Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"wie kann ich die Wendung des Babys fördern?"

Anonym

Frage vom 21.12.2005

Liebes Hebammenteam,
erstmal vielen Dank für Ihren Service, der mir doch schon einige Male geholfen hat, wenn ich mir Fragen und Antworten der anderen durchgelesen habe.
Ich bin jetzt in der 33. + 2 SSW und habe gestern abend bei der pH-Wert-Messung meinen Muttermund ertasten können. Irgendwie hat mich das beunruhigt, das ging nämlich seit Wochen überhaupt nicht. Außerdem fand ich ihn weich und etwas verschiebbar.
Ist das irgendwie bedenklich? Wehen oder Schmerzen hatte ich nicht, eigentlich habe ich mich sehr wohl gefühlt. Und letzten Freitag bei der Vorsorge war alles O.K., Gebärmutterhals 4,1 cm und alles zu.

Meine 2. Frage betrifft die Kindslage. Das Baby liegt noch in BEL und Beckenhochlage sowie Moxen interessieren ihn überhaupt nicht. Dreht er sich noch? Er hat sich seit 4 Wochen überhaupt nicht mehr gedreht, nur von rechts nach links und zurück. Außerdem ist er auch schon 43 cm groß, hat er überhaupt noch genug Platz für solche Aktionen. Was halten Sie von einer äußeren Wendung? Ich bin da etwas verunsichert und von jeder Seite hört man etwas anderes.

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Antwort vom 21.12.2005

Hallo, es ist nicht schlimm, wenn Sie den Muttermund tasten können. Je nach Lage der Gebärmutter und des Kindes, kann es schon mal unterschiedlich erreichbar sein und auch die Konsistenz kann wechseln. Die Messung bei der letzten Vorsorge spricht eher für einen ziemlich geschlossenen Muttermund. Eine spontane Wendung des Babys ist durchaus noch möglich (eigentlich bis zum Schluss). Die Größe des Babys ist dabei weniger entscheidend als die Fruchtwassermenge. Wenn es weder zu wenig noch zu viel ist, dann hat das Baby auch genug Platz, um sich zu drehen. Manchmal dreht sich ein Baby nicht, weil die Mutter bei normaler Lage Rückenbeschwerden hätte oder weil Verspannungne vorliegen. In dem Fall können Beckenlockerungsübungen helfen oder auch mal Shiatsu oder Wassergymnastik für den Rücken. Sie können Ihre Hebamme fragen, was bei Ihnen angezeigt sein könnte. Ansonsten ist die äußere Wendung eine prima Möglichkeit, um das Baby noch in Schädellage zu bringen. In den meisten Fällen klappt die Wendung gut, und wenn sie nicht einfach geht, wird sie auch nicht gemacht. Nach allen bisherigen Erfahrungen mit der Wendung stellt sie auch kein erhöhtes Risiko dar, wenn derjenige, der sie durchführt Erfahrungen damit hat. In den meisten Städten gibt es Spezialisten dafür.
Alles Gute, Monika

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