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Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

Kann sich die Schwangerschaft noch entwickeln?

Anonym

Frage vom 14.07.2020

Sehr geehrtes Team!
Hatte heute morgen einen positiven SS Test in der Hand. Bin dann in KH weil ich bereits durch einen Vu eine Fehlgeburt hatte.
Der Arzt dort war extrem grob und unfreundlich, hat mir auch nicht geglaubt das ich SS sein könnte. Ich habe meine letzte Periode zwar bereits am 04.06.20, mein Zyklus ist aber zirka 38 Tage lang.
Sie haben mir mitgeteilt, dass sie eher denken, dass es eine Eileiterschwangerschaft ist weil sie nichts sehen im Uterus, jedoch keine Schmerzen nur normale Symptome wie ziehen im Rücken (eher rechts mal Links), Leichte Bauchschmerzen, Übelkeit, erbrechen, Müdigkeit und Heißhunger auf Salziges.
Meiner Blutuntersuchung kam nun heraus das mein Beta HCG doch auf 123 liegt und meine Schleimhaut hat 13mm zirka.

Kann es hierbei doch noch sein, dass sich eine normale SS entwickelt?
Bin extrem verunsichert und hab auch große Angst.
Eisprung war wahrscheinlich am 28.06.20

Danke für ihre Hilfe

Antwort vom 16.07.2020

Hallo, Ihre Ängste nach den Erfahrungen in der ersten Schwangerschaft sind verständlich. Ich nehme an, dass Sie sich durch den Klinikbesuch Bestätigung erhofft haben. Leider ist frühe Kontrolle kein Weg aus der Unsicherheit. Das was festgestellt wurde (noch nichts zu sehen, aufgebaute Schleimhaut) passt zu den Daten von letzter Menstruation und verlängertem Zyklus. Demnach würden Sie sich ganz früh in einer Schwangerschaft befinden, wozu auch die Höhe des HCG passt. Es ist einfach noch zu früh, um etwas per Ultraschall feststellen zu können, weil alles noch zu klein ist, um mit US sichtbar zu sein. Eileiterschwangerschaften lassen sich auch erst feststellen, wenn die Schwangerschaft weiter fortgeschritten ist und/oder entsprechende Symptome auftreten. Derzeit gibt es keinen Hinweis auf eine Eileiterschwangerschaft. Meine Empfehlung an Sie ist jetzt erst mal ein bis zwei Wochen zu warten bis Sie weitere Untersuchungen vornehmen lassen. Solange Sie selbst nichts ungewöhnliches merken (Schmerzen, Blutungen) können Sie "guter Hoffnung" sein und von einer sich entwickelnden Schwangerschaft ausgehen. Sinnvoller als die Untersuchung in der Klinik ist der Besuch Ihres Frauenarztes/Ihrer Frauenärztin. Kliniken sind nur für Notfälle oder wenn Sie überwiesen werden.
Der erste US nach Mutterschaftsrichtlinien ist erst für die rechnerisch 9.- 11. Woche vorgesehen, die Kontrolle des HCG-Wertes nur als Zusatzinformation bei Unklarheiten (nicht routinemäßig). Der erste US liegt so spät, weil erst dann alles groß genug ist, um gemessen und beurteilt werden zu können. Vorher ergeben sich unvollständige Befunde wie "eine Fruchtblase, aber kein Embryo", ein Embryo, aber kein Herzschlag" oder "zu klein für das Schwangerschaftsalter". Gerade wenn sowieso schon Ängste bestehen, verunsichert das, ohne einen zusätzlichen Nutzen bringen zu können.
Bei der Berechnung des Schwangerschaftsalters ist bei Ihnen davon auszugehen, dass die Schwangerschaft circa 10 Tage jünger ist, als automatisierte Berechnungen es vorgeben, die von einem 28-Tage - Zyklus ausgehen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die weitere Schwangerschaft, Monika Selow

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