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Themenbereich: Dammschnitt / -riss

Bei der Geburt meiner Tochter hatte ich einen Kaiserschnitt...

Anonym

Frage vom 28.09.1999

Bei der Geburt meiner Tochter hatte ich einen Kaiserschnitt wegen Geburtsstillstands und relativem Kopf-Becken-Mißverhältnisses. Ich hatte im nachhinein den Eindruck, daß u.a. die schlechte Betreuung durch die desinteressierte und gelangweilte Krankenhaus-Hebamme mit ein Grund für den Kaiserschnitt war und weil mich im Verlauf der Geburt völlig der Mut verlassen hatte. Beim nächsten Kind möchte ich
daher vielleicht in ein Geburtshaus gehen. Geht das, nachdem die erste Geburt ein Kaiserschnitt war? Wie groß ist Eurer Erfahrung nach die Chance, daß eine weitere Geburt nach dieser Diagnose spontan verläuft?
Hebamme

Antwort vom 06.10.1999

Zuallererst möchte ich Ihnen Mut machen...sollten Sie zu den 5% der Frauen gehören, bei denen nach einer Beckenausmessung bzw. -austastung festgestellt wird, daß eine echte Beckenverengung vorliegt, und zwar des 3. und 4. Grades, so muß immer eine Schnittentbindung durchgeführt werden. Bei verengten Becken des 1. und 2. Grades, die zusammen 95% ausmachen, kann ein Verlauf unter der Geburt abgewartet werden, mit Einschränkungen. Hier kommt es u.a. auf die Größe des kindlichen Kopfes an als auch auf die Lage, die Haltung und die Einstellung des Kindes. Bei einer Frau unter der Geburt, bei der die äußeren Beckenmaße und die sog. Michaelichse Raute, die äußerlich zu sehen ist, keinen Hinweis auf ein verengtes Becken geben, und bei der
unter der Geburt festgestellt wird, daß der kindliche Kopf normal groß ist aber trotz guter Wehen nicht ins Becken geht, so besteht ein relatives Mißverhältnis zwischen Kopf und Becken. Soweit zu Ihrer Erklärung, um was genau es sich hier handelt. Die aktive Geburtsleitung von seiten der zuständigen Hebamme als auch der Ärzte richtet sich nach den o.g. Gegebenheiten als auch nach Zustand von Mutter und Kind und ist zudem noch sehr beeinflußbar auf der Ebene der Empfindungen und der Gefühle. Das ist das, was Sie beschreiben und wo Sie sich hilflos gefühlt haben. Stimmt diese
"Chemie" nicht, so kann auch dies, abgesehen von dem rein "technischen"
Geburtsverlauf, einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf den weiteren Geburtsvorgang haben. Ich rate Ihnen, sich unbedingt nach Eintritt einer erneuten
Schwangerschaft eine freiberufliche Hebamme zu suchen, zu der Sie Vertrauen haben und die bei Ihnen, in Abwechslung mit Ihrem Frauenarzt die Vorsorgeuntersuchungen
vornimmt. Sie können den Geburtsverlauf außerdem nochmals mit Ihrem Frauenarzt besprechen- ein Protokoll ihrer Geburt ist nach Anforderung problemlos zu haben. desweiteren rate ich Ihnen, einen Geburtsvorbereitungskurs, der von einer Hebamme geleitet wird, zu besuchen. Suchen Sie mit anderen Frauen, die in einer ähnlichen Situation waren, das Gespräch um eine Aufarbeitung bzw. Verarbeitung dieser ersten Geburt anzustreben. Es ist wichtig, daß Sie für sich sagen können, Sie haben alles gegeben und nicht versagt! Dann können Sie voller Mut und Vertrauen in sich selber einer zweiten Geburt entgegenschauen, auch im Vertrauen mit einer Hebamme Ihrer
Wahl und/oder einer anderen Klinik ihrer Wahl. Einmal Kaiserschnitt bedeutet nicht in jedem Fall immer Kaiserschnitt. Sie können auf alle Fälle, wenn die zweite Schwangerschaft problemlos verläuft und eben davon ausgegangen werden kann, daß eine Spontangeburt angestrebt werden kann, in einem Geburtshaus entbinden. Sie müssen sich allerdings auch darauf einstellen, daß es eben Einschränkungen gibt mit der Vorgeschichte eines Kaiserschnitts. Allerdings ist eine sofortige ärztliche Versorgung auch in einem Geburtshaus gewährleistet, so daß Sie, wie alle Frauen auch, sich einfach auf das Abenteuer Geburt einlassen müssen, mit welchem Ausgang auch immer. Doch entscheidend ist Ihr Einsatz, Ihr Wille, Ihre Kraft und Ihr Mut in
Zusammenarbeit mit der Hebamme und natürlich auch mit Ihrem Kind, das da auf
die Welt kommen möchte. sn

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