Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Kuhmilchallergie mit 7W. ?- Welche Konsequenzen?"

Anonym

Frage vom 30.08.2001

Hallo Babyclub-Team,
mein Sohn ist 7 Wochen alt und hatte ziemlich viele rote
Pickelchen im Gesicht und auch am ganzen Körper. Wir
dachten, dass es sich dabei um eine Neugeborenenakne
handelt, die von selbst wieder weg geht. Unsere Kinderärztin
meinte bei der U3, dass es sich bereits um eine "Vorstufe"
zu Neurodermitis handele, und da ich stille, solle ich mal
prüfen, ob es an meiner Nahrung liegen könne. Ziemlich
schnell fand ich heraus, dass bei Weglassen sämtlicher
Kuhmilchprodukte, die roten Flecken schlagartig verschwinden.
Heisst dies nun, dass unser Kind nach dem Abstillen keine
Kuhmilchprodukte zu sich nehmen kann?
Kann die Allergie irgenwann wieder verschwinden, oder ist dies eher unwahrscheinlich?
Kann es sein, dass nur
bestimmte Kuhmilchprodukte die Allergie auslösen? Gibt es
Behandlungsmöglichkeiten, oder nur den Verzicht auf Kuhmilch?
Kann man durch den Verzicht auf Kuhmilchprodukte ein "Ausbrechen" der Neurodermitis verhindern?
Ich würde mich sehr über eine baldige Antwort freuen, denn im
Moment können wir uns noch nicht so recht vorstellen, was
die jetzigen Beobachtungen für die Zukunft bedeuten.
Viele Grüße

Anonym

Antwort vom 31.08.2001

-Zunächst einmal ist es natürlich möglich, dass es sich bei den Pickelchen Ihres Sohnes in der Tat um die Neugeborenenakne gehandelt hat, und das Verschwinden der Pickelchen nur zufällig zusammen mit dem Weglassen der Kuhmilchprodukte im Zusammenhang steht. Dennoch sollten Sie zunächst auf Kuhmilchprodukte verzichten. Um Ihren eigenen Kalziumbedarf nicht zu gefährden, sollten Sie hier auf eine Kalziumreiche Ernährung achten, da Milch der Hauptlieferant für Kalzium ist. Zudem sollten Sie Ihren Sohn möglichst lange - mindestens sechs oder acht Monate - voll stillen und dann langsam mit der Einführung der Beikost beginnen. Versuchen Sie hier eine Kuhmilchfreie Ernährung im ersten Lebensjahr nach Möglichkeit konsequent durchzuführen. In den meisten Fällen können Kinder dann vorsichtig mit der Kuhmilch beginnen, nur in seltenen Fällen muss die Kuhmilch ein weiteres Jahr gemieden werden und nur wenige Kinder müssen "lebenslänglich" Kuhmilchfrei ernährt werden. Ein Ausbrechen von Neurodermitis oder einer Kuhmilchallergie kann unter Umständen durch eine konsequente kuhmilcheiweißfreie Ernährung im ersten Lebensjahr vermieden werden. Wenden Sie sich hierzu dann aber bitte auch an das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) die eine Broschüre zu diesem Thema herausgegeben haben: "Ernährung für Kinder mit Kuhmilcheiweißallergie"

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