Themenbereich: Frühgeburt

"Blutungen bei Fehlgeburt"

Andrea87
Gelegenheitsclubber (0 Posts)

Frage vom 13.09.2017

Hallo.
als ich in der ssw 11+3 war (Montag)ich bei der normalen Untersuchung wo man festgestellt hat dass keine herztöne mehr da sind. mein FA sagte es sei ca 10 tage abgestorben und macht mir für Donnerstag einen termin zur ausschabung. Ab Dienstag abend bekamm ich wehen, in der früh um 4 (Mittwoch) hat die blutung gestartet und zwar ziemlich stark mit große wie blutgerinsel aussehende Stücke. Laut Arzt ist es normal und ich soll warte bzw. mich am Donnerstag ins KkH zu begehen. Meine Frage:
ist das so ok? oder bestehr Gefahr der Ausbluten oder jergendwas?
mfg

Antwort vom 13.09.2017

Hallo, es tut mir leid, dass Sie eine Fehlgeburt haben. Die Blutungsstärke lässt sich natürlich übers Internet nicht beurteilen. Die Blutungsstärke ist individuell verschieden. Zu erwarten ist eine deutlich stärkere Blutung, als bei der Menstruation, jedoch sollte sie nicht so stark sein, dass der Blutverlust zu groß ist. Ein Anhaltspunkt ist Ihr Befinden und Ihre eigene Einschätzung. Wenn Sie starke Kreislaufprobleme haben, Herzrasen bekommen oder einen sehr schnellen Puls, wären ds Hinweise auf eine zu starke Blutung, bei der Sie in eine Klinik müssten. Was Sie vorbeugend tun können: Viel trinken und sich nicht zusätzlich belasten. Blutungsmindernd wirkt Hirtentäschelkraut, dass es als Tee, als Tinktur und als Tabletten gibt. Handelsname dafür ist "Styptysat".
Gut wäre, wenn Sie kurzfristig eine Hebamme finden könnten, die Sie beraten kann und die Stärke der Blutung einschätzen. Bitte lassen Sie sich vom Partner oder Freundinnen/Verwandten unterstützen, z.B. beim Gang zur Apotheke, Telefonate für die Hebammensuche, Einkäufe, zum Arzt fahren lassen usw..
Normalerweise ist bei spontanem Fehlgeburtsbeginn keine Ausschabung notwendig. Der Abgang von Blutgerinnseln ist normal. In den frühen Schwangerschaftswochen gehen Fruchtblase mit Embryo und Plazenta zusammen ab, so dass es keine "Reste" gibt, die ausgeschabt werden müssten. Vor der Entscheidung zu einer Ausschabung könnten Sie einen Ultraschall durchführen lassen und den HB-Wert bestimmen lassen. Es bestünde auch die Möglichkeit den Abschluss der Fehlgeburt durch ein Medikament statt einer Ausschabung zu unterstützen.
Die routinemäßige Ausschabung bietet keinen Vorteil gegenüber einem abwartenden Vorgehen (siehe hierzu auch: http://www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten ). Bei zu starkem Blutverlust ist sie jedoch manchmal erforderlich.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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