Themenbereich: Stillen allgemein

"seit zwei Wochen Schmerzen beim Stillen "

Anonym

Frage vom 30.07.2014

Hallo,
Mein Sohn ist jetzt fast 4 Monate. Ich stille noch voll. Habe aber seit ca. 2 Wochen ein extrem schmerzendes Problem mit meiner linken Brust. Zu Anfang war es so , dass ich bloß einen weißen Punkt auf der brustwarze bemerkt habe. Der war recht schmerzhaft , sodass das anlegen in allen Positionen sehr unangenehm war. Nach 2 höllischen Tagen mit dem schmerz bin ich dann für diese Seite auf das Abpumpen umgestiegen. Das war erträglicher. Nach 2 Tagen hatte ich dann ein Gefühl der Besserung und wollte es wieder normal versuchen. Das Andocken war noch unangenehm aber ertragbar. Dann ging es aber weiter. Am nächsten Tag hatte ich schmerzen am vorhof , sowie auch die brustwarze. Beides war leicht angeschwollen und nach dem anlegen , oder abpumpen hatte ich stellenweise eine blutleere brustwarze. Dieser weiße schmerzende Punkt ist nach wie vor noch da. Desweiteren kam noch hinzu , dass ich einen sehr stark stechenden schmerz verspürt habe . In der gesamten Brust. Wie stiche. Ich wollte eigentlich am folgendem Tag zum Gynäkologen und das untersuchen lassen. Dadurch , weil ich an dem Tag aber wieder komplett abgepumpt hab, war der stechende schmerz weg. Die vorhof Beschwerden ebenfalls . Nur noch die brustwarze war etwas geschwollen , was mich durch das Abpumpen aber nicht störte. Heute Morgen habe ich dann den ersten Versuch nach 3 Tagen gestartet , ihn wieder anzulegen an der Seite. Es war noch etwas unangenehm aber auszuhalten. Doch seit dem habe ich jetzt wieder diese extremen stechenden schmerzen in der gesamten Brust.
Was ist nur los mit der Seite ?
Was kann ich noch machen ? Habe gekühlt , gewärmt , kamillentee aufgetragen , mit joghurt eingewickelt , massiert und wenn ich die Möglichkeit habe , trage ich keinen bh .
Ich hoffe sie können mir weiter helfen.
Eine Hebamme habe ich nicht und mein Gynäkologe ist z.zt. im Urlaub.

Antwort vom 01.08.2014

Hallo!
Trotz Ihrer sehr guten Beschreibung des Problems ist es nicht einfach, eine Ferndiagnose zu stellen. Tatsache ist, dass Sie nicht nur vorübergehend Mühe haben mit der Brust, sondern ein anhaltendes Problem. Ihre Beschreibung zu Beginn deutete eher auf einen verschlossenen Milchausgang auf der Brustwarze hin. Dieser löst sich mit gutem Anlegen und Ausstreichen meist von selbst, aber es können sich immer wieder Häutchen über der Stelle bilden, die den Milchabfluss behindern. Häufig ist auch ein Bläschen nach dem Stillen zu sehen, dass oftmals milchgefüllt ist. Oftmals bildet sich ein Stau dahinter, der in der Brust auch sichtbar ist. Hartnäckige Bläschen lösen sich mit feucht-warmen Auflagen vor dem Stillen oder einem kurzen, warmen Brustbad. Ihre anderen Symptome können auf eine Pilzinfektion der Brustwarze bzw. in der Brust hindeuten. Neben der Schwellung und den Schmerzen, die Sie beschreiben, ist die Brustwarze und der Warzenhof häufig auch juckend, leicht schuppig, glänzend, evtl. mit Wundheit. Eine Pilzinfektion folgt häufig auf eine Antibiotikagabe und tritt dann gleichzeitig auf, wenn auch das Kind einen Pilz im Mund und/oder am Po hat oder vor kurzem hatte. Eine Pilzinfektion auf der Brustwarze und dem Warzenhof geht nicht ohne! äußerliche und/oder innerliche Behandlung weg. Leider ist die Diagnose nicht immer einfach zu stellen und richtet sich insgesamt nach den Symptomen (ein Abstrich bringt meistens kein Ergebnis). Insbesondere, wenn Ihr Kind einen sog. Soor im Mund hatte, haben Sie ziemlich sicher auch diesen Pilz auf der Brust. Bitte kontaktieren Sie eine Stillberaterin vor Ort und/oder die Vertretung des Gynäkologen. Die Mittel sind verschreibungspflichtig. Gute Besserung, Inken Hesse, Hebamme

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