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Themenbereich: Kinderwunsch

Fehlgeburt bei Schilddrüsenunterfunktion

Anonym

Frage vom 16.04.2020

Liebe Hebammen,

ich bin 33 Jahre und wir wünschen uns ein 2. Kind.

Am 14.03. habe ich im 2. ÜZ positiv getestet. Daraufhin war ich am 17.03. zur Blutabnahme um den Schilddrüsenwert zu kontrollieren, da bei einer Blutuntersuchung am 07.02. beim Hausarzt ein Wert von 4,68 ermittelt wurde. Zum Zeitpunkt des positiven Schwangerschaftstests nahm ich L-Thyroxin 50mg. Bei der Kontrolle bei meinem Frauenarzt ergab sich ein Wert von 3,3. Daraufhin habe ich ab dem 19.03. das L-Thyroxin auf 75mg erhöht. Am 01.04.2020 war ich zum 1. Ultraschall bei meinem Frauenarzt rechnerisch hätte ich bei 6+4 sein müssen auf dem Ultraschall konnte er jedoch nur eine Fruchthöle die 5+5 entsprach und einen im Verhältnis zur Fruchthöhle vergrößerten Dottersack sehen. Ich sollte dann eine Woche später nochmals kommen. Auch hier zeigte sich, dass nichts weiter gewachsen war und es war somit leider klar, dass die Schwangerschaft nicht weiter ging. Auch der HTC-Wert sprach dafür. Ich hatte dann mit meinem Arzt vereinbart, dass wir auf einen natürlichen Abgang warten. Da die Schwangerschaft noch nicht so weit war. Laut Zyklus hätte meine Periode am 13.04. bei einem Zyklus von 30 Tagen kommen müssen. Meine Zyklen sind meist so zwischen 29 und 31 Tagen. Begonnen hat die Blutung dann am 11.04. Die Blutung und die Unterleibsschmerzen waren schon etwas stärker als bei meiner regulären Periode aber von der Dauer wird es denke ich nicht wirklich länger gehen als sonst. Mein Frauenarzt meinte es wäre jedoch eher ein Zufall, dass die Abbruchblutung zum selben Zeitpunkt kam wie die reguläre Periode hätte kommen müssen. Bei der Ultraschalluntersuchung am 4. Tag der Blutung sagte er das alles gut aussieht und es schon gut abgeblutet wäre.

Ich mag meinen Frauenarzt wirklich sehr und möchte seine Kompetenz auch nicht in Frage stellen, jedoch möchte ich Sie um einen Rat bitten, da mir die Aussage meines Arztes irgendwie nicht weiterhilft. Mein Arzt meinte ich solle ab der nächsten Periode nochmals einen Zyklus warten bevor wir erneut versuchen ein Baby zu bekommen, da es statistisch gesehen ein höheres Risiko für eine weitere Fehlgeburt gibt wenn ich direkt wieder schwanger werden würde. Ich kann aber Online nichts finden, dass diese Aussage bestätigt. Eher im Gegenteil. Am 27.04. müsste ich eigentlich wenn alles normal läuft wieder einen Eisprung haben. Die nächste Kontrolluntersuchung habe ich am 29.04. Über Ihre Einschätzung in meinem konkreten Fall würde ich mich sehr freuen.

Des Weiteren habe ich noch eine Frage. Ich habe bereits eine wundervolle und gesunde Tochter (3 Jahre). Seit der Geburt unserer Tochter haben wir mit NFP verhütet. In dieser Zeit habe ich festgestellt, dass ich meinen Eisprung spüre und zwar sind die Schmerzen in einem Zyklus stärker und im anderen Zyklus wieder schwächer. Immer abwechselnd. Meine Tochter entstand in einem Zyklus in dem ich nicht so starke Schmerzen hatte. Die Schwangerschaft die nicht weiter ging entstand in einem Zyklus in dem die Schmerzen stärker waren. Das ist vielleicht eine komische Frage aber können Sie sich vorstellen, dass die Qualität der Eizellen damit zusammen hängt? Und müsste der nächste Zyklus nach dem Abgang dann ein Zyklus wieder mit mehr Schmerzen oder weniger Schmerzen sein?

Aktuell nehme ich Folio Forte mit Jod. Dies habe ich auch schon in der Schwangerschaft mit meiner Tochter genommen. Nun weiß ich, dass es andere Kombipräparate gibt die wesentlich mehr Vitamine usw. enthalten. Meine Freundin nimmt bspw. Eucell Natal. Würden Sie empfehlen das Präparat zu wechseln? Macht es Sinn oder ist es wenn alle Werte passen eher unnötig oder vielleicht sogar kontraproduktiv?

Vielen Dank für das lesen meines langen Textes und für eine Antwort.

Herzliche Grüße

Antwort vom 18.04.2020

Hallo, lange Zeit wurde den Frauen empfohlen nach einer Fehlgeburt eine Wartezeit einzuhalten bis zu einer erneuten Schwangerschaft. Inzwischen wurde durch Studien belegt, dass eine Wartezeit das Ergebnis einer Folgeschwangerschaft nicht positiv beeinflusst. Es ist sogar eher belastend, insbesondere wenn bei Kinderwunsch widerstrebend verhütet wird. Sehr sinnvoll ist hingegen die Schilddrüsenmedikation optimal einzustellen, weil die Schilddrüsenhormone eine Rolle für den Erhalt der Schwangerschaft spielen. Dabei ist ein TSH-Wert unter 1 anzustreben, je nach Ursache für die Unterfunktion sogar noch niedriger. Bitte lassen Sie sich dafür einen Termin bei einem Spezialisten geben (z.B. Endokrinologen, Nuklearmediziner). Dort sollte unbedingt auch geklärt werden, ob Sie Jod nehmen können oder nicht. Das ist wichtiger, als zusätzliche Vitamine zu nehmen. Es kann dabei rauskommen, dass Sie nur Folsäure nehmen sollten.
Die Frage nach der Seite an der ein Eisprung stattfindet kann relevant dafür sein, ob Sie schwanger werden oder nicht, jedoch nicht für die Qualität des Eies. Welche Seite als nächstes dran ist, obliegt dem Zufall.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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