my babyclub
menü
babyclub.de - alles rund um Baby, Schwangerschaft, Geburt, Vornamen, Hebammen
Bitte einloggen

Passwort vergessen?
Noch nicht Mitglied?
Kostenlos registrieren
Themenbereich: Fehlgeburt

Verschiedene Messergebnisse bei Verdacht auf Missed Abortion

Anonym

Frage vom 29.07.2019

Hallo, ich habe am letzten Donnerstag einen SS-Test gemacht der schnell ein Positives Ergebnis anzeigte.
Meine Letzte Periode war am 18.Mai, was heißt ich wäre rechnerisch heute in der 10+4, oder?
Heut morgen war ich beim FA, es war alles da, Fruchtblase, Embryo aber kein Herzschlag.
Er miss die SSL und es stand die Woche 8+6 da.
Er überwies mich zur Klinik mit dem Worten missed abortion. Da hatte ich 5h später einen Termin bekommen, als ich dort war bestätigte mir die Ärztin seine Vermutung, doch bei ihr ergab die SSL 9+4. Die Ausschabung sollte in 3 Tagen folgen, die ich ablehnte! Nun habe ich am 13.8. einen Termin bekommen. Kann sich bis dahin evtl noch etwas ändern oder kann in der Zeit ein "normaler" Abgang entwickeln? Wie kann es sein das verschiedene Ärzte in nur einem Abstand von 5 Stunden zwei verschiedene Ergebnisse habe die 1 Woche entschprechen? Die Ärztin meinte ich müsste sofort bei Blutung in die Klinik bzw ins Kkh fahren? Ich fühl mich körperlich zwar sehr fit aber selig weis ich nicht wie ich das verarbeiten soll.

Antwort vom 31.07.2019

Hallo, sowohl die Berechnung anhand der letzten Menstruation als auch die Errechnung des Schwangerschaftsalters anhand von Messdaten der Fruchtblase und des Embryos sind nicht so exakt wie oft vermutet wird. Es werden unterschiedliche Tabellen verwendet und die Programme der Geräre können auch unterschiedliche Ergebnisse ergeben. Hinzu kommt, dass unterschiedliche Untersucher leicht unterschiedliche Messpunkte wählen und die Angaben sowieso nur den Durchschnitt wiedergeben. Der Durchschnitt wird durch viele Messdaten errechnet, wobei die einzelnen Messungen eine große Bandbreite aufweisen. Zuverlässiger werden die Angaben mit der Zeit, also mit einer Wiederholung der Messungen in einem gewissen Zeitabstand, der nicht unter einer Woche liegen sollte, damit auch Zeit für Entwicklung ist.
Auf eine bevorstehende Fehlgeburt lässt sich nur zuverlässig schließen, wenn der Embryo bereits einen Zentimeter lang ist und keine Herztöne hat. Außerdem, wenn zuvor schon deutlich Herztöne sichtbar waren, diese ausbleiben und der Embryo nicht weiter gewachsen ist. Das sinnvollste, was Sie jetzt tun können ist mindestens eine Woche abwarten und dann erneut nachschauen lassen.
Wenn eine Fehlgeburt sicher diagnostiziert ist, was ich aus Ihren Angaben bis jetzt nicht erkennen kann, gibt es die Möglichkeit der Ausschabung. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer medikamentösen Einleitung oder des Abwartens bis die Fehlgeburt von alleine einsetzt. Alle Methoden haben Vor- und Nachteile, es gibt aber keine eindeutigen Belege dafür, dass eine Methode besser wäre als die andere. Deshalb sollten Sie selbst entscheiden welches Vorgehen für Sie am Besten zu akzeptieren ist. Solange Sie Zweifel an der Diagnose haben, ist Abwarten immer eine Alternative. Bitte lassen Sie sich beim nächsten Termin noch mal ausführlich von den Ärzten beraten. Sie können auch eine freiberufliche Hebamme zu Rate ziehen oder eine unabhängige Schwangerenberatungsstelle aufsuchen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

0

Neuen Kommentar verfassen

Um einen neuen Kommentar zu verfassen, musst du angemeldet sein. Bitte melde dich hier an.


Jetzt kostenlos persönliche Frage stellen: