Themenbereich: Geburt allgemein

"Geburtsmodus nach Steißbeinprellung"

Anonym

Frage vom 17.07.2010

Hallo,

ich bin ab morgen in der 38. SSW. Schon lange mache ich mir Gedanken über die Option eines Kaiserschnitts. Hintergrund: Ich habe seit 6 Jahren üble Probleme mit dem Steißbein. Es handelt sich vermutlich um die Folge einer früheren Steißbeinprellung durch einen heftigen Sturz, gebrochen war nichts. Die Ärzteschaft belächelt ein solches Problem gerne und lässt einen im Regen stehen, solange man auf dem Röntgenbild keinen Bruch sieht. Schmerztabletten (Ibu 800) richten nichts aus, Diclo vertrage ich nicht (Allergie). Vor der Schwangerschaft habe ich einige Monate von alleine ein wenig Linderung erfahren (woher? keine Ahnung). Seit dem 4. Monat ist wieder alles beim Alten, z.T. ist's sogar noch schlimmer. Meine FÄ meinte nur, ich solle mich auf einen Ball oder ein Kissen setzen, bringt aber über die Zeit auch nichts. Meine Hebamme empfahl mir den Gang zum Osteopathen, den ich mir leider im Augenblick nicht leisten kann. Zudem gab sie mir aber auch ein Infoheft zum Thema Kaiserschnitt, in dem sehr ausführlich die Vor- und Nachteile für den Laien verständlich erläutert werden. Sie sagte mir, dass der Kaiserschnitt evtl. bei einem großen Kind eine Option sein könnte, wenn die Probleme schlimmer werden (das war damals im 3. Monat). Eigentlich wollte ich's nach dem Lesen mit einer vag. Entbindung probieren. Allerdings bin ich inzwischen so weit, dass mein Steißbein schon im Liegen wehtut, auf einem Stuhl sitzen geht schmerzfrei gar nicht mehr. Nun habe ich tierische Angst vor einer erneuten Steißbeinprellung, die mich am Ende komplett aus der Kurve wirft. Ich werde in einer Klinik entbinden, scheue mich aufgrund des mir unbekannten Personals (und einem ziemlich mies gelaufenen Termins zur Geburtsanmeldung) vor dem Ausgeliefertsein im Vierfüßlerstand, welcher ja eine relativ schonende Position sein soll. Vor 5 Jahren hatte ich eine OP mit Bauchschnitt und muss sagen, dass die Folgen trotz der Narbe und den damit verbundenen Einschränkungen weitaus besser zu ertragen waren als ein permanent schmerzendes SB. Können Sie mir einen Rat geben, wie ich mich entscheiden soll? Welche Gebärposition wäre alternativ noch zu empfehlen? Sollte ich es wagen, in der Klinik die Kaiserschnitt-Option anzusprechen?
Ich weiß, es war lang....
Im Voraus schon einmal vielen, vielen Dank!

Antwort vom 18.07.2010

Eigentlich sind Sie doch schon bestens informiert und auch in besten Händen: Sie haben mit Ärzten und Ihrer Hebamme über das Problem gesprochen, die Vor- und Nachteile von Kaiserschnitt bzw die evtl zu erwartenden Schwierigkeiten unter der Geburt durch Ihr Problem haben Sie dabei auch schon erörtert. Eigentlich steht nun nur noch Ihre Entscheidung aus: Was spricht dagegen, einen natürlichen Verlauf anzustreben, den man ja bei Bedarf abbrechen kann, wenn es nicht geht? Sie müssen nicht vor Wehenbeginn entschieden haben, ob SIe einen KS wollen. Unter den Wehen können Sie auch am besten herausfinden, welche Position dann für SIe geeignet ist: Stehen, Liegen, vornübergebeugt abgestützt, an Land, im Wasser, ... Meine Empfehlung wäre, es auf sich zukommen zu lassen und sich (trotz missglücktem Start in der Geburtsklinik!) den betreuenden Hebammen/ Geburtshelfern anzuvertrauen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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