my babyclub
menü
babyclub.de - alles rund um Baby, Schwangerschaft, Geburt, Vornamen, Hebammen
Bitte einloggen

Passwort vergessen?
Noch nicht Mitglied?
Kostenlos registrieren
Themenbereich: Medikamente in der Schwangerschaft

Wie lange kann Mönchspfeffer in der Schwangerschaft genommen werden?

MaryS
Gelegenheitsclubber (0 Posts)

Frage vom 27.09.2019

Hallo. Ich habe im April ein Fehlgeburt gehabt, ich bin durch Mönchspfeffer schwanger geworden, nach positive SST habe es gleich abgesetzt. Leider im 7 SSW es ist kein Herzaktion mehr gewesen. Jetzt bin ich wieder durch mönchspfeffer schwanger geworden, 9+4 SSW. Ich habe dieses Mal die Kapseln nicht mehr abgesetzt und ich möchte gerne bis 12 SSW nehmen, zur Sicherheit. Können die Kapseln irgendwelche negative Auswirkungen für baby haben? Lg

Antwort vom 29.09.2019

Hallo, es gibt zwar viele Studien zu Mönchspfeffer außerhalb der Schwangerschaft, jedoch nur wenige, die Wirkungen und Nebenwirkungen in der Schwangerschaft untersucht haben. Es wird daher empfohlen Mönchspfeffer nach Eintritt einer Schwangerschaft abzusetzen. Mönchspfeffer soll eine hemmende Wirkung auf das Hormon Prolaktin haben, das für die Milchbildung verantwortlich ist. Wenn davon außerhalb der Schwangerschaft zu viel vorhanden ist, wirkt sich das negativ auf Zyklus und Eisprung aus. Deshalb ist in der Stillzeit das Eintreten einer erneuten Schwangerschaft erschwert und viele stillende Frauen haben solange sie noch häufig stillen keinen Eisprung und keine Menstruation.
Wird das Prolaktin gehemmt, können sich Zyklus und Eisprung einpendeln und die Erfüllung des Kinderwunsches wird erleichtert.
In der Schwangerschaft bereitet sich der Körper der Frau allerdings weit vor der Geburt auf das Stillen des Kindes vor, indem beispielsweise die Milchdrüsen ausreifen. Um diesen Prozess nicht zu stören sollte Mönchspfeffer spätestens in der 12. Woche abgesetzt werden.
Das die Einnahme von Mönchspfeffer eine Fehlgeburt verhindern könnte, ist mir nicht bekannt. Die meisten Fehlgeburten sind schicksalhaft und häufige Gründe sind Fehler bei der Zusammensetzung der Chromosomen von Mutter und Vater zu einem neuen Lebewesen oder bei der Einnistung. Daran könnte kein Medikament etwas ändern.
Es gibt zwar auch Fehlgeburten wegen Hormonstörungen, die sich durch die Gabe von Hormonen wirkungsvoll verhindern lassen, beispielsweise durch Gabe von Schilddrüsenhormonen bei nachgewiesener Schilddrüsenunterfunktion.
Die Häufigkeit von Fehlgeburten ließ sich jedoch mit vorbeugenden Hormongaben nicht vermindern. Insofern ist auch die Einnahme von Mönchspfeffer "zur Sicherheit" nicht zu empfehlen, weil einfach zu wenig bekannt ist über die Wirkungen und Nebenwirkungen in der Schwangerschaft.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

0

Neuen Kommentar verfassen

Um einen neuen Kommentar zu verfassen, musst du angemeldet sein. Bitte melde dich hier an.


Jetzt kostenlos persönliche Frage stellen: