Themenbereich: Schlafen

"Was kann ich tun, damit mein Kind besser schläft?"

Anonym

Frage vom 23.08.2009

Hallo liebes Hebammenteam,

ich habe eine Frage zum Weinen, bzw. Schreien meiner 3,5 Monate alten Tochter. Die Kleine hat von Anfang an sehr viel geweint. Am Anfang dachte ich, es sei immer Hunger. Mittlerweile habe ich bemerkt, dass es häufig auch ihre Müdigkeit ist. Anstatt einzuschlafen fängt sie so richtig an zu schreien, wenn sie müde ist. Egal ob sie im Bett liegt, auf ihrer Kuscheldecke, im Kinderwagen oder im Autositz. Der einzige Unterschied ist, dass sie im Autositz relativ schnell einschläft und das Schreien dann meistens so nach 5 Minuten aufhört. Im Kinderwagen und vorallem zu Hause kann das Schreien ewig dauern. Man sieht ihre kleinen, roten Augen, die nur noch wenige Millimeter geöffnet sind und sie schreit, als hätte sie übelste Schmerzen. Ich sage immer, es klingt, als ob man sie auf eine Herdplatte gesetzt hätte. Wenn ich sie zu Hause auf den Arm nehme und in den Schlaf wiege, schläft sie dann meistens ein (bis ich sie dann hinlege, dann ist sie wieder am Weinen). Ich trau mich mit ihr garnicht mehr aus dem Haus, weil diese Attacken wie angeflogen kommen und so schnell im Kinderwagen auch nicht aufhören. Den Schnuller nimmt sie leider nicht. Es ist mittlerweile schon etwas besser geworden. Und abends schläft sie komischerweise, bis auf wenige Ausnahmen, nach ihrer Gute-Nacht-Flasche problemlos ein und pennt so an die 10 Stunden. Meine Frage ist nun: Geht dieses Schreien vor dem Einschlafen bald weg? Wenn ich sie immer in den Schlaf schuckel tagsüber, nehm ich ihr dann die Chance das Einschlafen selber zu erlernen? Kann ich sie jetzt mit 3 Monaten verwöhnen? Das Schöne ist ja, dass, wenn sie wach und satt ist, eine ganz süße aufgeweckte Maus ist.

Ganz viele Grüße !

Antwort vom 26.08.2009

Hallo,

ja irgendwie hört es sich an, als ob Sie da in einen seltsamen Zyklus gekommen sind.
Würde Ihre Tochter nicht nachts so wunderbar schlafen, könnte man besorgt sein.
Versuchen Sie das Schlafengehen zu ritualisieren, also, egal ob sie sich wehrt versuchen Sie ihr durch gleiche Abfolgen zu helfen. Vielleicht sollten Sie das Umfeld sehr ruhig gestalten, daß Ihre Tochter nicht durch Reize immer wieder am Einschlafen gehindert wird.
Also nicht immer wieder neue Dinge probieren, sondern gleiche Abläufe, so daß ein Lernprozeß einsetzt. Vielleicht bleiben Sie an Ihrem Bett sitzen, sie merkt Ihre Anwesenheit, aber versuchen Sie sie nicht immer sofort aufzuheben.
Es gibt leider kein Allerheilmittel für diese Einschlafprobleme, aber man kann durch Konstanz und Ruhe manchmal eine Wendung herbeiführen.
Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.

Viele Grüße

Diekmann

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