Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"womit ist bei Anti-c -Antikörpern zu rechnen?"

Anonym

Frage vom 15.03.2005

Ich bin gerade in der 5. Woche schwanger. Bei der Blutuntersuchung wurden Antikörper (Anti-c) gefunden mit einem Titer 1:2.
Insgesamt ist dies meine dritte Schwangerschaft, bzw. die zweite Schwangerschaft mit dem gleichen Vater. Meine Blutgruppe ist 0 Rh. +. Außer, dass es nun wichtig sei, die Blutgruppe meines Mannes herauszubekommen, habe ich von meinem Gyn. nichts genaues erfahren können.
Wie wirkt sich das auf meine jetztige Schwangerschaft aus? Womit muss ich rechnen?
Vielen Dank im Vorraus.

Antwort vom 15.03.2005

Hallo,
Anti-c ist ausgesprochen selten, weil dagegen selten eine Immunisierung stattfindet. Weitaus häufiger ist Anti-d. Deshalb wird bei Rh-negativen Müttern auch nach der Geburt ein Menikamet gespritzt, um die Antikörperbildung zu verhindern. Wenn Sie ein Anti-c entwickelt haben, müßte Ihre Blutformel im Detail nicht ganz Null+ sein, sondern zumindest ein kleines c enthalten. Wenn der Kindsvater auch ein negatives c hat, ist überhaupt nichts zu erwarten. Hat er hingegen ein positives c, dann kann es sein, dass er diese Blutgruppeneigenschaft an das Kind vererbt hat. In dem Fall würden Ihre Antikörper das Blut des Kindes quasi angreifen, was im weiteren Verlauf der Schwangerschaft einen Blutmangel bei Ihrem Kind zur Folge hätte. Wenn sich durch die Blutgruppenuntersuchungen die Gefahr bestätigen sollte, würden Sie engmaschig per Ultraschall auf Anzeichen untersucht, die zeigen, ob ein Blutmangel bei Ihrem Kind auftritt (z.B.an einer Vergrößerung der Leber sichtbar). Das weitere Verfahren ist kompliziert und kann je nach Konstellation sehr unterschiedlich sein. Sollten sich eine ungünstige Blutgruppenkonstellation bestätigen. wird Ihnen Ihr Arzt sicher alles genau erklären. Wie stark sich alles bemerkbar macht, läßt sich nicht vorhersagen. Ich würde Ihnen raten sich nur mit den Dingen zu beschäftigen, die zum jeweiligen Zeitpunkt akut sind, da Sie sich sonst mit komplizierten Sachverhalten auseinadersetzen, die am Ende für Sie dann gar nicht relevant sind.
Alles Gute, Monika

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