Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Drogen- und Alkoholsuchtproblematik des Vaters aufs Kind übertragbar?"

Anonym

Frage vom 23.02.2005

Hallo, wahrscheinlich bin ich schwanger (erst 4.Woche), bin bereits Mutter eines 11Jährigen. Mein Freund hat gesundheitliche Probleme und ich mache mir Sorgen um die Gesundheit des "eventuellen" Kindes, da er selbst als Kind einer Drogenkranken (Alkohol, vielleicht auch Heroin...- er ist adoptiert, wir wissen es nicht genau) mit "spastischen Krämpfen" ... zur Welt kam, später (bis heute) mit extremer innerer Unruhe/Ängsten, starken Schweissausbrüchen, zugleich aber auch einer Art Lethargie, Passivität und selbst Drogenproblemen (auch Alkohol) zu kämpfen hat...
Nun habe ich Angst, dass das Kind davon/dadurch evtl. gesundheitlich beeinträchtigt sein könnte - ist das möglich - könnte es da erbliche Belastungen geben? Ich selbst lebe allerdings sehr gesund, rauche nicht, trinke überhaupt keinen Alkohol, ernähre mich mit "Bio"-Produkten...
Könnte also ein Risiko bestehen - sind diese "Probleme" meines Freundes vererbbar? - Vielen herzlichen Dank schon jetzt!!
Gruß

Anonym

Antwort vom 24.02.2005

Hallo, die durch einen "Drogenmißbrauch" der Großeltern/ Eltern erworbenen psychischen Beeinträchtigungen werden nicht vererbt. Alkoholkonsum kann zwar das Kind in seiner Schwangerschaftsentwicklung schädigen, Alkohol schädigt aber in dem Sinne nicht so einfach die Spermienqualität (und Genetik).(Es hat ja nun auch mit der Schwangerschaft funktioniert) Die Frage, wie weit es eine "genetische Veranlagung" zu einem schnellerem Drogenmißbrauch und einer psychischen Labilität gibt, ist nicht wirklich zu beweisen. Kritiker solcher Theorien sagen, das ein gutes soziales "Familiengefüge" und durch die Eltern mitgegebenes Selbstbewußtsein die Kinder schützen können in Drogenkarrieren abzudriften. Ich finde Sie sollten Ihr Kind alleine mit dem Herzen betrachten und erst mal nichts in sein "zukünftiges" Verhalten reininterpretieren. Sie sollten Ihr Kind sicher auch nicht mit dem Angstaspekt "mit dir ist bestimmt etwas nicht in Ordnung" begleiten. Das währe sicher keine gute Grundlage für das Selbstbewußtsein des Kindes. Alles Gute, Ina

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