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Themenbereich: Fehlgeburt

Keine Herzaktivität-wie schnell muss eine Ausschabung sein?

Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto Anonym
Hallo,

heute bin ich in der 6.SSW + 3 Tage. Heute war ich bei meiner ersten Untersuchung beim Frauenarzt, nachdem die Schwangerschaft am 29.Zyklustag 17.08.2011 festgestellt. wurde.
Es wäre unser erstes (Wunsch-)Kind gewesen, ich bin 35 J.
Es war das ein Baby zu sehen, leider keinerlei Herzaktivität. Er meinte in diesem Stadium müsste eine Herzaktivität zu sehen sein. Da das Baby auch etwas Klein war, geht er davon aus, dass es sich vor ein paar Tagen aufgehört hat zu entwickeln.
Nun habe ich für den 05.09.2011 einen Ausschabungstermin in der Klinik, bin aber immernoch total verunsichert, ob ich nicht noch warten sollte. Blutungen habe ich bisher keine.
Wie lange macht es Sinn zu warten? Wann müssten Blutungen eintreten und was ist für den Körper sinnvoller?
Ich überlege den Klinik-Termin zu verschieben, will aber meinem Körper auch nicht schaden, wenn das Kind tatsächlich nicht lebt. Lt. Frauenarzt hätte ich heute noch hingehen können, haben aber dann für Montag einen Termin gemacht.
Gibt es Fälle,wo die Herzaktivität erst später zu sehen ist?

Danke für eine Rückmeldung

Frage vom 02.09.2011

Hallo, es gibt eine ganze Reihe von Fällen, in denen sich die Herzaktivität erst später gezeigt hat und in denen sich noch ein ganz normales Kind entwickelt hat, nachdem die Frauen schon einen Termin zur Ausschabung hatten. Es kann Ihnen natürlich niemand garantieren, dass es nicht zu einer Fehlgeburt kommt, aber alleine wegen nicht nachweisbarer Herzaktivität (was ja nicht heisst, dass keine da ist) am Anfang der 6. Woche würde ich noch keine Ausschabung vornehmen lassen. Der erste Ultraschall nach Mutterschaftsrichtlinien ist in der 9.-10. Woche vorgesehen, weil da recht sicher alles erkannt und gesehen werden kann. Ziemlich sicher ist von einer nicht intakten Schwangerschaft auszugehen, wenn die HCG- Werte (Schwangerschaftshormon) sinken statt weiter anzusteigen.
Sinkende Werte sind meist auch der Auslöser dafür, dass der Körper eine spontane Fehlgeburt auslöst. Sie selbst können entscheiden, ob Sie eine spontane Fehlgeburt abwarten würden oder eine Ausschabung vornehmen lassen. Abgesehen davon, dass meiner Ansicht nach noch Hoffnung besteht, dass es keine Fehlgeburt ist, würde ich Ihnen empfehlen so lange zu warten bis Sie selbst der Überzeugung sind, dass es besser für Sie ist eine Ausschabung vornehmen zu lassen. Wie lange es genau dauern würde bis eine spontane Fehlgeburt einsetzt lässt sich nicht vorhersagen, weil auch nicht bekannt ist wie lange die Entwicklung des Embryos aufgehört hätte.
Auf jeden Fall besteht überhaupt kein Grund zur Eile und Sie sollten sich nicht zu etwas drängen lassen, von dem Sie nicht überzeugt sind. Für die psychische Verarbeitung scheint es für die Frauen besser zu sein, wenn der Körper von alleine die Schwangerschaft beendet als wenn eine (überhastete) Ausschabung vorgenommen wird. Wirklich notwendig ist diese nur, wenn es zu einer starken Blutung kommt. Probleme sind häufiger in fortgeschrittener Schwangerschaft als ganz am Anfang wie bei Ihnen. Für eine weitere Schwangerschaft sind Ausschabungen ungünstiger als spontane Aborte.
Sie brauchen sich nicht jetzt entscheiden, sondern können sich selbst auch situationsabhängig entscheiden, nachdem Sie z.B. eine weitere Untersuchung in einigem Zeitabstand abwarten oder nachdem Sie zusätzlich noch die HCG- Werte bestimmen lassen. Um festzustellen, ob sie sinken, müssten Sie einen Abstand zwischen zwei Untersuchungen einplanen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika

Antwort vom 02.09.2011


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