Themenbereich: Stillen allgemein

"16 Tage, Bäuerchen, Sauerstoffmangel?"

Anonym

Frage vom 02.02.2004

Hallo, meine Tochter ist jetzt 16 Tage alt. Habe drei Fragen: 1. hat sie immer noch eine geschwollene Brust (leicht rot und auch hart). Mache schon Quarkwickel bzw. kühle täglich, es ging auch schon zurück, aber weg ist es immer noch nicht. Wird es das noch bzw. hat das irgendwelche Schädigungen zur Folge? 2. Macht sie nicht immer ein ´Bäuerchen` (ich stille sie voll), nach einer Weile spuckt sie oder würgt immer so. Was kann ich tun damit es besser wird? 3. Die Geburt war lang und sie hat grünes Fruchtwasser geschluckt, war in den Lungen und der Sauerstoff (Sättigung) war nur bei 80-90%. War unter Beobachtung im Kinderkrankenhaus, jetzt alles ok, angeblich keine Folgeschäden. Habe aber gehört das bei längerem Sauerstoffmangel geistige Schäden auftreten können. Stimmt das? Woran würde ich das merken? Vielen Dank!!!

Anonym

Antwort vom 02.02.2004

Es kann noch mehrere Wochen dauern, bis die Brustdrüsenschwellung ganz verschwunden ist. Es handelt sich um eine harmlose Schwellung auf Grund der Hormonumstellung und hinterlässt keine Schäden. Manchmal kommt sogar ein wenig Milch aus der Brust, die im Volksmund „Hexenmilch“ genannt wird. Die Quarkumschläge sollten bei Zimmertemperatur gemacht werden. Das Baby darf dabei nicht auskühlen. Wenn die Rötung zurückgegangen ist, können Sie mit den Umschlägen aufhören. Ihre Tochter muss nicht nach jeder Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Das tut sie nur, wenn sie beim Trinken an der Brust Luft geschluckt hat. Legen Sie die Kleine nach dem Stillen hoch über die Schulter oder streichen Sie sanft vom Hinterkopf in Richtung Stirn über die große Fontanelle. Wenn nach drei bis fünf Minuten kein Bäuerchen kommt, müssen Sie nicht länger darauf warten. Wenn Sie bei einer Mahlzeit etwas zu viel getrunken hat, wird sie den Überschuss einfach wieder ausspucken. Das ist ganz normal, kommt bei vielen Kindern vor und ist und kein Grund zur Beunruhigung. Wenn Sie allerdings nach jedem Stillen im hohen Bogen fast alles wieder ausspuckt, müssen Sie Ihre Kinderärztin/Kinderarzt zu Rate ziehen. Die gesunde Entwicklung Ihres Kindes wird bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beobachtet und im gelben Untersuchungsheft dokumentiert. Sie/er kontrolliert die Reflexe, beobachtet das Gedeihen und vor allem auch die gesunde Entwicklung Ihres Kindes. In der Kinderklinik wurden neben anderen Untersuchungen sicherlich die Hirnströme gemessen und eine Ultraschalluntersuchung des Schädels durchgeführt. Bei Auffälligkeiten, die geistige Schäden hinterlassen könnten, hätten Sie darüber Informationen bekommen. Wenn Sie mehr Abklärung und Sicherheit brauchen, sollten Sie noch einmal ein Gespräch mit den behandelnden Klinikärzten/ärztinnen führen. Das Stillen fördert die gesunde Entwicklung des kindlichen Gehirns. Am besten ist es für die Gesundheit Ihres Kindes, wenn Sie sechs Monate ausschließlich Stillen und Anfang des siebten Monats mit der Beikost beginnen.Sie haben Anspruch auf Hebammenhilfe bis zum Ende der Stillzeit. Die Hebamme kann Ihnen bei allen Fragen rund ums Baby und beim Stillen eine große Hilfe sein. Nehmen Sie diese Hilfe in Anspruch.

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