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"Liegt es an den Zähnen, dem Hunger, dem wunden Po?"

Anonym

Frage vom 04.06.2010

Hallo liebes Hebammen-Team,
mein kleiner Mann ist 4 Monate und 2 Wochen alt und steht ausgesprochen gut im Futter (3 Mo gestillt, dann aber nur Pre gefüttert!!). So nun hat er heute über Nacht plötzlich einen total wunden Popo bekommen. Außerdem ist er in den letzten Wochen fürchterlich weinerlich, schläft schlecht, sabbert wie die Angst, hat ständig den Daumen im Mund, ABER er hat immer viel Hunger, manchmal 1000-1600 ml/24 Std. Und wenn er mal nicht gleich was bekommt tobt er. So nun meine Fragen: Wird mein Baby noch satt?? Oder ist es ein Entwicklungsschub?? Oder die Zähne?? (man sieht noch nix). Weiß bald nicht mehr weiter.... Nachts ist er auch ständig wach und tags schläft er dann übermüdet ein.
Lieben Dank

Antwort vom 06.06.2010

Hallo!
Bei Ihnen scheint gerade alles zusammen zu kommen. Einerseits klingt es sehr danach, als hätte er einen immensen Druck im Kiefer von möglichen wachsenden Zähnen. Probieren Sie doch, ob es ihm gut tut auf entsprechenden halb-harten, evtl. kühlen Materialien zu kauen. Manche Kinder geniessen sogar eine Massage der Kauleisten von der Mama, mit Tuch oder diesen sog. Erst-Zahnbürstchen, die frau über die Finger ziehen kann (oder ähnliches). Dazu passen auch häufig viel Speichel und dann der wunde Po. Viel Luft, Licht, Sonne (Wickeltisch, ohne Windel spielen etc.), Heilwolle in die Windel und manchmal geht es nicht ohne Zinkcreme. Manchmal helfen für die Nacht auch die Virbucol Zäpfchen. Zugegeben, Ihr Sohn scheint ein ziemlicher Esser zu sein und die ml-Menge überschreitet die empfohlende Tagesmenge. Prinzipiell können Sie es mit einer 1er Nahrung probieren und schauen, ob die darin enthaltende Stärke ihm eine längere Sättigung verschafft. Prinzipiell sollte Ihr Sohn mit seinem Gewicht auf seiner individuellen Kurve bleiben. Da Sie nicht mehr Stillen, profitiert Ihr Kind vielleicht davon, wenn Sie mit der Beikost beginnen. Erfahrugsgemäss kann das einen Umschwung bringen, was die Milchmenge angeht. Da Säuglinge in dem Alter leider ständig Entwicklungsschübe durchmachen, kann auch das gut sein. Allgemeine Prinzip bleibt das Durchhalten und das Geben von festen Tagesstrukturen. Wenn Säuglinge um den 4./5. Monat alt sind, merken Mütter erneut wieder, dass der eigene Mittagsschlaf Gold wert ist („Putzen ade). Alles Gute und einen schönen ersten Sommer miteinander, Inken Hesse, Hebamme


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