch für eure tolle Arbeit danken und, dass man die möglichkeit hat hier kostenlos Fragen zu stellen!

Mein Sohn ist nun 7 Monate alt und mittlerweile sehr mobil, krabbelt, sitzt und zieht sich an Möbeln hoch. Wir haben ein abendliches Einschlafritual und bis vor kurzem schlief er dann auch, natürlich mit unterbrechungen zum Stillen alle 3-4 Stunden, von ca 20-8 Uhr. Bis heute klappt das Einschlafen abends mit Einschlafstillen problemlos, nur wird er seit nun etwa 2 Wochen täglich nachdem er abends eingeschlafen ist, nach c.a. 2-4 Stunden wieder wach und ist dann auch hellwach.
Wir bekommen ihn dann erst nach frühstens 2 Stunden Wachphase wieder zum schlafen, doch dass ist dann auch meistens schwierig und langwierig! Obwohl er sichtlich müde ist und gähnt, kann er irgendwie nicht einschlafen und ist motorisch unruhig. Dass heist für mich und meinen Mann dann schonmal 30-45Minuten schaukeln.Schläft er dann endlich ein (das ist meist zwischen 24 und 2 Uhr Nachts) wird er entsprechend am nächsten Morgen erst um 10 Uhr teilweise sogar um 11Uhr wach (natürlich mit Unterbrechungen zum Stillen).
Ich hatte gehofft das sei nur eine kurze Phase aber nun halten die nächtlichen Wachphasen schon seit 14 Nächten an und wir sind deutlich erschöpft! Was können wir tun, damit diese nächtlichen Wachphasen wieder aufhören? Sollten wir ihn am Morgen früher wecken, damit sein Rythmus sich wieder verschiebt? Wenn er nachts wach wird sind wir dazu übergegangen ihn einfach spielen zu lassen, da er, wenn wir versuchen ihn zum schlafen zu bewegen (Stillen, schaukeln, tragen etc.) das schnell merkt und dann meckert und weint. Schneller einschlafen tut er aber dann auch nicht, sondern erst wie gesagt frühstens wieder nach einer Wachzeit von 2 Stunden.
Wir schlafen im Familienbett und somit ist es leider keine Option ihn selbstständig spielen zu lassen und selber weiterzuschlafen (habe ich jetzt schon öfter als Tipp bekommen von anderen Mamis). Zudem glaube ich nicht, dass er dann irgendwann selbsständig wieder einschlafen wütrde, da er das bis jetzt noch nie getan hat. Er braiucht immer Unterstützung um in den Schlaf zu finden (Stillen, Schaukeln, Tragen).
Momentan hat er noch 2 Tagesschläfchen von insgesamt 3 Stunden. Ich denke daher nicht, dass es daran liegt, dass er tagsüber zu viel schläft?!Wann sollte der letzte Tagesschlaf vor dem nächtlichen zu Bettgehen sein?
Ich hoffe ihr habt einen Rat für mich!

Liebn Gruß und Dankeschön

Antwort vom 11.01.2019

Hallo!
Es ist wirklich hilfreich zu schauen, dass im Alter Ihres Kindes und älter das letzte Schläfchen vor dem Nachtschlaf nicht zu nah endet. Meistens ist ein Abstand von meist 2-3 Stunden nötig. Das bedeutet manchmal auch, die Kinder rechtzeitig sanft zu wecken, damit sich die Bettgehzeit nicht so deutlich verschiebt. Gleichzeitig verändert sich bei vielen Säuglingen im Alter Ihres Sohnes die Schlafmenge über 24h verteilt und somit auch die Länge und Häufigkeit des Tagesschlafes. Das heißt, dass es sein kann, dass die Schlafmenge Ihres Sohnes insgesamt seinem Bedarf übersteigt, sprich vermutlich braucht er nicht mehr ganz so viel Schlaf. Zwischenzeitlich besteht der neue Rhythmus Ihres Sohnes schon seit über 14 Tagen, das ist fast schon eine "magische Zahl" der Veränderung. Das bedeutet, Veränderungen sind erst dann konstant, wenn sie 14-21 Tage lang auch konsequent durchgezogen wurden. Ich würde Ihnen also vorschlagen, Ihren Sohn morgens nicht länger schlafen zu lassen und jeden Tag ihn ein bisschen früher zu wecken, denken Sie am ehesten in 15-20min Zeiten. Gleichzeitig schlage ich Ihnen vor, dass Sie sich überlegen, welche Möglichkeiten es gibt für Sie und Ihren Sohn, dass seine Eigenständigkeit im Einschlafen am Tag gefördert wird. Schauen Sie, was er noch braucht, was er schon alleine schaffen könnte (mit Ihrem Angebot und Gefühl dazu), denn damit verbessern Sie seine Autonomie auch in der Nacht, sich selbst wieder in den Schlaf hinein zu regulieren. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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