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Missed Abortion mit natürlichem Abgang

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  • Eulchen87
    Superclubber (187 Posts)
    Eintrag vom 04.02.2018 14:49
    Ihr Lieben,

    Ich möchte euch gern von meiner Geschichte erzählen, vielleicht ist einigen von euch ja ähnliches passiert.

    6. Dezember 2017
    Nach 3 ungeduldigen ÜZ. hielt ich endlich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ein wunderschönes Nikolausgeschenk! Wir waren so glücklich :) ich spürte ein deutliches Zwicken im Unterleib, als habe sich tatsächlich jemand ganz schön „festgebissen“ in mir.

    7. Dezember 2017
    Ich rief meinen FA an. Die Arzthelferin am Telefon gab mir erst einen Termin für den 17.01.2018! Da wäre ich schon in der 10. Woche! Habe ich mich aufgeregt, denn ich wollte am liebsten sofort wissen, ob auch alles an der richtigen Stelle saß. Aber na gut, ich versuchte mir vorzustellen, dass ich durch ein tolles Ultraschallbild schon richtig viel sehen würde.

    Ende Dezember, ca. 7./8. SSW
    Meine Schwangerschaftsanzeichen gingen fast plötzlich von einem Tag auf den anderen immer weiter zurück... Das hat mich sehr beunruhigt. Aber da ich von Anfang an verschont geblieben bin von Übelkeit und Co dachte ich, mach dich nicht verrückt. Freu dich, dass es dir so gut geht in der Schwangerschaft.

    17. Januar 2018, 10. SSW
    Unser lang ersehnter Termin! Ich war so aufgeregt, einerseits, weil ich unheimliche Angst hatte, dass tatsächlich etwas nicht stimmt, andererseits, weil ich mich so freute. Zum Glück war mein Mann dabei. Denn als der FA den Ultraschall begann, musste er erst einmal suchen, bis er überhaupt etwas fand... Da wusste ich schon, was los war... Es tut mir sehr Leid, aber ihr Kind ist viel zu klein. Es ist auf dem Stand der 6. SSW. Ich war am Boden zerstört. Er war aber lieb zu mir und meinte, wir können eine Woche später noch einen Ultraschall ansetzen, um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich nicht entwickelt. Ansonsten würde ich einen Termin zur Ausschabung im Krankenhaus bekommen.
    Es war furchtbar... Der Tag geht in die schlimmsten Tage meines Lebens ein, aber ihr kennt das ja leider sicherlich auch...

    Ich informierte mich im Internet über das Thema Missed Abortion und konnte es nicht fassen, dass mein Körper die Schwangerschaft trotzdem noch aufrecht erhielt - seit ca. 3-4 Wochen! Ich hatte Angst vor einer Ausschabung. Aber ich las auch davon, dass einige Frauen bewusst darauf verzichteten und darauf warteten, bis der Körper das Kleine von alleine gehen ließ. Ich machte mir meine Gedanken und merkte, dass ich es nicht schlimm fand, in mir mein winziges totes Sternenkind zu tragen.

    21. Januar 2018, 11. SSW
    Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Abends setzten leichte Blutungen ein und ich wusste, dass ein natürlicher Abgang begann. Ich war ganz ruhig, irgendwie beruhigt, dass mein Körper es doch alleine regelt.

    22. Januar 2018
    Die Blutungen wurden immer stärker, aber in etwa so als wenn ich meine Tage hätte. Abends kamen leichte Krämpfe dazu. Ich hatte davon gelesen, dass ein natürlicher Abgang nach der 10. SSW auch sehr schmerzhaft werden konnte. Ich war darauf gefasst. Durch die Krämpfe konnte ich nicht einschlafen.

    23. Januar 2018
    Ich ging immer wieder auf Toilette um zu sehen, wie die Blutung sich entwickelte. Sie wurde noch nicht stärker. Von Stunde zu Stunde wurden die Krämpfe schlimmer, kamen in Wellen, deren Abstände immer geringer wurden. Da wusste ich, dass ich nun leichte Wehen hatte.
    Um 3:30 Uhr musste ich meinen Mann wecken, denn ich konnte die Schmerzen kaum noch ertragen, ich konnte kaum noch laufen und mein Kreislauf sackte ab. Wir beschlossen, den Krankenwagen zu rufen. Er brachte mich ins Krankenhaus. Sobald ich dort angekommen war, waren die Schmerzen plötzlich weg. Als mich der Gynäkologe untersuchte, entdeckte er auch schon die Fruchtblase in mir, die ich auf dem Weg ins Krankenhaus „geboren“ hatte. Sie war fast handtellergroß und sehr robust. Da lag also mein kleines Sternchen drin... Er nahm es behutsam in einen Behälter.

    Den Tag über blieb ich im Krankenhaus, um sicher zu gehen, dass auch die Plazenta vollkommen abging und nicht doch noch eine Ausschabung unternommen werden musste. Ich bekam dazu Tabletten, die erneute Wehen auslösten. Am Nachmittag konnte ich schon nach Hause, denn meine Gebärmutter sah sehr gut aus.

    Der natürliche Abgang war heftig... Aber ich bin froh, dass mein Körper es von alleine geschafft hat. Ich denke, das hat mir auch geholfen, alles etwas besser nachzuvollziehen und zu akzeptieren. Ich war tatsächlich schwanger und ich konnte sehen, dass ich tatsächlich Leben in mir hatte. Es konnte sich nur leider nicht weiterentwickeln. Die Natur wollte es so...

    Die Blutungen dauerten eine Woche, danach hatte ich noch leichte Schmierblutungen. Wir sind immer noch sehr traurig und trauern gemeinsam stark, aber gesund. Durch all die tolle Zuwendung der Leute um uns herum können wir alles aber einigermaßen akzeptieren.
    Unser Sternenkind wird immer in unserem Herzen sein.
    Antwort
  • Parisfan
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 08.03.2019 14:20
    Hallo,

    ich habe den Artikel eben gefunden. Heute war ich wegen starken Juckreiz, der sich als harmlose Pilzinfektion herausstelle, bei meinem Frauenarzt. Er meinte, machen wir außer der Reihe einen Ultraschall - ich bin heute bei 7+6.

    Leider stellte sich heraus, dass mein Krümel bei etwa 6+5 gestorben war. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich hatte vor vielen Jahren schon 2 Fehlgeburten und bin fast 44 Jahre alt.

    Mein Frauenarzt schlug mir gleich einen natürlichen Abgang vor. Er sagte, das dauert hoch höchstens 2 Wochen. Mir graut davor, aber ich hatte auch schon eine Ausschabung, das fand ich sehr schlimm.

    Danke für diesen Beitrag!
    Antwort
  • Ramonita
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 09:28
    Hallo ihr 2,
    Danke für's Teilen eurer Erfahrungen.
    Ich habe gestern erfahren (bei 7+6), dass das Kind nicht so gross ist, wie es sein sollte und nicht lebt.
    Mein Arzt empfahl mir, auf die Blutung zu warten.
    Ich bin unendlich traurig, dass ich nun doch noch nicht Mama werde...
    Wie macht ihr das mit dem Trauern?
    Bei mir war es die allereste Schwangerschaft.

    Liebe Grüsse
    Ramonita
    Antwort
  • Parisfan
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 09:40
    Hallo Ramonita,

    es tut mir unendlich leid, dass Du auch diese Erfahrung machen musst. Das ist immer sehr schlimm, egal bei der wievielten Schwangerschaft, egal in welchem Alter, egal in welcher Lebenssituation.

    Bei mir ging ist der natürliche Abgang vor 3 Tagen losgegangen - nach 10 Tagen Warten. Vor 3 Tageb zbd vorgestern hatte ich eine leichte braune Schmierblutung und minimal Bauchziehen. Vorgestern war ich noch zur Kontrolle bei meinem Frauenarzt. Er machte einen Ultraschall und sagte, es würde so aussehen, als ob es jetzt bald richtig losgehen würde.

    Gestern morgen habe ich eine Blutung bekommen. Die war zunächst so stark wie eine sehr starke Periode. Dann wurde sie überperiodenstark. Selbst eine Nachtbinde war nach 15 Minuten voll. Die Schmerzen habe ich aber gut ausgehalten.

    Irgendwann habe ich mich auf die Toilette gesetzt, weil das Blut nur so aus mir herausströmte. Ich bekam Krämpfe und so ein Ziehen in der Scheide. Nach etwa 20 Minuten habe ich einen relativ großen Gewebeklumpen "geboren". Ich habe ihn in all dem Blut im Toilettenbecken aber nicht gesehen. Danach ging es mir schlagartig besser, und die Blutung war "nur" noch so stark wie bei einer sehr starken Periode.

    Ich habe noch meinen Frauenarzt angerufen, und er sagte, ich hätte das Schlimmste wohl überstanden. Medizinisch gesehen ist wohl alles im grünen Bereich.

    Es ist schlimm für mich, aber es hilft mir viel besser beim Verarbeiten als die Ausschabung, die ich schon hatte.

    Ich habe gestern Abend eine Kerze für mein Sternchen angezündet und werde das jetzt erst einmal jeden Abend machen. Ich muss natürlich noch viel weinen.

    Liebe Grüße

    Parisfan
    Antwort
  • Ramonita
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 09:47
    Liebe Parisfan

    Danke für deine schnelle Antwort.
    Dein Verlust tut mir auch sehr leid.
    Ich denke, dass ich auch den natürlichen Vorgang abwarten werde und diese Zeit meinem Körper geben möchte.
    Das Kerze Anzünden finde ich eine schöne Idee.
    Mir graut etwas von der Zeit, die nun kommt. Ich "feiere" nächste Woche meinen 30. Geburtstag, obwohl nach Feiern ist mir nun gar nicht zumute...

    Herzliche Grüsse
    Ramonita
    Antwort
  • Parisfan
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 09:52
    Liebe Ramonita,

    ich verstehe gut, dass Du der Natur ihren Lauf lassen willst. Das ist auf jeden Fall schonender für Deinen Körper. Und bei einer Ausschabung können immer Narben zurückbleiben, die eine neue Schwangerschaft erschweren.

    Dass Dir vor der nächsten Zeit graut, glaube ich gerne. Mir ging es auch so. Die Warterei darauf, dass es los geht, ohne zu wissen wann und wie es sein wird, fand ich sehr, sehr schlimm, viel schlimmer als den gestrigen Tag.

    Falls Du zu Deinem Geburtstag eine Feier geplant hast, würde ich sie an Deiner Stelle absagen oder zumindest verschieben. Wenn Du nicht sagen willst, was los ist, kannst Du ja einen Magen-Darm-Infekt vorschieben. Ich habe in 3 Wochen Geburtstag und bin froh, dass ich noch nichts geplant habe. Ich werde wohl nur mit meinem Mann und meinen Eltern essen gehen. Meine Eltern wussten aber auch nichts von der Schwangerschaft, und ich werde es ihnen auch nicht sagen. Sie halten jede Frau für blöd, die mit über 40 noch schwanger werden will, und ich will mir einfach keine doofen Sprüche anhören.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

    Parisfan
    Antwort
  • Ramonita
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 10:01
    Danke für die Tipps.
    Ich werde die grosse Feier wahrscheinlich absagen. Das Abendessen im kleinen Rahmen mit meinen Eltern werde ich machen. Sie wussten von der Schwangerschaft und sind auch sehr traurig.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit und hoffe, dass du mit deinem Partner gut über den Verlust sprechen kannst.

    Herzlich, Ramonita
    Antwort
  • Parisfan
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 10:07
    Gerne!

    Ich weiß ja nicht, was Dir Dein Frauenarzt gesagt hat. Meiner hat mir empfohlen, viel zu trinken und regelmäßig eine Kleinigkeit zu essen, sobald die Blutung bzw. Schmierblutung losgeht, am besten zucker- und salzhaltige Sachen wie Limo, Kekse, Schokolade, Salzstangen und Chips. Eisentabletten sind auch gut. Das alles hält den Kreislauf in Schwung und gibt Dir Kraft.

    Ich würde momentan am liebsten gar nichts essen und trinken, halte mich aber an die Empfehlung.

    Und ich habe mein Handy jetzt rund um die Uhr bei mir, auch auf der Toilette, damit ich schlimmstenfalls noch telefonieren kann.

    Schau vielleicht auch, dass Du eine Krankschreibung bekommst. Ich bin Freiberuflerin und habe diese Option nicht, aber meine Kunden lassen mich momentan zum Glück in Ruhe, ich könnte jetzt eh nicht arbeiten.

    Mein Mann ist zum Glück für mich da.

    Alles Gute für Dich!

    Parisfan
    Antwort
  • Ramonita
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.03.2019 10:16
    Solche Tipps hat mir mein Arzt nicht gegeben. Nehme ich aber dankend entgegen.

    Ich habe eine sehr verständnisvolle Mitarbeiterin, die dasselbe durchgemacht hat. Sie meinte, ich solle doch Zuhause bleiben. Nächste Woche schaue ich weiter und ansonsten werde ich mir ein Arztzeugnis verschreiben lassen.

    Dir auch alles Gute!

    Antwort

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