Themenbereich: Geburt allgemein

36. SSW: tief sitzende Plazenta; Kopf tritt noch nicht ins Becken

Anonym

Frage vom 22.08.2013

Hallo!Bin heute 36+0SSW ,4.Gravida,3 Para und habe eine tiefsitzende Placenta.Baby liegt in Schädellage,aber der Kopf ist zur Seite vom Muttermund abgewichen.
Kann sich der Kopf wegen der tiefen Placenta nicht positionieren und kann er sich während den Wehen noch richtig einstellen?
Gibt es Übungen,die die richtige Lage fördern?
Vielen Dank für die Antwort!!

Antwort vom 23.08.2013

Aus der Ferne ist das ganz schwer zu beurteilen, weil die Plazentalokalisation individuell sehr unterschiedlich sein kann. Ich versuch's mal mit den allgemeinen Fakten:
Ein tiefer Sitz bedeutet "Muttermundsnähe", aber kein Kontakt oder gar Bedecken des inneren Muttermund (das wäre sonst eine Placenta praevia). Das heißt, der MM sollte sich unbehindert öffnen können. Wenn Sie ihre bisherigen Kinder normal geboren haben, sind die Chancen ganz gut, dass sich bei MM-Eröffnung das Köpfchen einstellt - vermutlich ist das jetzt durch die Lage der Plazenta noch nicht möglich. Bei Dritt- und Mehr-Gebärenden gleitet das Köpfchen sowieso häufig erst mit Wehenbeginn ins Becken. Und auch dann erst gibt es Möglichkeiten, über Bewegung/ Lagerung die Lage des Kindes zu beeinflussen, vorher nicht.
Sollte also die Plazenta wirklich "nur tiefsitzend" und nicht "praevia" sein und finden keine übermäßigen Blutungen bei MM-Eröffnung statt, kann das eine "ganz normale" Spontangeburt werden - wie Ihre anderen Geburten (vermutlich?) auch. Besprechen Sie mit Ihrer Hebamme/ FA, ob es sinnvoll ist, dass Sie zeitig in die Klinik gehen bei Wehenbeginn - das könnte sein, dass Ihnen das empfohlen wird, um Blutung/ Eintritt des Köpfchens bestmöglich zu überwachen.
Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantworten und wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!

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