Themenbereich: Abpumpen

"Wie kann mein Kind an der Brust trinken lernen?"

Anonym

Frage vom 04.09.2007

Hallo,mein Sohn ist jetzt fast 6 Wochen alt,trinkt im moment 100 bis 140ml.Habe im Krankenhaus 2 Tage nach der geburt nur mit stillhütchen stillen können,da er sich komplett geweigert hat von der brustwarze zu trinken.Und bereits dort hatte er mich teilweise schon leer getrunken.Als er 2 Wochen alt war(wahrscheinlich Wachstumschub)musste ich anfangen zuzufütten mit HA1 Nahrung da er mehr wollte als ich Milch hatte.Für mich war es nach einigen stressigen Tagen & Nächten mal erholsam nur die Flasche zugeben und ersetzte 1bis3 Mahlzeiten mit Fertigmilch am Tag.Er hatte mit jedem Trinekn an der Brust meine Brüste zerkratzt und an der haut gezogen.Jetzt bin ich seit Tagen dabei Stilltee zu trinken versuche ihn immer wieder wirklich mit sehr viel geduld anzulegen,aber er streubt sich und wehrt sich so heftig wie am Anfang.Ich pumpe ca. alle 2 std ab damit ich ihm weiterhin tagsüber muttermilch geben kann.Jetzt kommt pro Brust ca. 30-40ml raus.Was nun???Wird die Milchbildung durch das pumpen nicht angeregt??Und wie bekomme ich ihn dazu von der brust zu trinken???Und kann man frisch abgepumpte Milch für eins bis zwei std bei zimmertemparaturstehen lassen??Liebe Grüße Nicole

Antwort vom 05.09.2007

Hallo,

leider hört sich Ihr Sohn extrem verwirrt an. Er hat ja auch schon einige Änderungen beim Trinken erfahren.
Zuerste einmal zu Ihrer Frage wie Sie mehr Milch bekommen. Die Nachfrage regelt das Angebot, d.h., daß je mehr Ihr Kind an der Brust trinkt, desto mehr Milch wird gebildet. Mit der Pumpe kann man einen gewissen Stand erreichen, aber die Milchbildung ist extrem viel besser, wenn das Kind an der Brust trinkt. Also müssen Sie versuchen Ihn mit Ruhe und Geduld wieder an die Brust zu bekommen. Eine ausgeglichene Atmosphäre ist dafür unglaublich wichtig. Nehmen Sie ihn frühzeitig an die Brust und versuchen Sie ihn zuerst ohne Hütchen anzulegen. Wenn er dann anfängt Panik zu bekommen, versuchen Sie es mit Hütchen. Es ist besser er trinkt überhaupt, d.h. mit Hütchen an der Brust, als gar nicht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn sich dann die Wogen geglättet haben und das Kind merkt, daß es genug Nahrung bekommt, kann man dann auch konsequent versuchen ihm das Hütchen wieder abzugewöhnen.
Aber in Ihrem Fall geht es primär darum, das Kind von der Flasche weg an die Brust zu bekommen. Er muß lernen, daß trinken an der Brust mehr Saugkraft erfordert als an der Flasche, das lernt er aber nur über das direkte Trinken.
Also versuchen Sie bitte so schnell wie möglich von den Flaschen wegzukommen, das kann für ein paar Tage stressig sein, aber der Aufwand lohnt sich.
Außerdem kümmern Sie sich doch bitte noch um eine Nachsorgehebamme an ihrem Ort.
Es ist wichtig, daß noch einmal jemand bei Ihnen persönlich vorbeischaut. Das übernimmt die Krankenkasse, Sie brauchen keine Angst vor Kosten zu haben.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und Duchhaltevermögen!

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