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Themenbereich: Stillen

seit drei Wochen wiederkehrender Milchstau an derselben Stelle

Anonym

Frage vom 01.02.2020

Hallo,
Meine Tochter ist jetzt 3,5 Monate alt und ich habe seit ca drei Wochen immer wieder Milchstau an der gleichen Stelle. Teilweise sehr großflächig. Aber an der einen Stelle, die jedes Mal (mit) betroffen ist (fast direkt neben der Brustwarze) ist immer eine starke große Schwellung und Rötung. Es geht zwar immer nach 2-3 Tagen weg und diesmal habe ich auch kaum Schmerzen dabei, aber ich weiß nicht mehr was ich zur Vorbeugung tun kann. Ich habe schon einen größeren Still-BH gekauft und versuche immer wieder ohne BH auszukommen, weil ich beim letzten mal das Gefühl hatte, dass es daran lag und es wirklich eine Erleichterung war ohne BH.
Da die Kleine nicht so gut zugenommen hat, gebe ich ihr fast von Anfang an nach jeder 2. Stillmahlzeit eine kleine (60ml) Flasche Pre Milch. Zeitweise habe ich das von 3 auf 2 Fläschchen pro Tag reduziert, sie war auch weiterhin zufrieden und hatte nasse Windeln, auch die Stillmahlzeiten wurden nicht häufiger oder länger, aber die Zunahme war nur noch so 90-100 gramm pro Woche. Deswegen bin ich mir unsicher ob das richtig ist.
Ich nehme auch zusätzlich Piulatte, weil es bei mir von Anfang an knapp mit Milch zugeht. Meine beiden größeren Kinder musste ich hauptsächlich mit Pre Milch füttern, weil ich da noch deutlich weniger Milch hatte als jetzt beim dritten Kind. Wenn sich die Milch jetzt immer wieder staut, habe ich vielleicht genug Milch und brauche nichts zur Milchbildung mehr einnehmen?
Ein möglicher Grund für die Milchstaus könnten auch kürzere Stillzeiten sein. Seit einiger Zeit trinkt die Kleine deutlich kürzer als vorher. Eine normale Mahlzeit dauert ca 15 -20 Minuten (insgesamt an beiden Seiten), manchmal gerade mal 6-8 Minuten und bei beiden Seiten hört sie schreiend auf und will absolut nicht mehr an die Brust. Dann nehm ich sie hoch und sie ist wieder zufrieden und hält gut ihre drei Stunden bis zur nächsten Mahlzeit aus. Bekommt sie allerdings im Anschluss ihre kleine Flasche, trinkt sie sie aus. Die kürzeren Mahlzeiten sind meistens nachmittags wenn es bei uns mit den 2 Großen Kindern sehr unruhig ist. Ich merke schon, dass die Kleine sehr neugierig ist und sich leicht ablenken lässt. Kann ich da irgendetwas tun um die Mahlzeiten zu verlängern, außer irgendwie für möglichst viel Ruhe zu sorgen?
Muss ich die Schwellung und Verhärtung der Brust mal von einem Arzt (Frauenarzt?) anschauen lassen, da es in kurzen Abständen immer wiederkehrt, auch wenn es aktuell ohne Schmerzen ist? Was kann dahinterstecken? Ist es vielleicht gar kein Milchstau? Wie könnte ich vorbeugen? Die kleine hatte auch erst Fieber und 2 Wochen lang Schnupfen, wahrscheinlich hat sie da noch weniger getrunken als sowieso schon.
Vielen Dank für die Hilfe

Antwort vom 06.02.2020

Hallo!
Die immer wiederkehrende Schwellung an ein und derselben Stelle über jetzt drei Wochen hinweg gehört definitiv von einer Fachperson persönlich begutachtet und abgeklärt. Das könnten Sie primär zeitnah von Ihrem Frauenarzt oder auch erst einmal von einer erfahrenen Hebamme/ Stillberaterin abklären lassen. Ob es ein Milchstau ist, ein verstopfter Milchgang, die Entzündung einer Montgomery Drüse oder etwas anderes ist nicht per mail zu klären. Ansonsten ist übrigens ein Milchstau nicht zwangsläufig ein "Beweis" dafür, dass Sie ausreichend Milch haben, auch nicht umgekehrt. Säuglinge mit 3,5 Monaten trinken deutlich schneller und weniger lang, nehmen langsamer zu und lassen sich außerdem leicht Ablenken vom Stillen. Ob Ihrer Tochter bei diesem normalen Verhalten in dem Alter dennoch ausreichend zunimmt oder zu sehr auf die zu leichte Seite kippt, lässt sich nur feststellen über eine Gewichtskontrolle. Wenn sie sich auf ihrer Perzentile entwickelt und zufrieden ist, gibt es erst einmal keinen Grund zur Änderung des Stillmanagements. Das Stillverhalten kann sich gleichzeitig sehr wohl verändert haben durch die durchgemachte Erkrankung. Manchmal nehmen die Kinder in der Zeit sogar ab bzw. stimulieren die Milchbildung nicht ausreichend. Sie sind müder und mit weniger Kraft. Entsprechend empfehle ich eine Gewichtskontrolle. Es ist gut, wenn Sie sich gleichzeitig unterstützen mit Mineralstoffen und Vitaminen und milchbildungsfördernden Substanzen, denn als stillende Mutter (einschließlich Geschwisterkinder) mit einem jungen Säugling von 3,5 Monaten ist die mütterliche Arbeit doch körperlich sehr zehrend. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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