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Themenbereich: Schlafen

Abendliches Aufrichten im Gitterbett mit Unruhe und Weinen

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Gelegenheitsclubber (0 Posts)

Frage vom 02.07.2017

Baby steht im Gitterbett - immer wieder hinlegen?

Hallo,
meine Kleine (fast 9 Monate alt)  ist plötzlich Bauchschläfer und hat seit sie Krabbeln und stehen kann immense Einschlafprobleme. Vorher ging das problemlos und zügig, heute schläft sie meist erst vor Erschöpfung ein. Wir haben schon lange ein festes Abendritual und während des letzten Liedes fallen ihr meist schon die Augen zu - müde ist sie also ausreichend. Sobald ich sie ablege (in den letzten Wachen Momenten) dreht sie sich meist sofort auf den Bauch, stemmt sich ins Krabbeln und stellt sich an den Bettrand. Damit hätte ich ja kein Problem, aber dort steht sie dann und beginnt nach kurzer Zeit zu weinen.

Ich bleibe schon immer bei Ihr am Bett bis sie schläft, Rausgehen führt auch nur zu heftigen Weinkrämpfen. Wenn sie noch spielen oder "üben" wollte würde ich sie ja lassen, aber so... es wirkt fast schon fremdgesteuert - irgendwann ist sie so müde, dass sie dabei die Augen zulässt und schon weint, wenn sie sich in den Vierfüßlerstand stemmt, als wollte sie das gar nicht. Nachts wandert sie im Schlaf auch durch's ganze Bett, weil sie sich immer wieder nach vorne schiebt...

Was soll man da machen: immer wieder hinlegen oder stehen lassen und beruhigen (also zumindest versuchen...)? selbst wenn sie mal nicht weint stellt sich ja die Frage, ob ich sie immer wieder hinlegen soll oder ihr ggf. eine Stunde bèim Turnen zuschaue.

Eine Ferber-Methode kommt für mich nicht Frage.

Antwort vom 05.07.2017

Hallo!
Die erste gute Nachricht: ganz viele Säuglinge in dem Entwicklungszeitraum wie Ihre Tochter machen genau dasselbe für einige Zeit. So wie das Phänomen auftaucht, geht es auch wieder vorbei mit einer nötigen Portion Gelassenheit und Geduld. Das Üben von Krabbeln, Hochziehen und Stehen sind gerade die wichtigsten Übungsaufgaben Ihres Kindes, die diese durch ständige Wiederholung zur Perfektion bringen (werden). Und das Programm scheint wie automatisch einfach weiter zu laufen bis in die Nacht hinein, obwohl die Muskeln sicher auch müde sind. Nehmen Sie die Vorstellung wie es einem oft geht nach einer langen, ermüdenden Wanderung oder Fahrradtour: die Beine sind zwar oft bleischwer, aber bleiben auch oft unruhig bis man sich um sie gekümmert hat mit Einreibungen, wärmend wie Arnikaöl oder einem warmen Bad das machen oder mit erfrischenden Lotionen. Ich empfehle Ihnen in erster Linie, Ihr Kind nicht alleine damit zu lassen, denn es braucht Sie, um "irgendwie und –wo" den Aus-Knopf zu finden für die Bewegung und die muskuläre Anstrengung. Beobachten Sie Ihre Tochter doch tagsüber bei seinen Übungen und bieten Sie ihr von Ihrer Seite regelmäßig immer wieder Entspannung und Ausruhen an auf Ihrem Arm oder indem Sie sich neben Ihr Kind legen und beruhigend berühren. Damit signalisieren Sie, dass es gut und kraftschöpfend ist, wenn eine Pause eingelegt wird. Für den Abend, rechtzeitig vorm Schlafengehen, empfehle ich ein Entspannungsbad und/ oder eine Massage. Sie können für beides gut ein Lavendelöl nehmen, welches besonders gut beanspruchte Muskulatur lockert und entspannt. Probieren Sie aus, ob eine eher "festere" Massage, die in die tiefere Muskulatur geht gut tut oder eher eine sehr sanfte, schmetterlingsgleiche Massage auf der Haut zu mehr Erfolg führt. Versuchen Sie herauszufinden in der Beobachtung und mit dem Gedanken, ob mit dem eher festeren Angebot Ihr Kind sich mehr zu spüren beginnt und damit der Schwere und Müdigkeit des Körpers nachgeben kann; oder die sanfte Berührung der Haut am ganzen Körper besser wirkt durch lange Streichungen, die das Liebes- und Entspannungshormon Oxytocin ausschütten lassen. Und dann Halten Sie Ihr Kind noch eine Weile, bis es die körperliche Schwere in Ihre Arme abgeben kann. Nehmen Sie es auch in den Arm, wenn Sie sehen, dass es aus seinen "Programm" gerade nicht rauskommt und halten Sie es, bevor Sie zusammen sich hinlegen; es braucht einen liebevollen Unterbrecher. Übrigens: das Massageangebot an Ihr Kind und die liebevolle Durchführung (für wie lange ausgiebig auch immer es an den Abenden möglich ist) tut Ihnen genauso gut wie Ihrem Kind. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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