Themenbereich: Nachsorge

"Probleme mit Dammschnitt, wie verhält es sich bei 2. Geburt?"

Anonym

Frage vom 01.07.2001

Seit der Geburt meines Sohnes ist mittlerweile ein Jahr vergangen und immer noch leide ich an den Folgen des Dammschnitts bzw. -risses. Die Naht ist gerötet und juckt, außderdem sind kleine Risse zu sehen. Mein FA riet mir die Naht mit Vaseline einzucremen, aber leider hilft das nichts. Die Situation belastet mich sehr, da auch mein Sexualleben darunter leidet.
Was kann ich tun? Außerdem würde mich interessieren, ob eine zweite Geburt die Sache verschlimmern würde?

Anonym

Antwort vom 01.07.2001

Ich denke, damit haben Frauen öfter noch lange zu tun, daß der Dammschnitt schmerzt und empfindlich ist. Eine regelmäßige Dammassage mit dem besagten Dammassageöl sechs Wochen vor dem Entbindungstermin ist u.a. die wichtigste Geburtsvorbereitung, die ich allen schwangeren Frauen ans Herz legen möchte! Ich habe nochmals Rücksprache gehalten und eben auch dieses Dammassageöl ist nach dieser Mischung auch für die Massage des Damms bzw. des Schnitts zu verwenden. Es ist hergestellt nach einer Rezeptur der Hebamme Frau Stadelmann und kann bezogen werden über die Bahnhof Apotheke in Kempten/Allgäu,Tel: 0831-5226611. Es besteht aus einer Mischung aus Johanniskrautöl und Weizenkeimöl und der Zugabe der ätherischen Öle von Muskatellersalbei und Rose. Johanniskrautöl hat eine stark nervenstärkende Wirkung und kann eingesetzt werden, wenn sensible Nervenenden behandelt werden sollen. Weizenkeimöl ist sehr reichhaltig an Vit E, verbessert dadurch die Elastizität des Gewebes und unterstützt die Muskel-und Drüsenfunktion. Das Öl der Rose wirkt stark antiseptisch und krampflösend und wurde schon in der Antike in der Geburtshilfe eingesetzt. Ebenfalls krampflösend wirkt das Muskatellersalbei. Der Damm sollte regelmäßig für etwa fünf bis zehn Minuten pro Tag massiert werden (das Öl ist äußerst sparsam zu verwenden und überschüssige Reste sollten danach abgetupft werden), indem Frau das Gewebe des Dammes(zwischen unterem Scheideneingang und After) U-förmig massiert indem sie ein oder zwei oder drei Finger ungefähr drei Zentimeter tief in die Scheide einführt und mit dem Daumen außen den Damm richtig gut zur Massage fassen kann. Das Öl macht den Damm bzw. das Gewebe oder auch die Naht weich, geschmeidig und dehnfähig. Die Frage, ob eine zweite Geburt diesen Dammschnitt verschlimmern würde, ist situationsabhängig und kann so nicht beantwortet werden. Wenn Sie eine regelmäßige Dammassage durchführen und sich eine Hebamme Ihres Vertrauens suchen sowie eine Klinik, die eine niedrige Dammschnittrate aufweist, dann ist es u.U. möglich, den Damm so gut vorbereitet und in Absprache mit der Hebamme nach allen Möglichkeiten und Mitteln zu <halten>, d.h., daß u.U. auf einen Dammschnitt verzichtet werden kann.
Mit freundlichen Grüßen

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