Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"besteht noch Hoffnung auf ein Kind bei PCO?"

Gast

Frage vom 26.06.2005

Hallo,
nach Absetzen der Pille wegen Kinderwunsch letztes Jahr im Juli bekam ich keine Periode.Ich ging dann im Oktober zum Gyn.Es wurde mit Menstruationsauslösen versucht in den Zyklus zu regulieren. Leider ohne Erfolg.Im Januar wurde dann ein PCO diagnostiziert und im MĂ€rz habe ich mit einer Clomifentherapie angefangen. Der erste Zyklus verlief sehr gut.ES m 16 Zyklustag, super aufgebaute Schleimhaut. Im zweiten Zyklus fingen dann die Probleme an Eireifung dauerte ewig.ES konnte nur mit HCG ausgelöst werden.Plötzlich blieb die Periode aus.Als ich 6 Tage ĂŒberfĂ€llig (bei neg. SST) war bekam ich plötzlich heftige Schmerzen an der ES-Seite und eine heftige schmerzhafte Blutung.Es wurde eine geplatze Zyste und ein frĂŒher Abort diagnostiziert. In dem darauffolgenden Zyklus (der jetzige) verschlimmerte sich das PCO rasant.Ich hatte eine Überstimmulation (trotz gleichbleibender Clomifendosis).Der Zyklus wurde dann medikamentös abgebrochen.Wieder blieb die Periode aus.Wieder wurde eine Zyste diagnostiziert.Man verschrieb mir Duphaston weil ich, laut Ärztin frĂŒhestens in 14 Tagen meine Periode bekommen sollte.Nachdem ich die erste Tabl eingenommen hatte bekam ich die fĂŒr mich tĂŒpischen Menstruationsbeschwerden und es setzte eine Blutung ein. Leider habe ich, weil ich mittlerweile total verunsichert bin, noch eine Duphaston eingenommen.Als mir dann klar war das es eine Menstruation ist habe ich sofort mit den Tabl aufgehört.Die Mens dauert e aber nur 2,5 Tage (was mich bei der niedrig aufgebauten Schleimhaut eigentlich auch nicht wundert).Nun meine Frage, bringen die 2 Tabl Duphaston jetzt wieder alles durcheinander, kann es sein das die Menstr. deshalb aufgehört hat?Kann es sein das die Zyste nach 1 Woche schon weg ist (ich hatte das GefĂŒhl das sie geplatzt ist)?Wie lange dauert es bis Zysten normalerweise verschwinden (es war wohl eine Gelbkörperzyste)?NĂ€chsten Zyklus soll ich mit Puregon anfangen,halten Sie es fĂŒr sinnvoll bei dieser Vorgeschichte?Ich nehme trotz aller Hormone auch schon seit lĂ€ngerem Homöopathische Med. ein ,Agnuscaston und mach begleitend eine Psychotherapie.Warum kann sich ein PCO unter Therapie immer mehr verschlimmern?Besteht ĂŒberhaupt noch Hoffnung auf ein Kind?Ich bin mittlerweile wirklich sehr verzweifelt!
Vielen Dank fĂŒr Ihre Antwort.

Antwort vom 27.06.2005

Hallo, da haben Sie ja schon einiges hinter sich an Hormontherapien. Die PCO kann genauso verschwinden wie sie gekommen ist. Ihre vielen Fragen zu den einzelnen Therapieschritten und Auswirkungen lassen sich leider nicht so pauschal beantworten. Je nachdem wie lange Sie die Pille genommen haben, halte ich es fĂŒr "normal" dass nach dem Absetzen erst mal keine Periode kommt oder der Körper mit "Hormonstörungen" aufs Absetzen reagiert. Mir kommts so vor als wĂ€re die ganze Diagnostik und Therapie eher zu frĂŒh nach Absethen der Pille erfolgt, so dass Ihr Körper keine richtige Gelegenheit hatte sich ĂŒberhaupt selbst zu regulieren. Ich bin kein großer Fan davon jeden Schritt im Zyklus einer Frau mit Hormongaben nachzubilden und mittels US und anderen Untersuchungen genau zu protokollieren. Das ist aber eher Ansichtssache und auch eine Frage was zu Ihren passt. Manchen Frauen hilft es weiter, wenn Sie noch mal ganz von vorne anfangen und eine Weile gar nichts "machen lassen". Das könnte der Fall sein, wenn Sie das GefĂŒhl haben, dass die dauernde Untersucherei Sie immer weiter verunsichert und Sie sich entfremdet fĂŒhlen von Ihrem eigenen Körper. Wenn Sie dagegen das GefĂŒhl haben, dass Sie mit den Therapien auf dem richtigen Weg sind, dann sollten Sie Ihre Fragen auf jeden Fall mit denen besprechen, die Sie behandeln. Sollte das nicht möglich sein, dann sind Sie bei den falschen Therapeuten. Egal was auf Sie zutrifft, kann Ihnen das GesprĂ€ch mit anderen Frauen, die in der gleichen Situation sind wie Sie weiter helfen. Unter http://www.pcos-selbsthilfe.org finden Sie Kontakt zu Selbsthilfegruppen speziell fĂŒr PCO. Unter http://www.wunschkind.de ists ein bischen allgemeiner.
Die Hoffnung auf ein Kind brauchen Sie auf keinen Fall aufzugebenOft klappts dann am Besten, wenn man am wenigsten damit rechnet.
Alles Gute, Monika

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