Themenbereich: Ernährung in der Schwangerschaft

"Glukose im Urin, aber kein erhöhter Blutzucker, wie ernähren?"

Anonym

Frage vom 01.01.2011

Bin mit dem 2. Kind in der 17. Woche schwanger. Wieder zeigen sich im Urin überhöhte Zuckerwerte. Doch die Werte des Glucusetoleranztests waren normal. Während der 1. Schwangerschaft habe ich den Blutzucker dreimal täglich gewesen und war auch öfters bei der Diabetesberatung, doch die Werte waren meist im alleruntersten Bereich.
Was ist daraus zu schließen?
Muß ich bei jedem Apfel, jeder Orange, jeder Breze ... ein schlechtes Gewissen haben, mich zu zuckerreich zu ernähren?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort vom 03.01.2011

Viele Schwangere haben wie Sie diese erhöhten Werte im Urin, das hängt mit der veränderten Nierenfunktion zusammen. Wichtiger bzgl Diabetes mellitus sind die GTT-Werte, die bei Ihnen ja wohl in Ordnung waren.
Für jede Schwangere ist es sinnvoll, sich bewusst zu ernähren, das heißt u.a., ausgewogen, regelmäßig und dem Hungergefühl entsprechend.
Für Schwangere, die evtl Diabetes-gefährdet sind, heißt das auch, nicht nur mit Zucker sparsam sein, sondern allgemein bei den Kohlehydraten zu beachten, dass es eher "langkettige" sind, also eher keine Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und süßes Obst, sondern eher Kohlehydrate aus Vollkornprodukten. Dazu sollte frau sich regelmäßig bewegen, auch das fördert die normale Funktion der Zuckerverarbeitung.
Also: Apfel, Orange, Breze sind völlig ok, aber nicht als ausschließliche Kohlehydratlieferanten, sondern eher als Ausnahme. Zur Zwischenmahlzeit eher zur Karotte, zum Joghurt, zu Nüssen als zu Brezel, Obst oder Schokoriegel greifen, denn darin sind deutlich weniger (oder gar keine) Kohlehydrate enthalten. So halten Sie Ihren BZ-Spiegel im "normal-niedrigen" Niveau, Ihre Werte waren ja nicht pathologisch. Und zur ausgewogenen Ernährung gehören auch Eiweiße und Fette, die auf den BZ-Spiegel keinerlei negativen Einfluss haben.
Sollten pathologische Werte auftreten, muss nochmal genauer geschaut werden (InternistIn), ob es ausreicht, mit der Ernährung gegenzusteuern oder ob Sie Medikamente/ Insulin brauchen; dazu berät Sie dann die Internistin, die Sie behandelt. Ich wünsche Ihnen, dass die Werte weiterhin einfach normal bleiben!

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