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Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

Sorge vor dem natürlichen Verlauf einer Fehlgeburt

Anonym

Frage vom 30.06.2021

Guten Tag,

leider hatte ich eine Missed Abortion. Ich wäre jetzt Ende der 8. Woche und der Embryo hat sich seit fast 2 Wochen nicht weiterentwickelt. Er hatte am Montag eine Größe von nur 4,5 mm, der Herzschlag war auch nicht mehr sichtbar. Ich bin natürlich traurig, aber ich komme damit grundsätzlich zurecht. Womit ich aber überhaupt nicht zurechtkommen ist der Gedanke an den Abgang, der mich erwartet. Meine Ärztin hat mir nämlich geraten, dieses mal (hatte vor einem Jahr schon einmal eine Fehlgeburt) keine Ausschabung durchzuführen. Ich habe einen großen Kinderwunsch und es besteht ein Risiko, dass man aufgrund der Vernarbungen Einnistungsstörungen als Folge der Ausschabung bekommen könnte, bis hin zur Unfruchtbarkeit. Das will ich auf keinen Fall riskieren. Daher muss ich tatsächlich den für mich härteren Weg des Abgangs gehen. Bei dem Gedanken daran, von Schmerzen und Wehen geschüttelt diese kleine Geburt zu erleben wird mir schlecht und ich kriege wirklich Panik. Andere Frauen schreiben online von großen Blutverlust und enormen Schmerzen bis hin zur Ohnmacht. Ich bin davon einfach komplett überfordert und weiß nicht wie ich das schaffen soll. Ich gehe am Freitag zu meiner Gynäkologin, die mir wohl ein einleitendes Medikament geben wird, dass den Abgang beschleunigt. Wie kann ich mich beruhigen? Ist es erträglich? Ist es gefährlich? Kann man bzw. sollte man so etwas begleitet im Krankenhaus durchführen?

Seit 2 Tagen habe ich einen permanenten leichten Periodenschmerz. Vielleicht passiert es ja auch demnächst von alleine. Ich habe allerdings erst vor 3 Tagen das Progesteron abgesetzt.

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort vom 02.07.2021

Hallo,
es tut mir leid, dass sich Ihre Schwangerschaft nicht so entwickelt wie erhofft. Bis vor einigen Jahren wurde den Frauen bei einer Fehlgeburt meist empfohlen eine Ausschabung durchführen zu lassen. Dann hat sich jedoch in Studien herausgestellt, dass die Ergebnisse beim Abwarten auf den natürlichen Verlauf, anders als bis dahin vermutet, bei beiden Methoden vergleichbar sind. Alle Methoden haben Vor- und Nachteile. Die Zufriedenheit der Frauen war am Größten, wenn sie selbst entscheiden konnten, wie vorgegangen werden soll. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie lieber in einer Klinik wären, dann können Sie dort auch hingehen und je nach Verlauf sehen, wieviel Unterstützung für Sie in dem Moment sinnvoll ist. Die meisten Fehlgeburten verlaufen komplikationslos. Bei starken Beschwerden kann immer auch etwas getan werden, zum Beispiel ein Schmerzmittel gegeben oder etwas, um eine zu starke Blutung zu stoppen. Zur Eigenanwendung könnten Sie sich Hirtentäschel als Tee oder Tinktur besorgen. Das wirkt Blutstillend. Bei einer sehr starken Blutung wäre es besser in eine Klinik zu gehen, damit dort eventuell ein operativer Eingriff vorgenommen werden kann. Eine Ohnmacht wegen hohem Blutverlust ist nicht normal und sollte auch nicht in Kauf genommen werden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin noch mal über Ihre Ängste und Befürchtungen sowie über die Möglichkeiten, die im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Eigentlich steht Ihnen auch bei einer Fehlgeburt Hebammenhilfe zu. Eine Begleitung ist sinnvoll, weil dann individuell in der Situation entschieden und unterstützt werden kann. Leider gibt es nicht mehr genug Hebammen, die kurzfristig eine Betreuung übernehmen können. Vielleicht können Sie ja Ihre Ärztin anrufen, wenn sich im Verlauf der Fehlgeburt Fragen ergeben sollten.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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