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Unsere Tochter ist jetzt 5 1/2 Monate und wird noch gestill...

Anonym

Frage vom 02.11.2000

Unsere Tochter ist jetzt 5 1/2 Monate und wird noch gestillt - Mittags bekommt Möhrenbrei, abends 200 ml HA2-Nahrung.
Die Kinderärztin meint jetzt, wir "müßten" so langsam geregelte Mahlzeiten einhalten, und zwar alle 4 Stunden. Was ist
dann aber mit dem "Stillen nach Bedarf" ??? Zum Nachmittag/Abend stille ich 1 1/2 bis stündlich, und dann gegen 21.00 Uhr
gibt es die "Nacht-Flasche". Damit schläft unser Baby aber auch 8 bis 9 Stunden durch. Muß ich meine Tochter jetzt am
Abend zu längeren Pausen zwischen den Mahlzeiten zwingen ? Ich möchte noch nicht abstillen !!!
Zweite Frage: Was empfehlen Sie zum Thema Grippeschutzimpfung ? Ist das für stillende Mütter angeraten ?
Vielen Dank im Voraus.
Hebamme

Antwort vom 06.11.2000

Wenn Sie Ihre Tochter weiter stillen möchten, und Ihre Tochter auch noch gestillt werden möchte, spricht nichts dagegen. Meines Erachtens nach brauchen Sie Ihre Tochter nur dann an längere Stillpausen zu gewöhnen, wenn Sie mit dem häufigen abendlichen Stillen überfordert sind oder auch einmal abends eher "frei" haben möchten. Dann sollten Sie versuchen, Ihre Tochter am Abend zunächst nur alle zwei Stunden zu stillen, um die Abstände nach und nach zu verlängern. Aber auch wenn Sie Ihre Tochter am Abend nur noch alle drei oder vier Stunden stillen, heißt dies nicht, dass Sie abstillen. Wenn Sie alle drei bis vier Wochen eine Stillmahlzeit durch einen Brei ersetzen, haben Sie immer noch eine lange Stillzeit vor sich, die Sie und Ihre Tochter genießen können.
Ihre zweite Frage kann ich leider nicht zu friedenstellend beantworten, meines Erachtens nach ist eine Grippeimpfung nicht unbedingt erforderlich. Hierzu sollten Sie sich aber besser mit Ihrem Hausarzt beraten. Dr. med. G. Buchwald rät im seinem Buch "Impfen - das Geschäft mit der Angst" eindeutig von der Grippe-Impfung ab, da diese "Grippe - Impfung" nur vor der echten Grippe, der Influenza schützen kann, nicht aber vor dem grippalen Infekt, der oft als Grippe bezeichnet wird. Beraten Sie sich aber bitte hierzu mit Ihrem Hausarzt oder informieren Sie sich auch in anderen Büchern zu diesem Thema.

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