Themenbereich: Schlafen

"Mit 4M unruhige Nächte - Nachtschreck?"

Anonym

Frage vom 19.03.2002

Mein Sohn ist jetzt 4 Monate und die Nächte werden immer schlechter! Er muss trotz Brei am Abend noch zwei bis drei
mal an der Brust trinken und die restliche Nacht wacht er öfters einfach nur so auf und möchte entweder den Schnuller wieder haben oder ein paar Schluck Tee. Ich habe nun schon daran gedacht, abzustillen, und durch größere Sättígung und fixe Mahlzeiten bessere Nächte zu erzielen! Bitte um Ratschläge!
Ich habe Ihnen bereits gestern eine Anfrage zu den Schlafstörungen unseres 4 Monate alten Sohnes geschrieben. Da ich ihn heute in der Nacht beobachtet habe und dann auch im Buch "Jedes Kind kann..." nachgelesen habe, ist mir der Verdacht gekommen, dass er evtl. auch an diesem sog. Nachtschreck und an Albträumen generell leiden könnte. Wir legen ihn um 19.30 Uhr hin und er wird dann das erste mal um ca. 21.30 Uhr schreiend munter! Rausnehmen hilft nicht sondern nur Tee oder Schnuller. Dasselbe passiert dann nochmal um ca. 22.30 Uhr. Gegen 00 Uhr hat er dann das erste Mal Hunger und wacht dann aber danach (trotz ausgiebigem Bäuerchen) in ca. 1 1/2 Stunden-Abständen wieder auf und will dann entweder Schnuller, Tee oder Brust. Ich habe nun bemerkt, dass er vorm Aufwachen zu strampeln und mit den Händen zu Rudern anfängt, dazwischen sind immer ganz kurze Pausen (1/2 min.), wo man denkt er schläft wieder und dann fängt er aber wieder zum herumwuseln an und nach ca. 2-3 minuten kommt dann das erste "quaqua"! Am Tag schläft er übrigens immer zur etwa gleichen Zeit zweimal für ca. 2 Stunden und wir machen auch am Abend ein ausführliches Bettgehritual! Sie empfehlen anderen Müttern oft Bachblüten oder Globuli...könnten wir dadurch Abhilfe bekommen? Vielen Dank für Ihren Rat im voraus!

Anonym

Antwort vom 20.03.2002

Eine Behandlung mit Bachblüten oder auf homöopathischer Basis sollte vor Ort von einer Hebamme oder einem Arzt mit entsprechender Erfahrung eingeleitet werden, um langfristig Erfolg zu erzielen. Achten Sie auf einen geregelten Tagesrhythmus und geregelte Mahlzeiten am Tag, als auch auf eine feste Einschlafzeit abends. Ungünstige Einschlafgewohnheiten sind oft die Ursache für Ein-bzw. Durchschlafstörungen. Der Schlaf ist außerdem kein gleichförmiger Zustand, sondern es wechseln sich Traum-und Tiefschlafphasen ab, zwischen denen die Kinder jedesmal kurz aufwachen- das passiert bis zu sieben Mal in der Nacht, am häufigsten ab drei Uhr morgens. Ziel ist es dabei, daß die Kinder lernen, selber wieder in den Schlaf zu finden und nicht auf die Hilfe Ihrer Eltern angewiesen sind. Das Schlafmuster ist erst ab dem sechsten Lebensmonat voll ausgereift, so daß erst dann die Kinder lernen können, nachts längere Zeit am Stück durchzuschlafen, ohne etwas zu trinken. Sie können, falls nichts dagegen spricht, langsam mit der Einführung von Beikost beginnen- gute Anfangssorten sind Karotten, Blumenkohl, Fenchel, Brokoli, Kohlrabi oder Pastinaken. Die fehlende bzw. zusätzlich zur Stillmenge eingeforderte Milchmenge können Sie durch Folgemilch ersetzen. Als Breisorten eigenen sich neben Reisbrei auch Dinkel, Hirse oder Haferflocken, angemacht mit Folgemilch. Bei den Obstsorten sind Äpfel, Bananen, Birnen zu nennen, sowie grundsätzlich alle heimischen Obstsorten. Durch das langsame Einführen von Beikost stillen Sie schonend ab und die fehlende Milchmenge ersetzen Sie wie gesagt durch die Gabe von Folgemilchprodukten, wenn nötig. Sie ersetzen jeweils eine Stillmahlzeit durch eine volle Beikostmahlzeit usw. und führen jeweils eine Sorte Beikost über einen Zeitraum von mind.drei Tagen ein, um auf die Verträglichkeit zu achten. Die Unruhezustände in der Nacht könnten u.U. auch auf Verdauungsbeschwerden zurückzuführen sein- Merkmal davon ist das Anziehen der Beine als auch das rhythmische Schreien mit Pausen dazischen. Bitte lesen Sie die Hilfen unter der Rubrik Blähungen nach.
Mit freundlichen Grüßen

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