Themenbereich: Stillen allgemein

"Ruhigeres Trinken aus der Flasche?"

Anonym

Frage vom 13.03.2005

Liebes Hebammenteam,
ich habe zwei Fragen, ich hoffe, es sind nicht zuviele auf einmal.
Meine wichtigste Frage betrifft das STILLEN -
David (14 Wochen) trinkt sehr oft, meistens alle zweieinhalb Stunden, jedes Mal beide Seiten. Während des Stillens windet er sich oft, lässt die Brust auch manchmal los, weint dann, geht wieder an die Brust, lässt sie los, weint... Wenn ich dann die Seite wechs’le, trinkt er weiter, ohne loslassen. Wenn das Stillen beendet ist, weint er meistens (nicht lange, ca. 1 Minute) Er trinkt sehr schnell, ich habe den Tipp bekommen, ihn sofort nach Stillende einen Schnuller zu geben, manchmal klappt das auch.
Er nässt recht viele Windeln pro Tag, auch hat er sein Geburtsgewicht bereits verdoppelt, und ist 12cm gewachsen - dies alles ja eigentlich Zeichen, dass er genug zu trinken bekommt...
Ich hadere nun schon seit Wochen, ob ich abstillen soll. Eigentlich wollte ich, bis er sechs Monate alt ist, stillen, aber ich sehe mich nicht in diesem Rhythmus und auch bei der schlechten Qualität der ‘Still-Einlagen’ weitermachen. Ich habe die Hoffnung, dass er, wenn er Fertigmilch bekommt, länger durchhält. Auch trinkt er ruhiger, wenn er aus der Flasche trinkt (haben mir meine Eltern und mein Freund berichtet, bisher hat er nur Muttermilch bekommen) Was meinen Sie?

Die zweite Frage betrifft den Schlaf-bzw. den Tagesrhythmus. Bis vor wenigen Wochen ist er nur einmal pro Nacht aufgewacht, für eine kurze Stilleinlage (beide Seiten), das ist nun aber leider vorbei. Wir legen ihn gegen 20:30Uhr schlafen, gegen 7Uhr morgens erklärt er die Nacht für beendet. Dazwischen liegen nun meistens zwei Stilleinlagen gegen 1-2Uhr und gegen 4Uhr. Wir probieren immer erst, ihn so zu beruhigen, das klappt aber nie. Er schläft abends nach einem ‘Ritual’ alleine ein, tagsüber braucht er allerdings noch unsere Hilfe. Außerdem muss ich leider sagen, dass wir keinen Tagesrhythmus finden. Ich bemühe mich, ihn gegen 12Uhr zum Mittagsschlaf hinzulegen, das ist aber auch die einzige Konstante. Er schläft jeden Tag anders, zu anderer Zeit, verschieden lang. Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann?! Ich muss auch zugeben, dass ich oft nicht weiß, wann er müde ist. Manchmal ist er anderthalb Stunden ohne Quengeln wach, manchmal drei. Wenn ich manchmal denke, er ist jetzt müde, treffe ich die Vorkehrungen, ihn in Ruhe hinzulegen, Musik, Vorhang zu, ... Dann ist er aber oft doch nicht müde, und das ganze Ritual war umsonst... Wenn er dann WIRKLICH müde ist, merke ich das oft nur, wenn er weint, und dann ist es zu spät, ihn mit längerer Vorbereitung ins Bett zu legen... Viele Fragezeichen...

Haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe schon oft hilfreiche Tipps von dieser tollen Seite geholt, wirklich eine tolle Einrichtung!

Anonym

Antwort vom 14.03.2005

Hallo, da die Nationale Stillkommission und die WHO das Stillen bis ende 6.LM rät, kann ich dazu nichts anders sagen.
Da das Kind absolut gut zugenommen hat, auch der Wachstum ist überdurchschnittlich gut, liegt es nicht am MM Mangel. Das einzige was ich Ihnen empfehlen würde, wäre beim ersten Zeichen von Unruhe an der Brust gleich auf die andere Seite zu wechseln. Des weitern würde ich 1 mal tägl abpumpen, damit abends der Vater das Kind füttern und fertigmachen kann, so dass Sie dann einen länger Stillpause haben und auch mal die Möglichkeit ein bißchen aus dem Haus zu kommen.

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