Themenbereich: Abstillen

"Umstellung auf Beikost (Vater hat Neurodermitis)"

Anonym

Frage vom 12.02.2002

Meine kleine Tochter ist nun 4einhalb Monate alt.Sie wird noch voll gestillt. Der Papa hat Neurodermitis Heuschnupfen und Asthma,aus dem grund möchte ich die umstellung auf Beikost möglichst schonend gestalten. Mein Kinderarzt sagte, ich solle nun schon mit Karotte beginnen ,in diversen Zeitschriften habe ich jedoch gelesen das Karotte ein erhöhtes allergisches potenzial besitzt.Bisher ist Janne (meine Tochter) erscheinungsfrei.Was raten sie mir. Kann ich sie trotzdem volle sechs monate stillen? Ihre Gewichtsentwicklung verläuft normal!Mit welchen nahrungsmitteln kann ich beginnen?Und welche Zeitabstände sollte ich einhalten bis zum nächsten Lebensmittel?
Außerdem würde ich gerne selber kochen was habe ich dabei zu beachten?Vielen dank im vorraus für die beantwortung meiner fragen mit freundlichen grüßen

Anonym

Antwort vom 14.02.2002

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Sie können Ihre Tochter natürlich die sechs Monate voll stillen! Es gibt viele Ernährungsberater die ein ausschließliches Stillen sogar bis zum vollendeten achten Lebensmonat empfehlen. Solange Sie und Ihre Tochter das stillen genießen und Janne mit der Muttermilch gut gedeiht, spricht nichts dagegen. Sofern die Neurodermitis, der Heuschnupfen und die Allergien des Vaters nicht lebensmittelabhängig sind, brauchen Sie diesbezüglich keine besondere Ernährung bei Ihrer Tochter durchzuführen. Meiden Sie im ersten Lebensjahr dann die Kuhmilch, Weizen, Eier, etc. und natürlich alle Lebensmittel die bei Ihnen oder dem Vater des Kindes Allergien auslösen. Beginnen Sie dann ruhig mit dem Karottenbrei, wenn die Kleine 10 bis 12 Löffel davon isst, geben Sie noch eine Kartoffel dazu. Dann können Sie nach und nach die übrigen Stillmahlzeiten ersetzen. Warten Sie zwischen dem ersetzen der einzelnen Mahlzeiten am besten drei bis vier Wochen ab, um Ihrer Tochter Zeit zu geben, sich richtig an die neuen Lebensmittel zu gewöhnen. Falls Sie selber kochen möchten, achten Sie darauf, die Lebensmittel in einer hochwertigen Qualität zu kaufen (z.B. aus dem Bioladen oder Reformhaus) und möglichst wenig Schadstoffe zu verwenden. Würzen und salzen Sie die Babybreie kaum, der Brei muss nicht uns schmecken, sondern das Kind soll sich langsam an die neuen Geschmacksrichtungen gewöhnen. Vielleicht interessiert Sie zu dem Thema Ernährung auch die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) "Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern aus Allergikerfamilien", hier werden auch ein paar einfache Rezepte zum selber kochen angegeben.

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