Was kann ich bei Fehlgeburt nehmen?
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Ich würde mich sehr über baldige Antwort freuen
Frage vom 17.02.2020
am Besten wäre, wenn Sie eine Hebamme vor Ort finden, die Sie individuell beraten und begleiten kann, da sich auch unterstützende Heilkräuterempfehlungen je nach Gesamtsituation unterscheiden.
Allgemein lässt sich sagen, dass Hirtentäschel blutungsregulierend bis blutstillend wirkt. Sie werden als Fertigarznei auch unter dem Namen Styptysat angeboten. Mittel, die bei Menstruationsschmerzen helfen sind auch anwendbar bei Schmerzen einer bereits ablaufenden Fehlgeburt. Zu nennen wären beispielsweise Gänsefingerkraut, Schafgarbe, Frauenmantel und Himbeerblätter. Wenn es sich sicher um eine Fehlgeburt handelt, können auch ganz normale Schmerzmittel verwendet werden. Als krampflösendes Mittel kommt Buscopan in Frage. Lassen Sie sich zu den Mitteln noch von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Zum Verlauf der Fehlgeburt ist zu sagen, dass in den frühen Schwangerschaftswochen erst eine Ablösung der Fruchtblase stattfindet. In dieser Zeit blutet es am stärksten. Die Fruchtblase wird samt Inhalt zusammen ausgeschieden. Je nach Größe der Fruchtblase (1-3 cm in der frühen Schwangerschaft) wird sie manchmal gesehen, manchmal auch nicht. Bei abgehenden Stücken, handelt es sich meist um geronnenes Blut. Nach dem Abgang der Fruchtblase lassen Blutung und Schmerzen meist deutlich nach und in den folgenden Tagen wird nur noch die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, wie bei einer Menstruation. Durch den einzeitigen Abgang bleiben selten Reste, so dass normalerweise alles von alleine gehen kann.
In späteren Schwangerschaftswochen ist der Verlauf anders und Maßnahmen sind häufiger nötig als in den frühen Wochen.
Ich weiß nicht, ob Sie kurzfristig noch eine Hebamme finden, da regional Mangel herrscht und die Hebammen schon im Voraus ausgebucht sind. Ihr Anspruch auf Hebammenhilfe besteht bei der Fehlgeburt und anschließend auch noch für bis zu 12 Wochen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow
Antwort vom 18.02.2020