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Themenbereich: Fehlgeburt

Ausschabung oder abwarten?

Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto Anonym
Liebe Hebammen,

ich habe mich neulich als Mitglied auf dieser Homepage registriert, weil ich am verzweifeln bin. Ich habe letzte Woche Mi. die Diagnose missed abortion gestellt bekommen (am 16.02. war ich in der 9+5 SSW bzw. seit der 7. SSW gab es laut meiner FÄ keine Entwicklung mehr), will aber keinen operativen Eingriff. Ich wünsche mir einen natürlichen Abgang meiner Schwangerschaft. Der HCG-Wert sinkt bereits langsam (22.000 (am 16.02.) auf 19.000 (18.02.) innerhalb von zwei Tagen), aber ich habe bisher keine deutliche Blutungen. Seit Samstagabend trinke ich Himbeerblätter-/Hirtentäschelkrauttee, habe schon zweimal heißes Bad genommen und dazu Rotwein getrunken, jedesmal kurz darauf hatte ich eine kurze und leichte bräunliche Schmierblutung, mehr aber nicht. Die Ärzte (sowohl meine FÄ, als auch die in der Klinik) tendieren selbstverständlich zur einer Ausschabung. Mein Mann würde mich bei meiner Entscheidung unterstützen, jedoch ihm sowie mir fehlt es an Aufklärung, ob diese Alternative keinen Schaden anrichten würde. Eine Operation hat meiner Ansicht nach zu viele Risiken. Meine FÄ sagt, dass meine Fruchhülle zu groß sei für einen natürlichen Abgang. Sie meint auch, dass ich mich mit dem Warten der Gefahr aussetze, eine Entzündung zu bekommen und keine Kinder mehr gebären zu können. Ich fühle mich so allein gelassen. Ich habe bereits direkt Emails an die Hebammen geschrieben, die hier auf der Homepage zu finden sind und in meiner Nähe wohnen, aber keine Antwort erhalten :-(. Ich habe hier in den Foren gelesen, dass man auch als gesetzlich Versicherte das Anrecht auf eine Betreuung durch Hebamme hat, auch bei einer Fehlgeburt. Wie finde ich eine, die mich unterstützen könnte? Ich weiß nicht, was ich tun soll. Meine Ärztin erwartet von mir, dass ich am kommenden Donnerstag die AS machen lasse. Bei diesem Gedanken muss ich sofort heulen, ich will diesen Eingriff nicht, da ich letztes Jahr schon mal einen Eingriff am Gebärmutterhals hatte, der ebenfalls ausgeschabt wurde. Ich habe aber auch Angst, dass wenn ich nicht die OP machen lasse, dann kriege ich eine ernsthafte Infektion und werde nie Mama. Das wäre das Allerschlimmste für mich. Kann ich meinem Abgang noch irgendwie nachhelfen. Ich habe mir heute Secale cornutum D4 besorgt und nehme jede Stunde 5 Kügelchen zu mir, aber es tut sich bei mir nix, ausser leichtes Ziehen im Unterleib. Was mache ich nun? Ich habe solche Angst...

Danke für Ihre Antwort.

Frage vom 21.02.2011

Hallo, zunächst tut es mir sehr leid für Sie, dass Ihre Schwangerschaft nicht intakt ist. Bei der Suche nach einer Hebamme, die Sie unterstützt und berät können Sie beim Hebammenlandesverband (www.hebammen-niedersachsen.de)
nach einem Kontakt frage oder telefonisch Hebammen kontaktieren, die auch Geburtshilfe anbieten, zum Beispiel auch über ein Geburtshaus (www.geburtshaus-hannover.de)
Sowohl eine natürliche Fehlgeburt als auch die OP können mit Komplikationen verbunden sein. Die Entscheidung für die eine oder andere Methode kann Ihnen leider niemand abnehmen. Eine Infektion ist wahrscheinlicher, wenn die Fruchtblase gesprungen ist oder wenn eine Fehlgeburt nicht vollständig abgeht. Wenn Sie selbst sich noch nicht soweit fühlen eine Ausschabung machen zu lassen, können Sie den Eingriff verschieben und weiter eine natürliche Fehlgeburt abwarten. Eine "Aufklärung" über eventuell mögliche Schäden ist über Internet ohne Kenntnis der ganzen Befunde und Vorgeschichte nicht möglich. Das was Sie schildern klingt jedoch nicht nach einer akuten Gefährdung. Alle Aussagen zu möglichen Schäden beruhen auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen, individuell kann aber nicht vorhergesagt werden, was in der zukunft passiert oder nicht passiert. Mehr Maßnahmen, als Sie schon bislang ergriffen haben, kann ich Ihnen leider auch nicht empfehlen. Manchmal hilft es einen Tag zur Ruhe zu kommen, sich von dem Kind innerlich zu verabschieden.

Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

Antwort vom 23.02.2011


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