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Themenbereich: Entwicklung und Erziehung

Wie gehe ich mit der Verweigerung des Wickelns durch meinen Sohn um?

Anonym

Frage vom 07.01.2020

Liebes Hebammen-Team,

mein Sohn ist 1,5 Jahre alt und aktuell ist "Nein" sein Lieblingswort. Grundsätzlich finde ich es schön, dass er einen starken Willen hat, bereits viel alleine machen möchte und so voller Selbstvertrauen steckt. Auch wenn es manchmal viel Zeit braucht und auch anstrengend ist, versuche ich seinen aktuellen Autonomiestrebungen viel Raum zu lassen.

Nur ist es so, dass er sich bereits seit einigen Monaten weder Wickeln (wir wickeln bereits seit er 10 Monate alt ist im Stehen) und VOR ALLEM nicht anziehen lassen möchte. Das ist in der Woche und am Wochenende gleich!
Ich habe schon viel versucht, um auf ihn einzugehen, bin morgens früher aufgestanden um ihm vieeel Zeit zu lassen, habe mit ihm am Abend zuvor die Sachen gemeinsam herausgesucht, habe ihn mit einbezogen oder parallel eine Puppe mit anziehen lassen, abgelenkt mit Bilderbüchern oder aus dem Fenster schauen (das hat zuvor am Besten geklappt nur lässt er sich mittlerweile nicht mehr ablenken).... aber egal was ich anbiete er verweigert sich. Irgendwann willigt er dann ein, aber das kann wirklich ewig dauern, bis es so weit ist. Das kann doch nicht die Lösung sein oder?
Irgendwann hatte ich mir überlegt, ob er eventuell eine klarere Führung braucht? Aber wenn ich es mit klaren Ansagen und deutlichen Grenzen "einfach durchziehe" ist es noch schlimmer. Dann schreit er wie verrückt und verkrampft sich und kämpft! Dann ist ein Anziehen ohne Gewalt nicht möglich! Und das möchte ich vermeiden!
Auch habe ich bereits den Papa miteinbezogen, aber bei ihm läuft es genauso ab.

Nun bin ich mit meinem Latein am Ende. Ich möchte so gerne einen bedürfniss- und bindungsorientierten Weg für uns finden, ohne den willen meines Sohnes brechen zu müssen. Denn vor allem beim Wickeln und Anziehen geht es um die Körpergrenzen meines Sohnes, was ich für eine sehr intime Zone halte und verstehe, dass er es hier so wichtig findet selbst zu bestimmen.
Andererseits ist mir auch klar, dass ein Kleinkind Führung braucht und nicht der Entscheidungsträger in der Familie sein darf, denn das ist auch für ihn nicht gut und eine zu große Verantwortung.
Nur wie finde ich den weg zwischen freier Entfaltung seines Wesens und achtsamer Führung, wenn er so einen starken und ausgeprägten willen hat(das sagen auch die Erzieher in der KITA)?
Und vor allem, haben Sie konkrete Hilfestellungen was das anziehen angeht? Eventuell schöne Anzieh Rituale, damit wir eine Routine aufbauen oder so? Ich weiß, das auch Jasper Juul (den ich sehr schätze) sagt Kinder wollen immer Kooperieren, aber momentan kann ich dies bei meinem Sohn, wenns ums Wickeln und Anziehen geht, nicht erkennen.

Ich danke ihnen für die Antwort und ihre wundervolle Arbeit.

Antwort vom 10.01.2020

Hallo! Ich höre aus Ihren Worten, dass Sie eine sehr reflektierte, aufmerksame und liebevolle Mutter sind, die aber zur Zeit an Ihre Grenzen kommt.
Leider muss ich Ihnen sagen, dass das Thema Erziehungsberatung meine Kompetenzen als Hebamme überschreitet und ich mich nicht befähigt fühle, Sie bei Ihrem Problem professionell beraten zu können.
Es gibt vom Caritas, SKFM oder AWO bestimmt auch in Ihrer Nähe Erziehungsberatungsstellen. So wie ich Sie verstanden habe, geht Ihr Sohn auch schon in eine Kita. Wäre es denn nicht möglich ein Gespräch mit den Erzieherinnen zu suchen? Die kennen Ihren Sohn gut und sind für solche Problemstellungen ausgebildet. Alles Gute,
Cl.Osterhus

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