Themenbereich: Abstillen

"Stillen nach Einnahme von Bromocriptin..."

Anonym

Frage vom 20.06.2007

Hallo,
unser 2. Sohn wurde am 12.3. geboren und hat von Anfang an eine Brust bevorzugt - nicht ungewöhnlich. Seit 5 Tagen war das Stillen aber "extrem", er hat nur noch geschrien und die Brust verweigert. Daraufhin hat unsere Hebamme empfohlen, abzustillen, da der kleine Mann sich das Stillen wohl selber abgewöhnt hat. (mal nebenbei: Beruhigungssauger hat er nie genommen, sein großer Bruder (jetzt 2,5) auch sehr früh nicht mehr.

DIe Milch kann aber auch nicht schlecht gewesen sein, Geburt 55cm/3650g, 12 Wochen später 67/6650

1. Tag ohne Brust 2 x eine halbe Bromocriptin und schon Übelkeit, Kreislaufprobleme....am 2. Tag (heute) nach einer ganzen noch größere Probleme.
dazu harte, schmerzhafte Brüste. Abgepumpt, ausgestrichen...Besserung

Wir haben uns jetzt entschlossen, das Abstillen selber in die Hand zu nehmen und es langsamer ausklingen zu lassen...ggf ein paarmal Abpumpen (anfangs morgens und abends, bis es weniger wird, vorher 5-6 Stillmahlzeiten.
Unterstützt mit CoolPads und Salbeitee

Meine Frau (ja, hier schreibt auch mal ein Mann zum Abstillen;) ) fand das Gefühl des Stillens aber sehr innig und möchte versuchen, ob er die Nachtmahlzeit von der Brust nimmt.

Unsere Fragen:
ab wann kann sie nach Einnahme von Bromocriptin dem Kleinen wieder die Brust anbieten? Lieber ein paar Tage warten? Insgesamt hat sie nur 2 Tabletten genommen.

und

Gibt es "DAS" Rezept für sanftes Abstillen?
Wenn er die Brust nicht mehr möchte 2x Abpumpen am Tag, vielleicht eine Woche lang, dann eine Woche 1 x Abstillen?

Besten Dank

Antwort vom 22.06.2007

Hallo,

schade, daß das Abstillen so abrupt und auch so schmerzhaft gewesen ist oder noch ist.
Also, nach den Tabletten können Sie trotzdem noch versuchen anzulegen, wenn noch genügend Milch da ist. Daß die Brust so voll und gespannt ist, zeigt, daß Ihre Frau eigentlich doch sehr viel Milch hat, dazu paßt auch auf jeden Fall das Gewicht Ihres Kindes.
Ich würde in aller Ruhe noch einmal versuchen das Kind anzulegen, wenn es nicht klappt, dann würde ich die Pumpe benutzen um die Schmerzen in den Griff zu bekommen.
Da Ihre Frau das Stillen eigentlich als sehr schön empfunden hat, wäre es doch auch eine Zwischenlösung teils zu stillen und zuzufüttern. Finde ich immer noch eine bessere Variante als ein so extremes Ende.
Die Brust regelt die Milchproduktion ganz simpel, mehr Nachfrage, mehr Angebot, d.h., wenn Sie jetzt häufiger pumpen oder anlegen wird die Produktion auf dem jetzigen Level gehalten, wollen Sie dennoch abstillen, hilft Salbeitee, ein gut sitzender BH, weniger Trinken und langsam selteneres anlegen oder pumpen.
Versuchen Sie noch einmal in aller Ruhe und ohne Zwang und Angst das Kind anzlegen, in der Not haben Sie ja noch immer die Pumpe und dann sind Sie nicht auf die Medikamente angewiesen. Denn die Nebenwirkungen sind erheblich wie Sie gemerkt haben.

Ich drücke Ihnen die Daumen!
Diekmann

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